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19.01.2016

Funktionalisierte Oberflächen durch automatisiertes Hämmern

Die Technische Universität Wien hat die Methode des automatisierten Oberflächenhämmerns entscheidend weiterentwickelt, um gewünschte Eigenschaften metallischer Oberflächen zu erzielen. So kann unter anderem eine deutliche Optimierung von Verschleißverhalten, Reibung, chemischer Widerstandsfähigkeit sowie statischer und dynamischer Festigkeit erreicht werden.

Vorteile und Innovationen der erweiterten MHP-Technologie:

  • Zielgerichtete technologische Beeinflussung der Werkstückeigenschaften in oberflächennahen Schichten durch maschinelles Oberflächenhämmern.
  • Gezielte Beeinflussung von Struktur und Glätte der Oberfläche durch einen automatisierten, mannlosen Bearbeitungsprozess.
  • Optimierung der Oberflächeneigenschaften und damit Verbesserung des tribologischen Verhaltens, chemischer Widerstandsfähigkeit, statischer und dynamischer Festigkeit sowie Reduzierung des strömungsmechanischen Widerstandes.
  • Erhöhte Verschleißfestigkeit durch Steigerung der Oberflächenhärte, Einbringung von Druckeigenspannungen sowie ggf. durch die Einbettung von Beschichtungsmaterialien.
  • Erhebliche Verlängerung von Standzeiten beziehungsweise der Nutzungsdauer – zum Beispiel um bis zu 50 Prozent bei Gussformen.
  • Substitution von manuellen Polierprozessen im Werkzeug- und Formenbau in der Größenordnung von bis zu 80 Prozent.
  • Spezielle Zusatzeinrichtung, die im Zuge der Fertigung in allen gängigen Bearbeitungszentren sowie auf Industrierobotern eingesetzt werden kann.
  • Oberflächendesign durch einfachen Werkzeugwechsel, ohne Umspannen des Werkstücks, erleichtert bei vielen Anwendungen die einfache Integration in bestehende Prozessketten.
  • Erhebliche Verlängerung der Lebensdauer von bereits verschlissenen Bauteilen durch Schließen von Rissen – zum Beispiel bei Werkzeugen und Formen.

Vorteile der Anwendung von MHP auf generativ gefertigte Bauteile:
- Verbesserung der Oberflächenrauheit, Schließen von Poren.
- Vorbeugende Behandlung von Bauteilen für den bevorstehenden Einsatz.
- Erhöhung der Lebensdauer der Bauteile.
- Ersatz für aufwändige spanende, chemische oder manuelle Nachbearbeitung.

  • Funktionalisierte Oberflächen durch automatisiertes Hämmern. Bild: TU Wien

    Funktionalisierte Oberflächen durch automatisiertes Hämmern. Bild: TU Wien

  • Oberflächenhammer – in allen gängigen Bearbeitungszentren und Industrierobotern einsetzbar. Bild: TU Wien

    Oberflächenhammer – in allen gängigen Bearbeitungszentren und Industrierobotern einsetzbar. Bild: TU Wien

  • Oberflächenhämmern - mit handelsüblichen Komponenten. Bild: TU Wien

    Oberflächenhämmern - mit handelsüblichen Komponenten. Bild: TU Wien

  • Prof. Friedrich Bleicher, Institut für Fertigungstechnik der TU Wien. Bild: TU Wien

    Prof. Friedrich Bleicher, Institut für Fertigungstechnik der TU Wien. Bild: TU Wien

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Unternehmensinformation

Technische Universität Wien Institut für Fertigungstechnik Und Hochleistungslasertechnik (IFT)

Getreidemarkt 9/311
AT 1060 Wien
Tel.: 0034 1-58801 311-00
Fax: 0034 1-58801-3119

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