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maschine+werkzeug 09/2010

Fräser verdoppelt Produktivität

EXTRA

Werkzeuge - Die Automobilindustrie steht vermehrt unter Kostendruck und ist darüber hinaus bemüht, jede Nische mit eigenen Modellen oder Modellvarianten zu besetzen. Werkzeuge von Ingersoll helfen, die Produktivität zu steigern.

Intelligente Geometrien

Die Optimierung des NC-Programms brachte einen hohen Produktivitätsvorteil und man setzte sich bei Thyssen-Krupp System Engineering das Ziel, weitere Kostenreduzierungen durch den Einsatz von optimierten Werkzeugen zu erzielen. Hierzu empfahl Karl-Heinz Hettig, Außendienstmitarbeiter bei Ingersoll, für die Schruppbearbeitung ein neu entwickeltes Werkzeug der Deka-Serie, das mit einem extrem flachen Anstellwinkel von 20 Grad speziell für die Bearbeitung mit höchsten Vorschüben entwickelt wurde.

Das neue Werkzeug mit 66 mm Durchmesser und sechs Wendeschneidplatten wurde zuerst an einem Testwerkstück eingesetzt und zeigte von Beginn an seine Überlegenheit gegenüber bisher verwendeten Rundplattenwerkzeugen. Deshalb wurde es schnell in der Produktion bei der Bearbeitung eines Blechumformwerkzeuges für die Tür-Innenbleche eines namhaften Deutschen Automobilherstellers eingesetzt. Die Vorzüge des Fräsers ›High Feed Deka‹ sind der flache Anstellwinkel von 20 Grad, der dreifach höhere Vorschubwerte gegenüber Eckfräsern erlaubt und hohe Axialkräfte bei nur geringen Radialkräften erzeugt. Zudem wird der Fräser nicht ausgelenkt und kann ohne Vibrationen mit Verlängerungen eingesetzt werden. Mit zehn nutzbaren Schneiden in einer Schnittrichtung ist die Wendeschneidplatte daher äußerst wirtschaftlich.

Die Bearbeitung wurde auf einer Portalfräsmaschine von Waldrich Siegen mit 80kW Leistung ausgeführt. Dank des weichen Schnittes betrug die Leistungsaufnahme kaum 20 Prozent. Aufgrund der Geometrievorteile ließ sich der Vorschub bei linearer Bearbeitung um 50 Prozent auf 8000 mm/min steigern und die Verweildauer der Werkstücke auf der teuren Portalfräsmaschine verkürzen.

Eine weitere Zeiteinsparung wurde durch eine universale Hartmetallsorte erreicht, die sowohl Stahl als auch GGG wirtschaftlich bearbeitet und ein Wechseln des Fräsers bei Hybridwerkstücken erübrigt. Durch die geringen radialen Zerspanungskräfte konnte das gesamte Werkstück mit der maximal erforderlichen Verlängerung zerspant werden. Das Tiefziehwerkzeug für Tür-Innenbleche wurde mit dem High-Feed-Deka-Fräser bis zu einem Aufmaß von einem Millimeter geschruppt, mit Torusfräsern mit Rundwendeschneidplatten wurde weiterbearbeitet.

  • Werkstück und Fräswege lassen sich auf dem Bildschirm betrachten.

    Werkstück und Fräswege lassen sich auf dem Bildschirm betrachten.

  • Bernhard Müller, Technischer Berater, Ingersoll, Maschinenbediener Edwin Andres und Helmut Kasper von Thyssen-Krupp System Engineering begutachten das vorgeschruppte Werkstück.

    Bernhard Müller, Technischer Berater, Ingersoll, Maschinenbediener Edwin Andres und Helmut Kasper von Thyssen-Krupp System Engineering begutachten das vorgeschruppte Werkstück.

  • Schruppbearbeitungen der Umformwerkzeuge für Türinnenbleche mit dem Ingersoll High-Feed-Deka-Fräser.

    Schruppbearbeitungen der Umformwerkzeuge für Türinnenbleche mit dem Ingersoll High-Feed-Deka-Fräser.

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Unternehmensinformation

Ingersoll Werkzeuge GmbH

Kalteiche-Ring 21-25
DE 35708 Haiger
Tel.: 02773-742-0
Fax: -812

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