nach oben
maschine+werkzeug 01/2020

Werkzeuge neu organisiert

Fräsen/Toolmanagement

Ingersoll hat bei HS-ferinnotec mit einem Hi-Feed-Mini-Fräser für die Bearbeitung von Hardox 400 überzeugt und sorgt mit einem Werkzeugausgabeautomaten für Transparenz und Ordnung.

Der Hi-Feed-Mini-Fräser TG1F050R00 bei der Bearbeitung des Messerhalters aus Hardox 400. Bild: Ingersoll

Durch Kreativität und Zuverlässigkeit hat sich das 1992 gegründete Unternehmen HS-ferinnotec schnell einen guten Ruf als Zulieferer von Einzelteilen und Serienteilen für Feinmechanik, Elektronik, Maschinenbau, Armaturenbau, Prüfgeräte und Messtechnik sowie für die Fertigung von Designteilen im Edelstahlbau erarbeitet. Im Laufe der vergangenen Jahre konnte sich HS-ferinnotec Wiederholaufträge für die Bearbeitung von Bauteilen für Holzzerkleinerungsmaschinen sichern.

Besonders ein Bauteil – ein Messerhalter aus Hardox 400 für einen fahrbaren Holzschredder – ist ein häufig und in höheren Stückzahlen zu fertigendes Zulieferteil. Um immer termingetreu liefern zu können, vergibt Hans Schacherbauer den Auftrag über dieses Werkstück auch an weitere Zulieferbetriebe in der Umgebung.

Positives Resultat

Einer dieser ›Unter-Zulieferbetriebe‹ hatte sich 2017 an Simon Dotzler (Beratung und Verkauf bei Ingersoll) gewandt, mit der Bitte, bei der Bearbeitung der Messerhalter aus Hardox 400 zu unterstützen. Nach erfolgreicher Bearbeitung der Bauteile für einen Holzschredder bekam der Ingersoll-Experte Dotzler den Hinweis, mit dem positiven Zerspanungsresultat die HS-ferinnotec zu kontaktieren, da ja hier der überwiegende Teil der Bauteile bearbeitet würde. Bei der Vorstellung der Hi-Feed-Mini-Werkzeuge konnte Simon Dotzler dem Geschäftsführer von HS-ferinnotec, Hans Schacherbauer, direkt von der erfolgreichen Zerspanung der Bauteile aus Hardox 400 berichten. Daraufhin wurde direkt ein weiterer Versuch, diesmal direkt bei HS-ferinnotec, geplant.

Die Zerspanungsversuche wurden kurzfristig auf einem DMG-CNC-Bearbeitungszentrum vorgenommen, und zwar mit einem Hi-Feed-Mini-Fräser der Serie TG1F050R00. »Als Erstes hat mich der ruhige Lauf und das weiche Schneidverhalten überzeugt«, gibt Hans Schacherbauer seine Eindrücke wieder.

Der erste positive Eindruck bestätigte sich während des kompletten Versuches, denn die vorher aufgetretenen Schwingungen waren reduziert und die Bearbeitungszeit drastisch verkürzt.

Problemstellung

Probleme in der Werkzeugorganisation, fehlende Werkzeuge und Wendeschneidplatten beim Produktionsstart, defekte und stumpfe Werkzeuge bei der Entnahme waren seit Jahren im Fokus der Geschäftsführung von HS-ferinnotec. Hans Schacherbauer hatte jedoch bisher noch kein System gefunden, das nach seiner Überzeugung voll auf sein Unternehmen zugeschnitten war. Flexible Werkzeugausgabesysteme wie die Schränke der Ingersoll-Matrix-Familie sowie die leistungsfähige Matrix-Software sind Bausteine für eine effiziente Werkzeugverwaltung und Bedarfsplanung.

Basis-Module des Matrix-Systems, die als Maxi- oder Mini-Version zur Verfügung stehen. Bild: Ingersoll

Kurzum, das Matrix-System bringt Ordnung und Struktur in das gesamte Umfeld der Werkzeuge sowie Mess- und Arbeitsmittel, und ist vor allem für kleinere Unternehmen, die nicht über eine organisierte Werkzeugausgabe verfügen, ein deutlicher Schritt zu mehr Transparenz im Werkzeug-Management.

Weiterhin erhält der Anwender durch die Erfassung der Arbeitsmittel eine Übersicht über den tatsächlichen Bestand. Auf Basis der erfassten Daten lässt sich auswerten, welche Arbeitsmittel aus dem Bestand wie oft reserviert und tatsächlich genutzt werden. Mit diesen Daten ist der zuständige Planer in der Lage, Einsparpotenziale zu definieren und Umlaufmengen zu reduzieren.

Von Mini bis Maxi

Die Matrix-Familie von Ingersoll bietet für die unterschiedlichsten Arbeitsmittel das geeignete Schranksystem. Das Grundsystem kann je nach Bedarf als Mini- oder Maxi-Schrank geordert werden.
Im Gespräch mit Simon Dotzler von Ingersoll überzeugte vor allem die komplette Durchgängigkeit des Ingersoll-Matrix-Systems. HS-ferinnotec hat sich für einen Matrix-Maxi-Schrank entschieden. Bei der Konfiguration und der Inbetriebnahme wurde das junge Unternehmen durch Thomas Kölbl (Anwendungstechniker bei Ingersoll) unterstützt.

»Niemand hat Bescheid gegeben, wenn er das letzte Werkzeug aus dem Schrank genommen hat. Passende Schrauben zu den Wendeschneidplatten und passende Halter zu den Wendeschneidplatten sind nun endlich einfacher zu finden. Es hat sich weiterhin kaum jemand die Mühe gemacht, hinterlegte Schnittdaten im Handbuch zu suchen. Zudem sehe ich jetzt, auf welchen Maschinen welche Kosten laufen«, erklärt Hans Schacherbauer die Gründe für diese Investition.

V. r. n. l.: Hans Schacherbauer (Geschäftsführer von HS-ferinnotec), Simon Dotzler (Beratung und Verkauf bei Ingersoll) und Thomas Kölbl (Anwendungstechniker bei Ingersoll) sind überzeugt vom gemeinsam installierten Werkzeugausgabesystem. Bild: Ingersoll

Wichtig war für den HS-ferinnotec-Geschäftsführer, dass es sich um ein offenes System handelt, wo seine kompletten Werkzeuge, Vorrichtungen und Betriebsmittel verwaltet werden können. Etwa ein Jahr nach der Inbetriebnahme des Matrix-Werkzeugschrankes ist die allgemeine Meinung zu der neuen Werkzeugverwaltung einstimmig positiv.

Sollte eine leichte Skepsis vorhanden gewesen sein, so ist sie einer sehr breiten Zustimmung gewichen, da jeder einfach und schnell seine Werkzeuge findet und vor allem Ersatz- und Verschleißteile wie Wendeschneidplatten, Schrauben, Unterlegplatten etc. jederzeit an ihrem vorbestimmten Platz vorhanden sind.

www.ingersoll-imc.de

Unternehmensinformation

Ingersoll Werkzeuge GmbH

Kalteiche-Ring 21-25
DE 35708 Haiger
Tel.: 02773-742-0
Fax: -812

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
Aktuelle Videos

Comau: Neueste Trends zur Smart Factory


Zu den Videos

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Aktuellen Newsletter ansehen

Basics
Zur Übersicht aller Basics