nach oben
maschine+werkzeug 06/2019

Im Eiltempo zur Schnecke

Fräsen/Drehen

Bei der schwierigen Bearbeitung einer Extruderschnecke aus Inconel 625 haben die Experten von Ingersoll gemeinsam mit Kinkele die Dreh-Fräsbearbeitung ruhiger gemacht und eine Standzeiterhöhung erreicht.

Die Bearbeitung des Schneckenprofils beginnt gegenüber der eingespannten Seite.Bild: Ingersoll

Die Bearbeitung des Schneckenprofils beginnt gegenüber der eingespannten Seite.Bild: Ingersoll

Die Bezeichnung ›Auftragsfertiger‹ oder ›Lohnfertiger‹ wird dem Betätigungsfeld der Kinkele GmbH & Co. KG in Ochsenfurt nicht ausreichend gerecht. Die Firma Kinkele ist sicher einer der führenden Auftragsfertiger des allgemeinen Maschinenbaus und in ihren Fertigungsmöglichkeiten einzigartig. Das Portfolio und auch die Referenzliste der ausgeführten Projekte sind außergewöhnlich breit gefächert.

Die erste Bearbeitung am Werkstück ist das Fräsen eines Einstiches. Mit Ingersolls Rundplattenwerkzeugen der Serie ›Blade Master Plus‹ geht es bei Inconel 625 ins volle Rundmaterial. Bild: Ingersoll

Die erste Bearbeitung am Werkstück ist das Fräsen eines Einstiches. Mit Ingersolls Rundplattenwerkzeugen der Serie ›Blade Master Plus‹ geht es bei Inconel 625 ins volle Rundmaterial. Bild: Ingersoll

Die weltweit größte Uhr im Royal Clock Tower in Mekka oder das 14 Meter hohe Modell der Trägerrakete Ariane 5 sind zwei sehr spektakuläre Beispiele abgewickelter Aufträge. Das häufig angeführte Argument, dass ein Zulieferer oder Auftragsfertiger kein eigenes Produkt besitzt und daher in Rezessionsphasen besonders schnell in Bedrängnis gerät, lässt man bei Kinkele nicht gelten. Bei einem Kundenstamm, der in fast 40 Branchen zu Hause ist, ist das Risiko einer Rezession in einem Industriebereich weitgestreut.

Hohe Herausforderungen

Insgesamt sind die knapp 1.000 abgewickelten Aufträge pro Jahr nicht ganz so außergewöhnlich wie die aufgeführten Beispiele, aber keineswegs weniger anspruchsvoll oder herausfordernd. Aufträge aus fast 40 unterschiedlichen Branchen erfordern ein breites Fertigungs-Know-how. Die meisten Kunden aber sind in den Industriezweigen allgemeiner Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt, Vakuum- und Nukleartechnik, Offshore und Marine-Systeme, Kran- und Seilbahnen, Wehrtechnik, Großforschungseinrichtungen aktiv.

Rundplattenwerkzeug 5W7H052R00 der Form-Master-Plus-Serie von Ingersoll. Bild: Ingersoll

Rundplattenwerkzeug 5W7H052R00 der Form-Master-Plus-Serie von Ingersoll. Bild: Ingersoll

Hierbei versteht sich Kinkele nicht nur als klassischer Auftragsfertiger, vielmehr als Projektpartner und Dienstleister. Zu den Qualifikationen in klassischen Produktionsfeldern wie Schweißen, Zerspanen, Lackieren, Montieren und die Qualitätssicherung kommt eine ausgeprägte Kompetenz im Projektmanagement. Mehr als 40 Ingenieure und Techniker sind für die Arbeitsplanung, Konstruktion und Projektplanung zuständig.

Die Windung gibt einen Eindruck über die hohe Zerspanungsrate der Extruderschnecke aus Inconel 625. Bild: Ingersoll

Die Windung gibt einen Eindruck über die hohe Zerspanungsrate der Extruderschnecke aus Inconel 625. Bild: Ingersoll

Das Ochsenfurter Unternehmen wird sehr häufig von den Kunden in den Produktentwicklungsprozess eingebunden und dann auch mit dem kompletten Projektmanagement beauftragt. Je nach Kundenwunsch kann dies vom konstruktiven Entwurf über die Beschaffung der Zulieferteile bis zur Lieferung und Inbetriebnahme der kompletten Maschine reichen. Die Fertigungsmöglichkeiten bei Kinkele sind imponierend. Maschinen und Anlagen bis zu einem Fertiggewicht von 100 Tonnen und Einzelgewichte bis 50 Tonnen können bearbeitet werden, wobei Werkstücklängen von 500 bis 21.500 Millimeter und Werkstückhöhen und Breiten von 500 bis 5.000 Millimeter machbar sind.

Noch stolzer als auf den Maschinenpark ist das Unternehmen aber auf seine Mitarbeiter. Ohne die gut ausgebildeten und hoch motivierten Mitarbeiter wären die hohen und täglich wechselnden Anforderungen der anspruchsvollen Kunden nicht zu stemmen. Weil man sich bewusst ist, wie wichtig die gut ausgebildeten Mitarbeiter für den Erfolg des Unternehmens sind, investiert man bei Kinkele viel in die Ausbildung der zukünftigen Fachkräfte. Bei einer Belegschaftsstärke von 350 Mitarbeitern werden etwa 50 bis 60 Auszubildende gefördert. Ein Prozentsatz, der etwa dem dreifachen Wert der Ausbildungsquote im Maschinenbau entspricht.

Die Verantwortlichen von Kinkele und Ingersoll besprechen die Bearbeitung der Extruderschnecke. Bild: Ingersoll

Die Verantwortlichen von Kinkele und Ingersoll besprechen die Bearbeitung der Extruderschnecke. Bild: Ingersoll

Aber nicht nur eine Ausbildung ist bei Kinkele möglich, auch weiterführende Qualifikationen, wie etwa ein duales Studium oder auch Praktika während des Maschinenbaustudiums, werden vom Unternehmen gefördert. Darüber hinaus unterstützt die Firma Kinkele auch die Weiterbildung der Belegschaft und sendet zum Beispiel ihre Mitarbeiter aus der Zerspanung regelmäßig zu Zerspanungsseminaren bei Ingersoll.


Inhaltsverzeichnis
Unternehmensinformation

Ingersoll Werkzeuge GmbH

Kalteiche-Ring 21-25
DE 35708 Haiger
Tel.: 02773-742-0
Fax: -812

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
Aktuelle Videos

Sauter Feinmechanik: Smarte Lösungen für die Fertigung


Zu den Videos

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Aktuellen Newsletter ansehen

Basics
Zur Übersicht aller Basics