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maschine+werkzeug 05/2019

Leicht und produktiv

Fräsen

Der Coromill 390 in Leichtbauweise von Sandvik mit additiv gefertigtem Fräserkörper minimiert Vibrationen und verbessert die Bearbeitungen mit großen Überhängen.

Die Additive Fertigung bietet ganz neue Möglichkeiten, um komplexe Strukturen mit hoher Präzision und ohne Verbindungsstellen herzustellen. Mit Hilfe des Verfahrens können Komponenten leichter, stabiler und flexibler als je zuvor gefertigt werden. Beim Werkzeugkörper-Design ermöglicht die Additive Fertigung Formen und Merkmale, die durch die klassische Metallbearbeitung nicht erzeugbar sind. Und gedruckt werden können nahezu alle Materialien – beim Coromill 390 in Leichtbauweise ist es beispielsweise eine Titanlegierung.

Der Coromill 390 von Sandvik besitzt einen additiv gefertigten Fräserkörper. Bild: Sandvik

Der Coromill 390 von Sandvik besitzt einen additiv gefertigten Fräserkörper. Bild: Sandvik

»Bei der Entwicklung des neuen Coromill 390 in Leichtbauweise wurde taktisch Material entfernt, um das optimale Fräser-Design im Sinne der Masseminimierung zu realisieren«, erklärt Magnus Engdahl, Product Application Manager bei Sandvik Coromant. »Dies nennt man Topologieoptimierung und macht den Fräser deutlich leichter als ein konventionelles Werkzeug, was Fertigungsunternehmen dabei hilft, ihre Produktivität bei Fräsbearbeitungen mit großen Überhängen zu steigern. Darüber hinaus verbessert ein kürzerer Abstand zwischen dem Dämpfer im Adapter und der Schneidkante die Leistung und Prozesssicherheit.«

Vibrationen dämpfen

In vielen Anwendungen in der Metallbearbeitung ist die Prozesssicherheit von größter Bedeutung, auch beim Fräsen mit großen Überhängen, eine typische Anforderung bei Komponenten, die in der Luft- und Raumfahrt, dem Formenbau oder in der Öl- und Gasindustrie zum Einsatz kommen. Hier kann die Erstellung von Bauteilmerkmalen wie tiefen Taschen durch Vibrationen negativ beeinträchtigt werden. Das führt oft zu einer langsameren Produktion, kürzeren Standzeiten und einer schlechten Oberflächengüte.

Der neue Coromill 390 in Leichtbauweise bietet die Lösung: In Kombination mit Silent-Tools-Fräsadaptern von Sandvik – es handelt sich dabei um Werkzeughalter zum Drehen, Fräsen und Aufbohren, die mit einem Dämpfungsmechanismus im Werkzeugkörper ausgestattet sind und so mögliche Vibrationen minimieren – lassen sich die Vibrationen soweit dämpfen, dass die Produktivität und Prozesssicherheit in anspruchsvollen Anwendungen mit großen Überhängen maximiert werden.

Das Coromill-390-Konzept bietet auch eine leichte Schneidwirkung für einen gleichmäßigen Schnitt. Der Fräser in Leichtbauweise ist zum Planfräsen mit langen Reichweiten, zum tiefen Eck- und Kantenfräsen sowie für Taschen- und Nutenfräsbearbeitungen geeignet. Das Werkzeug ist mit Durchmessern von 40 Millimetern (16er-Fräsdorn-Kupplung) und 50 Millimetern (22er-Fräsdron-Kupplung) erhältlich. Je nach Anwendung können drei oder vier Wendeschneidplatten in der Größe 11 gewählt werden. Alle Fräser verfügen über Differenzialteilung und innere Kühlmittelzufuhr.

www.sandvik.coromant.com

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