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maschine+werkzeug 03/2019

Motorblöcke en masse

Fräsen

Der Werkzeughersteller Walter hat einen PKD-Fräser entwickelt, der fürs Schruppen, Schlichten und Schmierfräsen von Aluminium- und Bimetallkomponenten geeignet ist. Gerade im automobilen Leichtbau ist das von Vorteil.

Wer CO2-Emissionen senken will, muss Kraftstoff sparen, unter anderem durch Gewichtsreduktion. Deshalb werden vermehrt leichtere Werkstoffe verwendet. Fast 70 Prozent aller Motorblöcke bestehen inzwischen aus Aluminiumgusslegierungen. Bild: Walter

Die Anforderung, die CO2- und Schadstoffemissionen von Fahrzeugen massiv zu reduzieren, hat in der Automobilindustrie einen Wandel angestoßen. Ein Wandel, der weit über den Wechsel zur E-Mobilität hinausgeht. Für die Unternehmen in der Produktionskette heißt das: Sie müssen ihre Produkte und Prozesse an diese dynamische Entwicklung anpassen – bei extrem hohem Kostendruck und ohne zu wissen, welche Technologien sich durchsetzen werden.

Ein wichtiger Faktor bei der Kalkulation der Kosten pro Bauteil ist das Zerspanungswerkzeug, zumal es sich direkt auf Maschinenlaufzeiten und Prozesssicherheit auswirkt. Der Werkzeughersteller Walter hat gerade einen PKD-Fräser entwickelt, mit dem sich sowohl Aluminium- als auch Bimetall-Motorblöcke bearbeiten lassen.
Schon heute liegt der Anteil von Aluminium-Motorblöcken bei 70 Prozent. Die lange üblichen Werkstoffe Grauguss und Stahl machen nur noch knapp ein Drittel der produzierten Motoren aus. Mit Elektroantrieben hat diese Entwicklung noch nichts zu tun: Aluminiumlegierungen sind der bevorzugte Werkstoff für Motorblöcke, Getriebe- oder Ölpumpengehäuse, weil sie leicht sind und so zur Reduktion des Treibstoffverbrauchs beitragen.

Verbreitet sind auch Komponenten aus Bimetall, wie Motorblöcke, bei denen in einen Aluminiumcorpus Zylinderlaufbuchsen aus Grauguss eingebracht werden. Der Zerspanungsprozess, vor allem das Schruppen und Schlichtfräsen, ließ sich bisher nur mit unterschiedlichen Werkzeugen darstellen. Das schlägt sich auch bei den Kosten nieder: Es müssen nicht nur mehrere Werkzeugtypen angeschafft werden, sondern auch Ressourcen für die Werkzeuglogistik und -beschaffung sowie für den Werkzeugwechsel vorgehalten werden.

Wer es hier schafft, verschiedene Bearbeitungsprozesse in einem Werkzeug zusammenzufassen, erreicht deutliche Effizienzgewinne. Für einen Autohersteller, der seine Motoren in hohen Stückzahlen selbst fertigt, hat Walter genau das geschafft. Mit dem neuen PKD-Fräser lassen sich verschiedene Arbeitsgänge prozesssicher zusammenführen. So konnten die Kosten pro Bauteil deutlich gesenkt werden.


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Unternehmensinformation

Walter AG

Derendinger Straße 53
DE 72072 Tübingen
Tel.: 07071-701-0
Fax: -212

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