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maschine+werkzeug 03/2019

Langläufer

Fräsen

Mit einem neuen Hochleistungsfräser für Superlegierungen, Titan und rostfreie Werkstoffe richtet sich Wunschmann an Anwender, die hohe Vorschübe und hohen Materialabtrag wollen.

Warmfeste Superlegierungen bieten hervorragende metallurgische Eigenschaften und werden immer dann eingesetzt, wenn Bauteile extremen Belastungen ausgesetzt sind. Diese HRSA-Werkstoffe (Heat Resistant Super Alloys) sind zum Beispiel bei der Herstellung von Brennkammern und Turbinengehäusen in der Luft- und Raumfahrtindustrie erste Wahl, wo Temperaturen bis 1.000 Grad Celsius dem Werkstoff alles abfordern. Darüber hinaus findet man Nickelbasis-, Eisenbasis- und Kobaltbasis-Legierungen sowie Titan-Werkstoffe auch in der Medizintechnik, der chemischen Industrie oder der Öl- und Gasindustrie.

»Superlegierungen sind enorm belastbar«, sagt Geschäftsführer Stephan Wunschmann, »aber dieser Werkstoff stellt Zerspanungswerkzeuge vor ganz besondere Herausforderungen.« Das Material ist sehr hart und besitzt eine geringe Wärmeleitfähigkeit; Kaltverfestigung und Oberflächenverhärtung setzen dem Zerspanungswerkzeug außerdem zu.

Werkzeug für hohe Vorschübe: Trochoidalfräser 175 ER mit Eckenradius von Wunschmann. Bild: Herbert Naujoks

Mit dem neuen HPC-Trochoidalfräser 175 ER verspricht Wunschmann hohe Zeitspanvolumen und Prozesssicherheit bei der Bearbeitung von rostfreien Stählen, Superlegierungen und Titan. Dank Eckenradius hat das Werkzeug stabilere Schneidkanten, die den Verschleiß reduzieren. Da beim Trochoidalfräsen die Kreisbewegung des Fräsers mit einer linearen Vorwärtsbewegung überlagert wird, sind Werkzeug und Fräsmaschine geringeren Belastungen ausgesetzt. Durch den variablen Drallwinkel werden Vibrationen und Schwingungen gesenkt, wodurch eine hohe Standzeit erreicht wird. So wurde bei der Bearbeitung von austenitischem Chrom-Nickel-Stahl (1.4305) und Kaltarbeitsstahl (1.2436) eine Standzeitsteigerung von 50 Prozent gegenüber dem Fräser Typ 185 erreicht.

900 Minuten Standzeit

Bei einem Aerospace-Kunden hat der neue Wunschmann-Fräser 175 ER schon in den ersten Vergleichstests überzeugt. So wurden bei der Bearbeitung von Bauteilen aus Chrom-Nickel-Molybdän-Aluminium-Stahl folgende Schnittwerte erzielt: Schnittgeschwindigkeit vc: 130 m/min; Vorschub pro Zahn fz: 0,14 mm; Zustellung ap: 37 mm; Zustellung ae: 0,06 mm. Die Zielvorgabe des Kunden für die Standzeit lautete 700 Minuten; erreicht wurde eine Standzeit von 900 Minuten.

»Unsere Kunden müssen wirtschaftlich zerspanen, weil der Wettbewerbsdruck laufend zunimmt, das ist in der Luft- und Raumfahrtindustrie nicht anders als im allgemeinen Maschinenbau. Also brauchen die Anwender ein Werkzeug, das ihnen ein hohes Zeitspanvolumen bei geringem Werkzeugverschleiß bietet, ganz gleich, wie anspruchsvoll der Werkstoff ist«, sagt Stephan Wunschmann.

Der Trochoidalfräser 175 ER mit einem Eckenradius von 0,25 bis 0,5 Millimetern hat einen stabilen Kern, groß dimensionierte, polierte Spanräume, Spanbrechernuten und eine Weldon-Aufnahme. Die HE-S-Beschichtung ist temperatur- sowie oxidationsresistent und trägt zur Leistungsfähigkeit des Werkzeugs entscheidend bei. Standardmäßig ist der Fräser von 6 bis 20 Millimeter Durchmesser in verschiedenen Schneidenlängen erhältlich. Abmessungen, die vom Lagerprogramm nicht abgedeckt werden, sind auf Anfrage erhältlich.

wunschmann.de

Unternehmensinformation

Wunschmann GmbH Werkzeugschärferei

Etzwiesenstraße 39
DE 72108 Rottenburg a Neckar
Tel.: 07457-8059
Fax: -4697

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