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maschine+werkzeug 01/2020

Keramik fürs Grobe

Fräsen

Für das Fräsen von hochwarmfesten Superlegierungen im Luft- und Raumfahrtsektor hat Ceratizit zwei neue Keramik-Wendeschneidplattensorten und die zugehörigen Fräskörper entwickelt.

Die neuen Keramik-Wendeschneidplattensorten von Ceratizit ermöglichen 20-mal schnellere Schnittgeschwindigkeiten von bis zu Vc 1.000 Umdrehungen pro Minute.

Die Vorteile gegenüber Hartmetall liegen in der höheren Hitzebeständigkeit von Keramik. Sie ermöglicht bis zu 20-mal schnellere Schnittgeschwindigkeiten als bisher, wobei Schnittgeschwindigkeiten bis 1.000 Meter pro Minute erreicht werden können. Hartmetallwendeschneidplatten sind nach wie vor das Werkzeug der Wahl, wenn es um die Schlichtbearbeitung dieser Werkstoffe geht.

Für die grobe Bearbeitung hingegen erweist sich die Keramikwendeschneidplattentechnologie als sehr kostengünstig, da die Zykluszeiten, dank verbesserter Schnittdaten, bedeutend verkürzt werden. Ceratizit hat für diesen Zweck zwei neue Keramiksorten: CTIS710 auf Basis von Siliziumnitrid (SiAlON) und CTKS710, eine whisker-verstärkte Keramik, die gegenüber den Siliziumnitrid-Wendeschneidplatten eine höhere Zähigkeit aufweist. Diese neu entwickelten Sorten sorgen nicht nur für hohe Schnittgeschwindigkeiten, sondern auch für längere Standzeiten.

So war beispielsweise die Standzeit einer CTIS710-Wendeschneidplatte beim Zerspanen einer Turbinenschaufel aus Nimonic 80A bei Vc 1.000 Metern pro Minute, einem Vorschub von fz 0,1 Millimetern und einer Spantiefe von ap 3 Millimetern um 50 Prozent höher als die Standzeiten, die ein Kunde mit seinen vorhandenen Keramikwendeschneidplatten erreichen konnte. Ein Wert also, der Anwender hellhörig werden lassen dürfte.

Ergänzend zu den neuen Schneidplatten entwickelte Ceratizit das Trägerwerkzeug Maximill 261 für die positive Wendeplatte und Maximill 262 für neutrale Negativplatten. Das System Maximill 261 eignet sich zusätzlich zum zirkularen Eintauchen und Auskammern.

Das Design des Klemmkeils aus gehärtetem Stahl sorgt für optimierte Spanausbringung und Kühlung, da die Druckluft direkt an die Schnittkante geleitet wird.

»Durch die steigende Nachfrage aus dem Luft- und Raumfahrtsektor und den verstärkten Einsatz von HRSA wird die Bereitstellung effizienter und wirtschaftlicher Zerspanungslösungen immer wichtiger. Deshalb sind die Entwicklungsarbeit der Ceratizit-Gruppe und die Bereitstellung der entsprechenden Technologie durch die Ingenieure vom Team Cutting Tools ausschlaggebend dafür, dass unsere Kunden die Zykluszeiten verkürzen und die Produktivität steigern können«, verdeutlicht Claude Sun, Geschäftsführer der Ceratizit Deutschland GmbH, den Fokus auf den Nutzen für die Kunden.

www.ceratizit.com

Unternehmensinformation

CERATIZIT Deutschland GmbH

Daimlerstr. 70
DE 87437 Kempten
Tel.: 0831-57010-0
Fax: 0831-57010-3559

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