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maschine+werkzeug 10/2015

Flexibel zur Kurbelwelle

Technik - Werkzeuge

Winkelköpfe - Mit Hilfe von Romai-Winkelköpfen bietet Mapal ein alternatives Konzept für die Bearbeitung von Kurbelwellenlagergassen in Großmotoren mit standardisierten Maschinen.

90°-Winkelköpfe mit zurückversetztem Abtrieb ermöglichen das Eintauchen in das Zylinderkurbelgehäuse auch bei engen Platzverhältnissen.

Die Bearbeitung von Kurbelwellenlagergassen in Motorblöcken erfolgt meist auf Sondermaschinen oder Transferanlagen mit Hilfe von Reihenbohrstangen und Führungslagern. Allerdings ergeben sich mit zunehmender Motorgröße und Zylinderzahl enorme Werkzeuglängen und drastisch ansteigende Maschinendimensionen.

Für solche Einsatzbereiche bietet Mapal ein alternatives Bearbeitungskonzept auf der Basis von Romai-Winkelköpfen an. Voraussetzung sind schlank bauende aber gleichzeitig robuste Winkelköpfe, mit denen die geforderte Präzision mit engen Toleranzvorgaben erreicht werden kann. Für die notwendige Stabilität der Winkelköpfe sorgen unter anderem Frässpindellager sowie Kegelradgetriebe mit spezieller Verzahnungsgeometrie. Eine große Zahnüberdeckung mit langer Kontaktlinie in den spiralverzahnten Kegelrädern sorgt für eine hohe Kraftübertragung und einen ruhigen Lauf. Die maschinenseitige Anbindung der Winkelköpfe wird von Romai passend zu der eingesetzten Maschine ausgeführt.

Um den Passlagersteg auf Breite zu fräsen wird ein Winkelkopf mit beidseitigem Abtrieb verwendet, der mit zwei ISO-Tangentialfräsern von Mapal bestückt ist. Diese Fräser haben eine Feinjustierung und zeichnen sich aufgrund ihrer positiven Schneidengeometrie durch reduzierte Schnittkräfte aus. Das weiche Schnittverhalten der Tangentialschneiden ermöglicht eine ruhige Fräsbearbeitung.

Die Vor- und Fertigbearbeitung der Kurbelwellenlagergasse erfolgt mit 90°-Winkelköpfen mit einseitigem Abtrieb. Aufgrund der starken geometrischen Beschränkungen sind diese mit zurückversetztem Abtrieb ausgeführt, was die nutzbare Werkzeuglänge maximiert. Damit werden die Stege nacheinander, jeweils durch Eintauchen in das Zylinderkurbelgehäuse und einen axialen Hub bearbeitet. Für das Aufbohren werden zweischneidige ISO-Werkzeuge von Mapal mit radialen Kurzklemmhaltern eingesetzt. Zur Feinbearbeitung werden typische leistengeführte Mapal-Werkzeuge verwendet, die radial im Rundlauf justierbar sind.

Das neue Bearbeitungskonzept lässt sich auf standardisierten Maschinen in moderaten Baugrößen umsetzen, was den Investitionsbedarf erheblich reduziert. Außerdem entfallen die individuell angefertigten Reihenbohrstangen. Durch die einzelne Bearbeitung der Kurbelwellenlagergassenstege können mit den gleichen Werkzeugen Motoren mit unterschiedlicher Zylinderzahl und verschiedenen Lagergassendurchmessern flexibel gefertigt werden. In jedem Fall werden die Werkzeuge von Mapal entsprechend den Schnittkräften und den übertragbaren Momenten ausgelegt.

www.romai.de

www.mapal.com

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Unternehmensinformation

ROMAI Robert Maier GmbH Werkzeug- und Maschinenbau

Florianstraße 22
DE 71665 Vaihingen
Tel.: +49 - 7042 - 8321 0
Fax: 07042-8321-22

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