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maschine+werkzeug 01/2016

Fit für Industrie 4.0

Titelstory - Digitalisierte Fertigung

Mapal - Dem Thema ›Industrie 4.0‹ widmet sich Zerspanungsspezialist Mapal auf verschiedenen Ebenen. Komponenten in der Fabrik werden zur ›Smart Factory‹ vernetzt. Intelligente Werkzeuge liefern dazu auch Daten aus dem rotierenden System.

Wenn es um Industrie 4.0 geht, denkt man in der Regel zunächst an miteinander vernetzte Maschinen und immer ausgefeiltere Steuerungen, die Daten austauschen. Mapal stellt nun den Umgang mit Werkzeugen und den dazugehörigen Daten und Services in den Mittelpunkt einer intelligenten Fabrik. Beim Werkzeughersteller aus Aalen zieht man ›Digitalisierung‹ dem Begriff ›Industrie 4.0‹ vor.

Mapal geht dabei in zwei Richtungen. Zum einen stehen die Vernetzung der Produktionssysteme und der dazugehörigen digitalen Services im Fokus. Im Einstellraum beispielsweise sind bereits viele Daten vorhanden, die es zu analysieren, weiterzuleiten und zu aktualisieren gilt. Zum anderen geht es darum, die Werkzeuge selbst intelligent zu machen.

In der Vision einer vernetzten Fertigung weiß das Werkzeug selbst, wo es ist, welche Länge es hat, wer es zuletzt benutzt hat. Alle relevanten Informationen sind in das Werkzeug gepackt. Es teilt sich den anderen Bereichen selbstständig mit und tauscht Informationen, die sonst nur aufwendig mit vielen Subsystemen und Schnittstellen zustande kommen und vielfach manuelles Eingreifen erfordern. Nicht nur das Werkzeug, alle beteiligten Systeme sind in dieser Vision der mannlosen Fertigung intelligent und tauschen sich untereinander aus.

»Um dieses Idealbild zu erreichen ist noch viel zu tun«, weiß Dipl.-Ing. Stephan Köstler, Leiter Engineering für die mechatronischen Systeme bei Mapal. Köstler geht immer vom fertigen Werkstück aus, wenn er anhand von Diagrammen die Ebenen der Vernetzung erläutert. Pfeile in den verschiedenen Ketten deuten auf die jeweilige Voraussetzung, die für das jeweils nächste Glied in der Kette gegeben sein muss. Je mehr er erläutert, desto komplexer werden Köstlers Schaubilder. Aus der anfänglich ganz einfachen Abfolge Werkstück-Maschine-Rohmaterial wird ein detaillierter Ablaufplan, der je nach Kontext bei Zulieferer, Konstruktion oder Lastenheft endet. Zwei Punkte sind im Diagramm hervorgehoben: Tools und der Einstellraum mit den zugehörigen Services. Sie bilden für Mapal die digitale Schatzkiste dieses Systems.

  • Bild 1: Fit für Industrie 4.0

    Bild 1: Fit für Industrie 4.0

  • »Eigentlich liefern alle diese Elemente, die wir heute schon haben, Informationen für das Fertigungsumfeld.« Dipl.-Ing. Stephan Köstler, Leiter Engineering für die mechatronischen Systeme bei Mapal, hier am Werkzeugausgabesystem Unibase-M.

    »Eigentlich liefern alle diese Elemente, die wir heute schon haben, Informationen für das Fertigungsumfeld.« Dipl.-Ing. Stephan Köstler, Leiter Engineering für die mechatronischen Systeme bei Mapal, hier am Werkzeugausgabesystem Unibase-M.

  • Mit dem Einstellgerät Uniset-P werden Werkzeuge optimal vermessen und eingestellt. In der vernetzten Fertigung wird die Werkzeugeinstellung eine Drehscheibe für die Ein- und Ausgabe von Daten. Dirigent ist und bleibt dabei der Mensch.

    Mit dem Einstellgerät Uniset-P werden Werkzeuge optimal vermessen und eingestellt. In der vernetzten Fertigung wird die Werkzeugeinstellung eine Drehscheibe für die Ein- und Ausgabe von Daten. Dirigent ist und bleibt dabei der Mensch.

  • 2 Mapals Tooltronic mit aufgesetztem Aussteuerwerkzeug CAT (Contour Actuating Tool). 3 Damit kann auf einem BAZ das Unrunddrehen umgesetzt werden. Dabei erzeugt die gesteuerte, oszillierende Bewegung des Drehwerkzeugs die gewünschte Geometrie, eine bewusst hergestellte Unrundheit.

    2 Mapals Tooltronic mit aufgesetztem Aussteuerwerkzeug CAT (Contour Actuating Tool). 3 Damit kann auf einem BAZ das Unrunddrehen umgesetzt werden. Dabei erzeugt die gesteuerte, oszillierende Bewegung des Drehwerkzeugs die gewünschte Geometrie, eine bewusst hergestellte Unrundheit.

  • Bild 5: Fit für Industrie 4.0

    Bild 5: Fit für Industrie 4.0

  • 4 Anwendungsbeispiel: Elliptische Kontur mit Trompetenform, hier als Messergebnis in 2D und 3D dargestellt. 5 Auch komplexere Formen wie die Spirale werden durch kontinuierliches Nachfahren der Schneide möglich.

    4 Anwendungsbeispiel: Elliptische Kontur mit Trompetenform, hier als Messergebnis in 2D und 3D dargestellt. 5 Auch komplexere Formen wie die Spirale werden durch kontinuierliches Nachfahren der Schneide möglich.

  • Bild 7: Fit für Industrie 4.0

    Bild 7: Fit für Industrie 4.0

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Unternehmensinformation

MAPAL Dr. Kress KG Präzisionswerkzeuge

Obere Bahnstraße 13
DE 73430 Aalen
Tel.: 07361-585-0
Fax: 07361-585-1029

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