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maschine+werkzeug 01/2018

E-Mobile aufgebohrt

TITELSTORY

MAPAL - Als Zulieferer von Werkzeugen für die Automobilindustrie hat Mapal alternative Antriebskonzepte früh in seine strategische Ausrichtung einfließen lassen und seine Kompetenz bei der Bearbeitung des konventionellen Antriebsstrangs auf Bauteile in elektrisch angetriebenen Fahrzeugen übertragen.


Getriebekonzepte bei E-Mobilen

Rein elektrisch betriebene Fahrzeuge kommen theoretisch völlig ohne Getriebe aus. Um allerdings unterschiedliche Drehzahlkonzepte realisieren zu können, werden in vollelektrifizierten Fahrzeugen vorrangig zweistufige Getriebe eingesetzt. Diese ermöglichen sowohl ein hohes Anfahrmoment zur Beschleunigung als auch erhöhte Spitzengeschwindigkeiten. Das Getriebe wird in diesen Fällen zusammen mit der E-Maschine im genannten Zentralgehäuse verbaut.

Für die Komplettbearbeitung des Zentralgehäuses, das aus Aluminium gefertigt wird, bietet Mapal den kompletten Prozess inklusive aller Werkzeuge. Alleinstellungsmerkmal des Werkzeugherstellers ist dabei vor allem die Feinbearbeitung tiefer Bohrungen mit großem Durchmesser. Wie für die Hauptbohrung des Hybridgetriebes setzt das Unternehmen in diesem Fall bei der Hauptbohrung auf die gewichtsarmen und trotzdem überaus stabilen Werkzeuge in ›Schweißkonstruktion‹, die bestens geeignet sind, um die meist dünnwandigen und labilen Zentralgehäuse zu bearbeiten. Trotz langer Auskraglängen funktionieren sie hochgenau.

Bei den Spezialwerkzeugen dient eine Rohrkonstruktion als Grundkörper. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Bohrstange wiegen die Werkzeuge nur die Hälfte. Die Träger der Schneiden und der Führungsleisten sind angeschweißt und stützen sich durch Verbindungsstege gegenseitig ab. Das minimiert die Gefahr des Ratterns. Zudem ist die Abstützung bei Schnittunterbrechungen gewährleistet. Das Biegewiderstandsmoment ist durch die Rohrkonstruktion und die Stabilisierungsrippen sehr gut. Um die auf das Bauteil wirkenden Schnittkräfte dabei möglichst gering zu halten, legt Mapal den Bearbeitungsprozess sowie die Werkzeuge je nach Aufmaßsituation, Maschine und Aufspannung individuell aus.

  • Ein Feinbohrwerkzeug bearbeitet die Hauptbohrung des Zentralgehäuses auf wenige Mikrometer genau. Bild: Mapal

    Ein Feinbohrwerkzeug bearbeitet die Hauptbohrung des Zentralgehäuses auf wenige Mikrometer genau. Bild: Mapal

  • Für die komplette Vor- und Fertigbearbeitung setzt Mapal auf sogenannte ›Schweißkonstruktionen‹. Bild: Mapal

    Für die komplette Vor- und Fertigbearbeitung setzt Mapal auf sogenannte ›Schweißkonstruktionen‹. Bild: Mapal

  • Die Bearbeitung der Turbinenradkontur erfolgt mit der elektronischen Antriebseinheit Tooltronic. Dadurch lassen sich die engen Toleranzvorgaben auch in der Großserie einhalten. Zudem wird eine Drehmaschine eingespart und die Bearbeitung kann auf einem Bearbeitungszentrum umgesetzt werden. Bild: Mapal

    Die Bearbeitung der Turbinenradkontur erfolgt mit der elektronischen Antriebseinheit Tooltronic. Dadurch lassen sich die engen Toleranzvorgaben auch in der Großserie einhalten. Zudem wird eine Drehmaschine eingespart und die Bearbeitung kann auf einem Bearbeitungszentrum umgesetzt werden. Bild: Mapal

  • Die Schaufelgeometrien der Impeller werden in einem dreistufigen Prozess – Schruppen, Semi-Finish und Finish – aus dem Vollen gefräst. Mapal bietet die entsprechenden Werkzeuge sowohl für Ausführungen aus Titan als auch für Varianten aus hochfestem, geschmiedetem Aluminium an. Bild: Mapal

    Die Schaufelgeometrien der Impeller werden in einem dreistufigen Prozess – Schruppen, Semi-Finish und Finish – aus dem Vollen gefräst. Mapal bietet die entsprechenden Werkzeuge sowohl für Ausführungen aus Titan als auch für Varianten aus hochfestem, geschmiedetem Aluminium an. Bild: Mapal

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Unternehmensinformation

MAPAL Dr. Kress KG Präzisionswerkzeuge

Obere Bahnstraße 13
DE 73430 Aalen
Tel.: 07361-585-0
Fax: 07361-585-1029

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