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maschine+werkzeug 01/2018

E-Mobile aufgebohrt

TITELSTORY

MAPAL - Als Zulieferer von Werkzeugen für die Automobilindustrie hat Mapal alternative Antriebskonzepte früh in seine strategische Ausrichtung einfließen lassen und seine Kompetenz bei der Bearbeitung des konventionellen Antriebsstrangs auf Bauteile in elektrisch angetriebenen Fahrzeugen übertragen.

Die E-Mobilität wird die Wertschöpfungskette der auf die Automobilbranche ausgerichteten Zulieferindustrie weitreichend beeinflussen. »Ein tief greifender Technologiewechsel steht an«, bringt es Dr. Jochen Kress, geschäftsführender Gesellschafter von Mapal, auf den Punkt. Nicht zuletzt die Zerspaner stehen dadurch drastischen Veränderungen gegenüber. Doch diese Entwicklung kommt weder überraschend noch von heute auf morgen. »Aktuell nehmen die Fahrzeuge mit Hybridsystemen und damit die spanenden Bearbeitungen deutlich zu; hier ist der Höhepunkt noch längst nicht erreicht. Allerdings müssen wir damit rechnen, dass die Zerspanungsaufgaben im Automobilbereich langfristig abnehmen werden.«

Wandel als Chance sehen

So bereiten sich große Automobilhersteller und -zulieferer vermehrt darauf vor, dass bereits zwischen 2025 und 2030 zwischen 25 und 30 Prozent aller Fahrzeuge rein elektrisch angetrieben werden. »Wir haben uns intensiv auf dieses mögliche Szenario vorbereitet«, betont Dr. Jochen Kress, »denn wir sehen den Wandel als Chance.« Wertschöpfungsanteile entlang des gesamten Fertigungsprozesses werden neu verteilt, da gänzlich neue Bauteile erforderlich sein werden. »Wir haben unser über Jahrzehnte gesammeltes Know-how hinsichtlich Bearbeitungen und Services auf die neuen Anforderungen und Komponenten übertragen und entsprechende Konzepte entwickelt, die bereits erfolgreich im Einsatz sind«, erläutert Dr.Jochen Kress das Vorgehen von Mapal.

Viele dieser zusätzlichen Komponenten, wie die Leistungselektronik, Batteriesysteme oder die elektrische Maschine, sind heute schon in Fahrzeugen mit konventionellem Antrieb für verschiedene Funktionen, wie das Start-Stopp-System mit Bremsenergierückgewinnung, sowie in Hybridfahrzeugen zu finden. Darüber hinaus wird auch der klassische Verbrennungsmotor kontinuierlich weiterentwickelt und hinsichtlich CO2-Ausstoß und Effizienz optimiert. »Aktuell stehen für uns also drei unterschiedliche Konzepte im Fokus: die optimierten oder neuen Bauteile des klassischen Antriebs mit Verbrennungsmotor, die speziellen Komponenten für Hybridsysteme sowie die Bearbeitungen der Bauteile von vollelektrifizierten Fahrzeugen«, fasst Dr. Jochen Kress den Stand der Dinge zusammen.

  • Ein Feinbohrwerkzeug bearbeitet die Hauptbohrung des Zentralgehäuses auf wenige Mikrometer genau. Bild: Mapal

    Ein Feinbohrwerkzeug bearbeitet die Hauptbohrung des Zentralgehäuses auf wenige Mikrometer genau. Bild: Mapal

  • Für die komplette Vor- und Fertigbearbeitung setzt Mapal auf sogenannte ›Schweißkonstruktionen‹. Bild: Mapal

    Für die komplette Vor- und Fertigbearbeitung setzt Mapal auf sogenannte ›Schweißkonstruktionen‹. Bild: Mapal

  • Die Bearbeitung der Turbinenradkontur erfolgt mit der elektronischen Antriebseinheit Tooltronic. Dadurch lassen sich die engen Toleranzvorgaben auch in der Großserie einhalten. Zudem wird eine Drehmaschine eingespart und die Bearbeitung kann auf einem Bearbeitungszentrum umgesetzt werden. Bild: Mapal

    Die Bearbeitung der Turbinenradkontur erfolgt mit der elektronischen Antriebseinheit Tooltronic. Dadurch lassen sich die engen Toleranzvorgaben auch in der Großserie einhalten. Zudem wird eine Drehmaschine eingespart und die Bearbeitung kann auf einem Bearbeitungszentrum umgesetzt werden. Bild: Mapal

  • Die Schaufelgeometrien der Impeller werden in einem dreistufigen Prozess – Schruppen, Semi-Finish und Finish – aus dem Vollen gefräst. Mapal bietet die entsprechenden Werkzeuge sowohl für Ausführungen aus Titan als auch für Varianten aus hochfestem, geschmiedetem Aluminium an. Bild: Mapal

    Die Schaufelgeometrien der Impeller werden in einem dreistufigen Prozess – Schruppen, Semi-Finish und Finish – aus dem Vollen gefräst. Mapal bietet die entsprechenden Werkzeuge sowohl für Ausführungen aus Titan als auch für Varianten aus hochfestem, geschmiedetem Aluminium an. Bild: Mapal

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Unternehmensinformation

MAPAL Dr. Kress KG Präzisionswerkzeuge

Obere Bahnstraße 13
DE 73430 Aalen
Tel.: 07361-585-0
Fax: 07361-585-1029

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