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maschine+werkzeug 01/2020

Österreichische Verbundenheit

Drehen/Fräsen

Boehlerit sieht sich als österreichischer Hersteller von Hartmetallwerkzeugen dem heimischen Markt verpflichtet und hat den Lohnfertiger Nonius mit Werkzeuglösungen zum Drehen und Fräsen überzeugt.

Spezialist in Sachen Zerspanung: Nonius ist ein vielseitiger Zulieferer mit breitem Anwendungs-Know-how. Verarbeitet wird eine breite Palette an Werkstoffen, wie Aluminium, Bronze, Messing, Titan, Grauguss, verschiedene Stähle oder auch Kunststoffe. Bild: www.martingold.at

Das Unternehmen Nonius beliefert den oberösterreichischen Maschinenbauer mit Dreh- und Frästeilen höchster Qualität. Walter Brditschka, Geschäftsführer Nonius in Neuhofen an der Krems, erklärt den Firmennamen so: »Der Nonius begleitet einen Techniker sein ganzes Leben! Und ein Werkzeugmacher hat schon am ersten Tag der Lehrzeit die Schiebelehre in der Hand. Der Bezug zur Genauigkeit war der Grund, meinem Unternehmen diesen Namen zu geben«, berichtet Walter Brditschka.

Die Gründung der Firma Nonius jährte sich 2019 bereits zum 20. Mal: 1999 startete der gelernte Werkzeugmacher gemeinsam mit einem Partner in Neuhofen an der Krems (Oberösterreich) mit einem Lohnfertigungsbetrieb. Seine Produkte waren von Beginn an gefragt. Schnell wuchs das Unternehmen auf einen Mitarbeiterhöchststand von 16 an.

Werkzeuge, die halten, was sie versprechen: Mit dem neuen Fräsprogramm hat Boehlerit zahlreiche begeisterte Neukunden gewonnen. Bild: www.martingold.at

»Dann gab es allerdings eine Phase des Gesundschrumpfens – glücklicherweise«, sagt Brditschka aus heutiger, persönlicher Sicht. Der Techniker, früher lange erfolgreich im Ausland und im Außendienst aktiv, musste schon vor seiner selbstständigen Karriere feststellen, dass ihm die manuelle Arbeit fehlte. Deshalb hielt er sich oft in der Tischlerwerkstätte seines Bruders auf, um sich in der Zeit zwischen ausgedehnten beruflichen Reisen handwerklich betätigen zu können.

Liebe zum Beruf

»Es war die Liebe zum Beruf, die zur Gründung meines eigenen Unternehmens führte, doch stand ich zehn Jahre später und mit 16 Mitarbeitern wieder vor derselben Situation«, so Brditschka. Der Betrieb hatte eine Größe erreicht, die es kaum noch zuließ, dass der Firmenchef selbst einmal die Hebel seiner Maschinen bediente. »Fast ausschließlich im Büro zu arbeiten und nur noch als Trouble Shooter in die Werkstätte zu kommen, genügte mir nicht«, so der erfahrene Praktiker.

»Dazu kam«, gibt Brditschka offen zu, »dass damals in der Fertigung auch nicht alles so rund lief, wie ich es mir wünschte.« Es mag gewagt klingen, doch für Nonius war die Wirtschaftskrise 2008/2009 vielleicht sogar ein Glücksfall. Das Ergebnis: ein Gesundschrumpfen auf acht Mitarbeiter und ein heute – wie man deutlich spürt – zufriedener Firmenchef, der auch die Möglichkeit hat, wieder selbst an der Werkzeugmaschine zu arbeiten – mit einem erfolgreichen, anerkannten Unternehmen.

Verlässlichkeit

»Einer der Wege zu unserem Erfolg ist, dass wir keine Großserien, sondern nur kleine Stückzahlen fertigen«, berichtet der Firmengründer. »Und das bis herab zu Einzelanfertigungen und Prototypen in Losgröße 1.« Mit dieser Vorgabe – eher kleine Losgrößen anspruchsvoller Werkstücke – am Markt zu reüssieren, ist jedoch nur dann möglich, wenn die Qualität passt.

Um dies zu erreichen, setzt Nonius auf mehrere Faktoren, etwa den Park ausgewählter, höchst präziser Maschinen oder – ein Punkt, den Brditschka besonders hervorhebt – seine Mitarbeiter: Diese müssen, ebenso wie er selbst, »echte« Techniker, also Facharbeiter, sein. Denn: »Ich kann mir keine Hilfsarbeiter an meinen Maschinen leisten, ohne Gefahr zu laufen, qualitative Risiken einzugehen.«
Getragen von ihrem Können, ihrem Zusammenhalt und der gegenseitigen Rücksichtnahme ist so eine »Nonius-Familie« entstanden, wie der Firmenchef erzählt. Eine Strategie, die sich offenbar auszahlt, denn viele Kunden sind den Neuhofnern seit 1999 treu. Apropos Kunden: Diese finden sich zu 99 Prozent im oberösterreichischen Zentralraum. So sieht sich der Betrieb als regionalen Anbieter.

»Und mehr wollen wir eigentlich nicht«, so Brditschka. Dafür sieht er in kleinen Unternehmen, wie dem seinen, zahlreiche Vorteile für den Kunden, etwa die persönliche Betreuung, die hohe Flexibilität und die Verlässlichkeit, die auch einmal dazu führt, dass ein Mitarbeiter oder gar der Chef selbst am Wochenende einspringt und an der Maschine steht, wenn es die Situation erfordert und ein Kunde einmal dringend Unterstützung benötigt. In der Kundenliste finden sich übrigens Global Player des Maschinenbaus ebenso wie kleine Schlossereibetriebe.


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Unternehmensinformation

Boehlerit GmbH & Co. KG

Werk VI-Straße
AT 8605 KAPFENBERG
Tel.: 00433862-300-0
Fax: -560

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