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maschine+werkzeug 09/2010

Drehend zum Urknall

Technik

Drehen - Auch in der Teilchenphysik werden zerspante Drehteile etwa aus Aluminium benötigt. Das europäische Forschungszentrum für Teilchenphysik Cern in Genf investierte deshalb in die Universaldrehmaschine CTX 510 eco.

Es ist das vielleicht letzte große Rätsel der Physik. Was passierte im Moment des Urknalls, in der Sekunde null des Big Bangs, dessen Auswirkungen wir heute am eigenen Leib auf dem einzig blauen Planeten des Universums im wahrsten Sinne des Wortes selbst ›erleben‹ dürfen? Aufschluss darüber soll bald schon ein Forschungsprojekt am Cern in Genf geben, an dem rund 10000 Wissenschaftler aus aller Welt beteiligt sind und in das rund drei Milliarden Euro an europäischen Fördermitteln fließen. Entsprechend interessant war es, einen Blick hinter die Kulissen dieser Institution zu werfen. Dabei war weniger das Projekt selbst mit seinem 27Kilometer langen Rundtunnel und dem leistungsfähigsten Teilchenbeschleuniger der Welt von Interesse, der Fokus lag auf dem Engineering-Department des Forschungsinstitutes, in dem jüngst eine CTX 510 eco der DMG Ecoline GmbH installiert worden ist.

Mal abgesehen von einem schicken Neubau, der es sogar in die Kinoversion des Romans Illuminati von Dan Brown geschafft hat, dominiert auf dem riesigen Cern-Areal in Genf schlichte Zweckmäßigkeit. Kaum vorstellbar, dass hinter solch unscheinbaren Fassaden eine der weltweit größten und modernsten physikalischen Forschungseinrichtungen ihre Basis hat. Doch offenbar ist alles und jeder der rund 7000 Mitarbeiter am Cern nur dem einen Ziel verpflichtet, die Antwort zu finden auf die Frage, was genau in der Sekunde null unseres Universums passiert ist.

Der Eindruck verstärkt sich noch beim Blick in das Gebäude des MME-Departments (Mechanical & Materials Engineering) des Cern. Hier dominiert nicht etwa Hightech das Bild, sondern eine Vielzahl älterer Maschinen. Mehr als 70 sind es, wie Alain Stalder erläutert, der als Leiter der spanenden Fertigung den augenscheinlichen Pragmatismus bestätigt: »Der größte Teil der finanziellen Mittel fließt direkt in den Erfolg der Cern-Experimente. Entsprechend müssen wir jeden Euro mindestens zweimal umdrehen. Da bleibt selten Spielraum für Investitionen in neueste Maschinentechnologie im Bereich der Zerspanung.« Aber Stalder will nicht klagen. »Im Prinzip haben wir dennoch alles, was wir brauchen. Und was an Hightech fehlen mag, gleichen wir in unserem Team von insgesamt 20 Mitarbeitern durch individuelle Fähigkeiten in der Zerspanung mehr als aus.«

  • Der große Detektor ›Atlas‹.

    Der große Detektor ›Atlas‹.

  • Teilchenkollisionen am Cern.

    Teilchenkollisionen am Cern.

  • Die CTX 510 eco eignet sich für schwere Bearbeitungen.

    Die CTX 510 eco eignet sich für schwere Bearbeitungen.

  • Mit der CTX 510 eco am Cern in Genf leisten die Mitarbeiter inzwischen Überdurchschnittliches.

    Mit der CTX 510 eco am Cern in Genf leisten die Mitarbeiter inzwischen Überdurchschnittliches.

  • Auf der DMG-Maschine werden Kernkomponenten und Know-how-Bauteile gefertigt.

    Auf der DMG-Maschine werden Kernkomponenten und Know-how-Bauteile gefertigt.

  • Das Kupplungsbauteil aus Aluminium hat eine Wand-dicke von lediglich 0,3mm und wurde aus dem Vollen gearbeitet.

    Das Kupplungsbauteil aus Aluminium hat eine Wand-dicke von lediglich 0,3mm und wurde aus dem Vollen gearbeitet.

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