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maschine+werkzeug 06/2016

Die Ökobilanz verbessern

EXTRA Automotive

Aufrauen - Beim mechanischen Bearbeiten der Oberflächen mit einem Aufrauwerkzeug können Kurbelgehäuse auf dem Bearbeitungszentrum verbleiben, auf dem zuvor bereits die Zylinder gebohrt wurden.

Einschneider spart Zeit

Ein Werkzeug mit nur einem Schneideinsatz hat in den Augen des Kurbelgehäuse-Experten einen großen Vorteil: »Die Einstellung ist wesentlich einfacher als bei einem Zwei-, Drei- oder gar Vierschneider. Wir müssen nur einmal den Durchmesser justieren, alles andere macht der Schneideinsatz.

Dieses sehr einfache Handling spart uns zum einen Zeit, ist aber auch zugleich ein Garant für einen sicheren Prozess.« Die einzelnen PKD-Zähne sind demzufolge verschieden hoch und haben unterschiedliche Schrägstellungen. So ausgelegt, schneiden sie das Profil in Stufen. Wichtig: Ein Schneideinsatz bildet das gesamte Profil ab, vergleichbar mit dem Anschnittteil eines Gewindebohrers.

Mehrschneidige Lösung

Bei mehrschneidigen Lösungen verteilt sich das Profil auf die verschiedenen Schneideinsätze. Diese sind nicht nur radial, sondern ebenso axial exakt aufeinander einzustellen. Angesichts der feinen Profilkontur keine einfache Aufgabe. Fehlt es hier an Präzision, besteht die Gefahr, das Profil zu verschneiden.

In so einem Fall geht die Funktion schnell verloren, die Beschichtung könnte sich im Betrieb ablösen. Ein GAU für die Fertigungsverantwortlichen. Denn die betreffenden Kurbelgehäuse sind als Ausschuss auszusortieren, und das, nachdem schon viele kostenintensive Prozesse vorausgegangen sind.

Die Fertigung der filigranen Schneideinsätze ist anspruchsvoll. Die Basis bildet ein Hartmetallkörper, auf den ein PKD-Plättchen aufgelötet wird. Die Zähne entstehen durch Erodieren mit feinsten Drahtelektroden. Der Prozess verlangt einiges an Fingerspitzengefühl und Erfahrung, betont der Component Manager. Der dünne Draht ist eine Herausforderung: einerseits wirkt eine Abdrängkraft auf ihn, die zu berücksichtigen ist, andererseits begrenzt sein Durchmesser die herstellbaren Konturen. Die Qualitätssicherung erfolgt mittels eines modernen Messmikroskops, das die Soll- und Ist-Kontur vergleicht.

  • Die Walter AG verwendet für die Zylindervorbearbeitung ein Aufrauwerkzeug mit einem Schneideinsatz. Der Einstellaufwand verringert sich damit ganz erheblich.

    Die Walter AG verwendet für die Zylindervorbearbeitung ein Aufrauwerkzeug mit einem Schneideinsatz. Der Einstellaufwand verringert sich damit ganz erheblich.

  • Nach der Bearbeitung mit dem Aufrauwerkzeug ist die Zylinderbohrung mit einem Schwalbenschwanzprofil überzogen. Die ideale Basis, um die Oberfläche zu beschichten.

    Nach der Bearbeitung mit dem Aufrauwerkzeug ist die Zylinderbohrung mit einem Schwalbenschwanzprofil überzogen. Die ideale Basis, um die Oberfläche zu beschichten.

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Unternehmensinformation

Walter AG

Derendinger Straße 53
DE 72072 Tübingen
Tel.: 07071-701-0
Fax: -212

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