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18.09.2018

Ceratizit erfindet das Drehen neu

Mit High Dynamic Turning, kurz HDT, will Ceratizit die konventionelle Art des Drehens komplett auf den Kopf stellen. Durch die neue Drehtechnologie in Kombination mit den Freeturn Drehwerkzeugen des Anbieters sei es künftig möglich, alle bekannten Drehoperationen wie Schruppen, Schlichten, Konturdrehen, Plan- und Längsdrehen mit nur einem Werkzeug durchzuführen. Erstmals zu sehen auf der AMB.

Mit den dynamischen Freeturn Drehwerkzeugen ist es künftig möglich, alle bekannten Drehoperationen wie Schruppen, Schlichten, Konturdrehen, Plan- und Längsdrehen mit nur einem Werkzeug durchzuführen. Bild: Ceratizit

Seit 100 Jahren wurden neue Schneidstoffe, neue Spanleitstufen und teilweise neue Werkzeugsysteme erfunden, um die Drehbearbeitung zu optimieren. Doch im Grunde ist der eigentliche Drehprozess unverändert geblieben. Noch bis heute wird mit einer Wendeschneidplatte in einem festen Anstellwinkel zum Werkstück, eine Kontur erzeugt. Das hat sich selbst durch die Zunahme von ansteuerbaren Achsen in den modernen Dreh-Fräszentren nicht verändert, die vor allem einen Zweck erfüllen sollen: ein Bauteil innerhalb der Maschine möglichst komplett herzustellen. Die Systematik dieser Dreh-Fräszentren hat sich Ceratizit zunutze gemacht und das High Dynamic Turning entwickelt. Die simple Idee hinter HDT: Das Werkzeug einfach ganz anders als beim konventionellen Drehen in der Maschine anbringen und anstellen.

Nutzung der Frässpindel für 360° Freiheitsgrad

Anstatt der klassischen, statischen Anstellung der Wendeplatte durch den Klemmhalter, wird nun die Frässpindel genutzt, um den entsprechenden Winkel zum Werkstück zu erzeugen. Durch die Nutzung des Spindelantriebs erzeugt sich in Verbindung mit dem schlanken, axialen Werkzeugaufbau der Freeturn Werkzeuge by Ceratizit ein Freiheitsgrad von 360° ohne Kollisionsgefahr und legt somit eine noch nie dagewesene Flexibilität frei. Denn durch die Rotation um die eigene Werkzeugachse kann der Schneidkantenwechsel ohne Unterbrechung der Bearbeitung erfolgen. Auch der Anstellwinkel ist jederzeit frei variierbar und lässt sich sogar während der Bearbeitung verändern. Das ermöglicht nicht nur eine flexible Bearbeitung nahezu jeder Werkstückkontur, sondern einen optimalen Spanbruch, höhere Vorschübe und eine Erhöhung der Werkzeugstandzeit. Abhängig von den Maschinenmöglichkeiten kann die Technologie in allen Ebenen funktional eingesetzt werden. Weit verbreitet ist durch Einbezug der Frässpindel an Dreh-Fräszentren die Anstellung über die Y/Z Ebene. Dadurch ergeben sich weitere Möglichkeiten, die so bisher unerreichbar schienen. Zum Beispiel ist die Bearbeitung von oben und unten möglich. Je nach Maschinenraum- und Werkstückgröße kann diese Freiheit ein wichtiges Kriterium sein.


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Unternehmensinformation

CERATIZIT S.A.

Route de Holzem 101
LU 8232 Mamer
Tel.: 00352-312085-432
Fax: 406

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