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14.08.2019

Bleifreie Messing- und Kupferwerkstoffe zerspanen

Mit speziellen Sonderwerkzeugen, beschichtet mit Balinit Hard Carbon von Oerlikon Balzers, lassen sich hohe Werkzeugkosten beim Zerspanen von bleifreiem Messing oder Kupfer vermeiden.

Noch ist die Zerspanung bleifreier NE-Metalle ein Nischenmarkt. Geschaffen wurde er unter anderem durch die EU-Trinkwasser-Richtlinie 98/83-EG, die den Bleianteil im Trinkwasser aus ökologischen Gründen ab 2013 auf zehn Mikrogramm pro Liter limitiert. Zudem beschränken RoHS- oder vergleichbare Richtlinien in vielen Ländern weltweit den Einsatz von Blei in Elektronikgeräten oder -Bauteilen. Brisanz gewinnt jedoch künftig die ELV-Richtlinie 2000/53/EG über Altfahrzeuge: Sie schafft nur noch bis Juli 2021 eine Ausnahme für Kupferlegierungen, die maximal vier Prozent Blei enthalten dürfen.

  • Immer mehr Hersteller müssen sich einer diffizilen Herausforderung stellen: der Zerspanung bleifreier Messing- und Kupferwerkstoffe. Dies wird künftig gerade die erfolgsorientierte Automobilindustrie treffen. Vorausschauende Anbieter von Präzisions-Zerspanungswerkzeugen wie Werkö und Beschichtungsexperten wie Oerlikon Balzers haben jedoch gute Nachrichten: Drei- oder vierfache Werkzeugkosten lassen sich vermeiden – mit speziellen Sonderwerkzeugen, beschichtet mit Balinit Hard Carbon. Bild: Marcus Pfau

    Immer mehr Hersteller müssen sich einer diffizilen Herausforderung stellen: der Zerspanung bleifreier Messing- und Kupferwerkstoffe. Dies wird künftig gerade die erfolgsorientierte Automobilindustrie treffen. Vorausschauende Anbieter von Präzisions-Zerspanungswerkzeugen wie Werkö und Beschichtungsexperten wie Oerlikon Balzers haben jedoch gute Nachrichten: Drei- oder vierfache Werkzeugkosten lassen sich vermeiden – mit speziellen Sonderwerkzeugen, beschichtet mit Balinit Hard Carbon. Bild: Marcus Pfau

  • Die neuen Wendeschneidplatten von Werkö kommen mit bleifreien Werkstoffen gut zurecht, wie die kurzen Späne zeigen. Bild: Marcus Pfau

    Die neuen Wendeschneidplatten von Werkö kommen mit bleifreien Werkstoffen gut zurecht, wie die kurzen Späne zeigen. Bild: Marcus Pfau

  • Immer geht es um perfekte Zerspanung: Rico Fritzsche von Oerlikon Balzers und Vicente Madrid von Werkö (von links) mit einem Bohrer. Bild: Marcus Pfau

    Immer geht es um perfekte Zerspanung: Rico Fritzsche von Oerlikon Balzers und Vicente Madrid von Werkö (von links) mit einem Bohrer. Bild: Marcus Pfau

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Sollte die Regelung nicht verlängert werden, müssen Autobauer bald immer öfter bleifreies oder -armes Kupfer zerspanen. Denn mit der Elektromobilität wird der Kupferbedarf von 185.000 Tonnen im Jahr 2017 auf 1,74 Millionen Tonnen im Jahr 2027 steigen, so eine Studie der Marktforscher von IDTechEx im Auftrag der International Copper Association (ICA). Der Grund: E-Fahrzeuge inklusive Hybride brauchen bis zu 3,5-mal mehr Kupfer als Autos mit Verbrennungsmotoren. Auch E-Ladesäulen benötigen Kupfer für Kontakte und Anschlüsse.

Ob Kupfer oder Messing, deren Verarbeiter sollten sich frühzeitig wappnen: „Die Umstellung auf bleifreies Messing führte bei einem unserer Sanitärkunden zu vervierfachten Werkzeugkosten, langen Taktzeiten, Werkzeugbrüchen und viel Ausschuss“, verdeutlicht Vicente Madrid, Produktmanager und Teamleiter Direktvertrieb bei Werkö im thüringischen Königsee. Die Ursachen: Zum einen fehlt im Messing nun das Blei, das vorher die Zerspanung und den Spanbruch erheblich erleichterte. Zum anderen erhöhen manche bleifreien Werkstoff-Substitute den Werkzeugverschleiß durch Materialaufschmierungen, erzeugen lange Wickelspäne und verhindern so einen sicheren Prozess. „Die Zerspanung ändert sich komplett“, so Vicente Madrid.


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Unternehmensinformation

OC Oerlikon Balzers AG Beschichtungszentrum

Iramali 18
LI 9496 Balzers
Tel.: 00423 388-5701
Fax: -5434

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