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maschine+werkzeug 10/2014

Bindefester Schleifbelag

Technik - Werkzeuge

Schleifen - Tyrolit erweitert mit einer neuen Generation keramisch gebundener Schleifscheiben mit CBN-Schleifkörnern den Anwendungsbereich der Genis-Schleifwerkzeuge.

Nockenwellen, Kurbelwellen, Getriebewellen und Teile von Einspritzsystemen werden oftmals mit keramisch gebundenen Schleifscheiben und CBN-Schleifkörnern bearbeitet. Mit guten Abtragsleistungen und langen Standzeiten haben sich die Genis-Schleifscheiben von Tyrolit in der Fertigung vieler Komponenten der Automobilindustrie und der Antriebstechnik bewährt.

Die Trägerkörper der Genis-Schleifwerkzeuge können wahlweise aus Stahl, Aluminium oder Kohlefaser gewählt werden. Daraus ausgibt sich für diese Schleifscheiben ein breites Anwendungsspektrum. Dabei kommen verschiedene CBN-Kornarten und Korngrößen zum Einsatz, die in einen ringförmigen oder in Segmente aufgeteilten Schleifbelag eingebettet sind.

Weitere Einsatzfelder

Aufbauend auf dem anhaltenden Erfolg der Baureihe Genis waren die Entwickler bei Tyrolit bestrebt, den Einsatzbereich dieser Schleifscheiben zu erweitern und die Leistungsgrenzen nach oben zu schieben. Gunter Steckel, Produktentwicklung keramische Schleifmittel bei Tyrolit, erläutert: »Ziel der Entwicklung war es, mit möglichst geringen Bindungsmengen gute mechanische Eigenschaften zu erreichen. Auch die Fertigungsstabilität mit engen Toleranzgrenzen und sehr guter Reproduzierbarkeit stand im Vordergrund. Die ideale Vorstellung einer Schleifscheibe wäre, dass sie ausschließlich aus Schleifkorn besteht.« Um dem Ideal nahe zu kommen habe Tyrolit versucht, mit möglichst wenig zusätzlichen Stoffen wie Binder und Füller auszukommen.

Das Ergebnis ist ein keramisches Bindungssystem: Genis 2. »Bei diesem wurde mit extrem geringen Bindungsmengen die Bindefestigkeit im Vergleich zu der bereits am Markt bestehenden Genis um 25 Prozent erhöht. Ein deutlich reduziertes Schrumpfverhalten nach dem keramischen Brand versetzt uns in die Lage, unterschiedlichste Belagsspezifikationen sehr gut reproduzierbar herzustellen«, erklärt Steckel.

Die Genis 2 benötigt deutlich weniger Binder als vergleichbare Schleifscheiben auf dem Markt. Das ergibt mehr Spielraum für unterschiedliche Spezifikationen der Schleifbeläge, was beispielsweise für eine höhere Korndichte genutzt werden kann. Die Tyrolit-Anwendungstechniker können nun viel mehr auf kundenspezifische Anforderungen eingehen, indem die Mischungen und Belagdichte der CBN-Körnungen variiert und die Schleifwerkzeuge optimal an die jeweilige Bearbeitungsaufgabe angepasst werden.

Der neu gewonnene Spielraum kann andererseits aber auch für mehr Porosität genützt werden – zum Beispiel als zusätzlicher Spanraum für den Materialabtrag oder für eine bessere Zufuhr von Kühlmittel für einen kühlen Schliff. Beides hat positive Auswirkungen auf den Schleifzyklus.

Versuche haben gezeigt, dass durch die enorme Bindekraft die CBN-Körner bei hohen Schleifkräften nicht vollständig aus der Bindematrix ausbrechen, sondern mehr Kornbruch generiert wird. Dadurch entstehen dann neue Schneiden an dem in der Bindung verbliebenen CBN. So bleibt die Schleifscheibe während des Prozesses sehr schnittig und es können mehr Zyklen bis zum nächsten Abrichten gefahren werden – und dies mit höheren Schneidleistungen als bislang üblich. Die sehr gute Schnittigkeit der Genis-2-Schleifscheiben von Tyrolit führt aber nicht nur zu besseren Schneidleistungen und kürzeren Bearbeitungszeiten. Auch die Oberflächenqualität der Werkstücke zeigt sich deutlich verbessert.

  • Optimale Kornbenetzung, führt zu CBN-Kornbruch.

    Optimale Kornbenetzung, führt zu CBN-Kornbruch.

  • Nockenwellenschleifen mit Tyrolits Genis 2.

    Nockenwellenschleifen mit Tyrolits Genis 2.

  • Genis-2-Schleifscheibe.

    Genis-2-Schleifscheibe.

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Unternehmensinformation

TYROLIT Schleifmittelwerke Swarovski KG

Swarovskistr. 33
AT 6130 SCHWAZ
Tel.: 00435242-606-0
Fax: 00435848-63597

Internet:www.tyrolit.de



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