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maschine+werkzeug 03/2019

Extraschicht für harte Werkstoffe

Beschichtungen

Wendeschneidplatten zerspanen alle erdenklichen Werkstücke: ob tonnenschwere Zahnräder für die Windkraft oder Turbinenschaufeln für Flugzeugtriebwerke. Die glatten, harten und zähen HiPIMS-Beschichtungen von Cemecon sind der Schlüssel zu hoher Leistungsfähigkeit.


Extra dicke Schicht

Die Familie der HiPIMS-Schichtwerkstoffe hat bisher drei leistungsstarke Vertreter: Für Hochleistungsanwendungen in unlegierten, legierten und Schnellarbeitsstählen ist Ferrocon erste Wahl. Inoxacon eignet sich besonders für die Bearbeitung von rostfreien, hochlegierten Stählen und Titan. Für Turbinenschaufeln in Flugzeugtriebwerken werden neben hochwarmfesten Stählen, Titan- und Nickelbasislegierungen wegen des geringen Gewichts unter anderem auch Titanaluminide eingesetzt, die für die Leistungsfähigkeit des Triebwerks mit hoher Präzision und Maßhaltigkeit in die komplexe Form gebracht werden müssen. »Dank seiner geringen Affinität zu Aluminium und anderen NE-Metallen bietet Alucon beste Voraussetzungen für die Bearbeitung solcher Hightech-Materialien. Der Schichtwerkstoff verhindert Kaltaufschweißungen und sorgt für einen optimalen Späneabtransport«, ergänzt Inka Harrand.

Bei herkömmlichen Beschichtungsverfahren ist die Schichtdicke aufgrund übermäßiger Eigenspannungen auf lediglich drei Mikrometer beschränkt. HiPIMS ist hier bahnbrechend: Mit acht Mikrometern sind die Plus-Varianten von Ferrocon mehr als doppelt so dick. Inka Harrand erklärt: »Dank der hohen Metallionisation der HiPIMS-Technologie werden die dicken Schichten noch dichter, gleichmäßiger und zäher aufgebaut als bisher. Zusätzlich entsteht eine ausgezeichnete Schichthaftung – auch auf komplexen Werkzeuggeometrien. Das bringt noch mehr positive Effekte für die Standzeiten.«

Für den Beschichtungsprozess von Wendeschneidplatten hat Cemecon im Beschichtungszentrum eine eigene Produktionslinie errichtet. Chargen von Wendeschneidplatten und Schaftwerkzeugen werden vollständig getrennt gefahren. »Das ist möglich, weil wir hier in Würselen das größte Beschichtungszentrum weltweit haben«, sagt Inka Harrand mit Blick über die Anlagen. »Wir sind überzeugt, dass diese individuelle Behandlung der Qualität aller Werkzeuge zugutekommt. Unsere Auftraggeber schätzen es sehr, dass wir die Kapazität haben, kleine Wendeplatten« – sie hält die Finger wenige Millimeter auseinander – »und vielfach größere Schaftwerkzeuge getrennt in eigenen Chargen mit angepasster Prozessführung zu beschichten.«

www.cemecon.de


Inhaltsverzeichnis
Unternehmensinformation

CemeCon AG

Adenauerstr. 20 a
DE 52146 Würselen
Tel.: 02405-4470-110
Fax: -199

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