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maschine+werkzeug 01/2012

Baustahl mit Tücken

TITELSTORY

Walter - In der Großteilefertigung sind Werkzeuge mit Ausdauer gefordert. Als der Holzbearbeitungsmaschinen-Hersteller Homag Standzeitprobleme beim Fräsen großer Schweißteile bekam, schwenkte er auf Werkzeuge von Walter um.

Homag fertigt die Grundmaschinen seiner Holzbearbeitungssysteme aus Baustahl ST37. Mit Grundmaschinen bezeichnen die Fertigungsverantwortlichen in Schopfloch bei Freudenstadt die größten Einzelteile, montiert zu Rohgestellen. Dazu gehören vier bis zwölf Meter lange Maschinenständer und -betten, Ausleger, Portale, Kettenführungsschienen und anderes mehr. Die schwersten dieser Einzelteile bringen bis zu sechs Tonnen auf die Waage.

Eigentlich lässt sich ST37 problemlos auf der Fräsmaschine bearbeiten. Die Grundmaschinenteile bei Homag haben allerdings ihre Tücken. Je nach Maschinentyp werden in der Brennschneiderei unterschiedlich viele Durchbrüche in die Teile gebrannt. Diese Öffnungen bringen gleich zwei Schwierigkeiten mit sich: zum einen unterbrochene Schnitte, zum anderen verursacht die Wärmezufuhr beim Brennschneiden unkalkulierbare Aufhärtungen. Das sonst homogene Stahlgefüge wies teilweise stark wechselnde Schnittbedingungen auf. Da es sich um Schweißteile mit entsprechenden Toleranzen handelt, kommen schwankende Aufmaße hinzu. Die Frästiefe kann zwischen Anfang und Ende einer zwölf Meter langen Bahn schon mal um mehrere Millimeter variieren. Manche dünnwandigen Konstruktionen neigen überdies zum Schwingen. Alle diese Nebenumstände – Schnittunterbrechungen, Aufhärtungen, Aufmaßunterschiede, Schwingungen – muss das Werkzeug, zumal das Schruppwerkzeug, bewältigen können.

  • Homag verwendet die Xtra-Tec-Fräser von Walter in Durchmessern von 63 bis 160 mm.

    Homag verwendet die Xtra-Tec-Fräser von Walter in Durchmessern von 63 bis 160 mm.

  • Ein Großteil auf einer Fräsmaschine bei Homag.

    Ein Großteil auf einer Fräsmaschine bei Homag.

  • Zufrieden mit den Ergebnissen (v.l.): Timo Weckerle, Zerspanungsmechaniker, Homag; Joachim Schneider, technische Beratung und Verkauf, Walter Deutschland GmbH; Christian Schrägle, Zerspanungsmechaniker, Homag; Walter Gauß, Teamleiter Fertigungsvorbereitung/CNC-Programmierung, Homag; Harry Pfost, Leiter technischer Einkauf, Homag.

    Zufrieden mit den Ergebnissen (v.l.): Timo Weckerle, Zerspanungsmechaniker, Homag; Joachim Schneider, technische Beratung und Verkauf, Walter Deutschland GmbH; Christian Schrägle, Zerspanungsmechaniker, Homag; Walter Gauß, Teamleiter Fertigungsvorbereitung/CNC-Programmierung, Homag; Harry Pfost, Leiter technischer Einkauf, Homag.

  • Großteile in der Montagehalle beim Aufbau einer Grundmaschine.

    Großteile in der Montagehalle beim Aufbau einer Grundmaschine.

  • Typisch für die Großteile bei Homag: ausgebrannte Durchbrüche – das bedeutet Schnittunterbrechungen und Kantenaufhärtungen.

    Typisch für die Großteile bei Homag: ausgebrannte Durchbrüche – das bedeutet Schnittunterbrechungen und Kantenaufhärtungen.

  • »Die Fräser und die PVD-Tiger-Tec-Wendeplatten in unserer Fertigung einzusetzen, schien uns einen Versuch wert.« Harry Pfost, Leiter technischer Einkauf bei Homag

    »Die Fräser und die PVD-Tiger-Tec-Wendeplatten in unserer Fertigung einzusetzen, schien uns einen Versuch wert.« Harry Pfost, Leiter technischer Einkauf bei Homag

  • Bild 7: Baustahl mit Tücken

    Bild 7: Baustahl mit Tücken

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