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maschine+werkzeug 01-02/2009

Autark vom Pulver an

Paul Horn GmbH hat die Weichen auf Wachstum gestellt

Kaum hat die Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH ihre Produktionsfläche nahezu verdoppelt, blickt Firmenchef Lothar Horn bereits auf das nächste freie Grundstück. Nach der Werkzeugfertigung könnte hier auch für Horns eigene Hartmetallherstellung mehr Platz geschaffen werden.

Formgebung durch Spritzgießen

Für Walter Wiedenhöfer, Leiter der Produktion und Mitglied der Geschäftsleitung bei Horn, ist das Spritzgießen die Königsklasse bei der Hartmetallfertigung – weil mit diesem Verfahren vieles möglich ist. Da sich mit dieser Technologie eine hohe Zahl von Freiheitsgraden realisieren lässt, können komplexe Geometrien mit Hinterschneidungen und Freistichen, beispielsweise bei den Zweischneider-Werkzeugen, relativ einfach hergestellt werden. Voraussetzung sind natürlich hochgenaue Spritzgießwerkzeuge die im eigenen Formenbau hergestellt werden. Neun Spritzgießmaschinen mit automatisiertem Werkstückhandling sind im Einsatz. Bei den für diese Anwendung konzipierten Automatisierungseinrichtungen handelt es sich um eigene Entwicklungen. Die bei der Konstruktion und der Anwendung gewonnenen Erfahrungen kamen bei der Automatisierung im Stammwerk zugute.

Der fertig geformte Hartmetall-Grünling erhält durch Sintern seine endgültige Festigkeit. Die von der Hartmetallqualität abhängige Sintertemperatur der Press- oder Spritzgießteile liegt beim Fertigsintern zwischen 1300 °C und 1500 °C. Das Fertigsintern erfolgt unter Vakuum im Sinter-HIP-Ofen. Dabei reduziert sich das Volumen des Grünlings um etwa 20 bis 25 Prozent und aus dem porösen Grünteil wird ein Hartmetall von hoher Festigkeit und Zähigkeit. Alle den Sintervorgang beeinflussenden Prozessdaten ergeben sich aus der Charakteristik der Grünlinge und sind unter der Chargen-Nummer definiert. Sie werden digital am Ofen angezeigt, qualitätsentscheidende Daten und Parameter aufgezeichnet und für die spätere Endkontrolle archiviert. Da beim Sintern mit hohen Temperaturen und Drücken sowie brennbaren Gasen gearbeitet wird, gelten für die vier Sinter-HIP-Öfen sehr hohe sicherheitstechnische Anforderungen.

  • Aus der Vogelperspektive ist der Neubau an seinen Solarzellen auf dem Dach leicht zu erkennen.

    Aus der Vogelperspektive ist der Neubau an seinen Solarzellen auf dem Dach leicht zu erkennen.

  • Die 3-Schneider-Fertigung ist eine der Abteilungen, die jetzt im Neubau einen neuen Platz fanden.

    Die 3-Schneider-Fertigung ist eine der Abteilungen, die jetzt im Neubau einen neuen Platz fanden.

  • In der modernen Werkshalle konnten die Maschinen materialflussgerecht nach Produktgruppen aufgestellt werden.

    In der modernen Werkshalle konnten die Maschinen materialflussgerecht nach Produktgruppen aufgestellt werden.

  • Im Vorsinterofen werden pro Beschickung bis zu 30 000 Hartmetall-Rohlinge vorgesintert.

    Im Vorsinterofen werden pro Beschickung bis zu 30 000 Hartmetall-Rohlinge vorgesintert.

  • Nach dem Spritzgießen entnimmt ein Greifer den Rohling und legt ihn ab.

    Nach dem Spritzgießen entnimmt ein Greifer den Rohling und legt ihn ab.

  • »Unsere Werkzeugherstellung führt nur dann zu besten Ergebnissen, wenn wir auf die gesamte Prozesskette einwirken können.« Lothar Horn, Geschäftsführer der Paul Horn GmbH

    »Unsere Werkzeugherstellung führt nur dann zu besten Ergebnissen, wenn wir auf die gesamte Prozesskette einwirken können.« Lothar Horn, Geschäftsführer der Paul Horn GmbH

  • Automatisch arbeitende Messmaschinen prüfen jede Hartmetall-Platte auf Maßgenauigkeit.

    Automatisch arbeitende Messmaschinen prüfen jede Hartmetall-Platte auf Maßgenauigkeit.

  • »Spritzgießen ist die Königsklasse.« Walter Wiedenhöfer, Produktionsleiter

    »Spritzgießen ist die Königsklasse.« Walter Wiedenhöfer, Produktionsleiter

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Inhaltsverzeichnis
Unternehmensinformation

Paul Horn GmbH Hartmetall Werkzeugfabrik

Unter dem Holz 33-35
DE 72072 Tübingen
Tel.: 07071-7004-0
Fax: -72893

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