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09.10.2014

Abläufe im Werkzeug- und Formenbau optimieren

Beim „Anwenderforum Werkzeug- und Formenbau“ des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer Ost (VDMA Ost) und des Verbands Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF) haben die Teilnehmer Tipps bekommen, wie sie ihre branchenspezifischen Abläufe oder Produktionszyklen weiter optimieren können.

Einführende Worte von Marco Schülken, Vorsitzender der Fachabteilung Werkzeugbau im VDMA-Fachverband Präzisionswerkzeuge.

Zu einem Anwenderforum Werkzeug- und Formenbau hatten der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer Ost (VDMA Ost) und der Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF) gemeinsam Mitte September in die Stadthalle nach Chemnitz eingeladen. Die mehr als 60 Teilnehmer erwartete ein interessanter Themenmix zu aktuellen Trends, Entwicklungen und Innovationen aus der Branche. Marco Schülken, Vorsitzender der Fachabteilung Werkzeugbau im VDMA-Fachverband Präzisionswerkzeuge, gab einen detaillierten Einblick in die aktuelle konjunkturelle Lage des deutschen Werkzeug- und Formenbaus. Die Branche, die rund 3000 Unternehmen und Betriebsteile umfasst, beschäftigt etwa 30.000 Mitarbeiter. Die Wertschöpfung in der Branche lag im vergangenen Jahr bei zirka vier Milliarden Euro.

„Für 2014 erwarten wir sogar 4,4 Milliarden Euro“, berichtete Schülken. „Import und Export von Werkzeugen halten sich in Deutschland in etwa die Waage.“ Eine Gefahr sieht er durchaus in der aktuellen weltpolitischen Entwicklung: „Man hat manchmal den Eindruck, dass die Politik nicht weiß, was sie mit ihren Entscheidungen anrichtet – und es auch gar nicht wissen will“, konstatierte Schülken. „Viele Werkzeug- und Formenbauer haben sehr gute Geschäftsbeziehungen nach Russland, die Projekte liegen im Moment aber auf Eis – die russischen Unternehmen können sich bei den Banken kein Geld mehr beschaffen. Das gefährdet Arbeitsplätze und ganze Betriebe in unserer Branche. Nur sind wir offenbar zu klein und zu leise, um die Aufmerksamkeit der Politik für diese Herausforderung zu wecken.“

Mit Blick in die Zukunft konnten sich die Anwesenden im Verlauf des Fachforums aus einer Reihe von Vorträgen umfangreiche und praxisnahe Tipps holen, um so branchenspezifische Abläufe oder Produktionszyklen weiter zu optimieren: Gegen den Strom schwimmen und Althergebrachtes neu überdenken, dazu ermunterte Lars Zimmermann vom Internetportal kommunikationsoptimierer.de. Seiner Meinung nach müsse man gerade auch in der Kommunikation mit dem Kunden die Chance nutzen, eine wirklich optimale Lösung zu finden und dessen Beweggründe erforschen. „Wer es lernt, zu verstehen, was seine Kunden im Kern antreibt, kann sich daher einen entscheidenden Vorsprung in der Interaktion und damit auch im Wettbewerb um Aufträge erarbeiten“, erklärte Zimmermann.

Unternehmensinformation

VDMA Ost

Fuggerstraße 1d
DE 04158 Leipzig
Tel.: 0341-521160-0
Fax: -23

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