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18.04.2017

Messe in Hochform

Die Moulding Expo wächst – mit Qualität: Knapp 730 Unternehmen werden vom 30. Mai bis 2. Juni auf der Moulding Expo in Stuttgart ausstellen. Schwerpunkte sind additive Fertigung, Digitalisierung und Nachwuchsförderung.

Ulrich Kromer von Bearle, Sprecher der Geschäftsführung der Messe Stuttgart

Ulrich Kromer von Bearle, Sprecher der Geschäftsführung der Messe Stuttgart

Urich Kromer von Baerle, Sprecher der Geschäftsführung der Messe Stuttgart, und sein Team sind voller Vorfreude auf die kommende Moulding Expo. Denn die anvisierten 42.000 Quadratmeter und die vier Hallen sind voll belegt. »Der Maschinenbau ist ein Innovationstreiber, und der Werkzeug- und Formenbau ist dabei eine wichtige Komponente«, betont Markus Heseding, Geschäftsführer Fachverband Präzisionswerkzeuge und Messtechnik VDMA.

2015 stand im weitesten Sinn die Idee im Vordergrund. »Daraus hat sich etwas entwickelt und es macht Spaß zu sehen, wie die Messe wächst und vom Markt angenommen wird«, erklärt Kromer von Baerle. Sei es als Plattform, wo kleine und mittelständische Unternehmen ihre Leistungen präsentieren können, um neue Technologien zu entdecken oder um Geschäftskontakte zu stärken.

Messe wird internationaler

Klares Ziel für die Messe Stuttgart war, dass die Moulding Expo internationaler wird. Das ist gelungen: Zur zweiten Veranstaltung sind rund 220 Aussteller – also 35 Prozent – aus dem Ausland. Zu den vielen europäischen Ländern kommen Aussteller aus den USA, Kanada und dem fernen Osten. Erstmals engagiert sich in diesem Jahr der Werkzeugbauweltverband ISTMA als internationaler Partner.

Große Themen auf der Messe sind die additive Fertigung und die Digitalisierung. Markus Heseding erläutert: »Der Trend zum intelligenten Werkzeug ist nach wie vor vorhanden.« Über Big Data können Unternehmen neue Dienstleistungen und Geschäftsmodelle zur vorbeugenden Instandhaltung entwickeln.

Neue Möglichkeiten für den Werkzeug- und Formenbau bringt auch die additive Fertigung. Vor allem im Prototypenbau können Unternehmen davon profitieren. Die additive Fertigung ist wichtig, »weil es Werkzeugbauern die Möglichkeit bietet, schneller an den Markt zu kommen«, erklärt Markus Heseding. Diesem Thema werden sich auf der Messe einige Betriebe widmen, weiß Peter Gärtner vom Bundesverband Modell- und Formenbau (BVMF), Informationsstelle für Unternehmensführung: »Da kommt einiges auf uns zu, worauf wir reagieren müssen. Und diejenigen, die auf die Messe gehen, stellen sich dieser Herausforderung.«

Highlights für junge Talente

Darüber hinaus spielt das Thema Nachwuchsgewinnung und -förderung wie auch vor zwei Jahren eine große Rolle. »Gut qualifizierter Nachwuchs sichert die Zukunft der Branche«, sagt Ralf Dürrwächter, VDWF-Geschäftsführer. Um junge Menschen von dem Ausbildungsberuf des Werkzeugbauers zu überzeugen, hat der VDMA einen Kinospot produziert, den er seinen Mitgliedern für ihre Nachwuchswerbung zur Verfügung stellt. Diesen Film können die Besucher der Moulding Expo auf dem Stand des VDMA sehen.

Ausbildungs-Parcours auf der Moulding Expo

Für Schüler und Azubis gibt es wieder viel zu entdecken.

Für Schüler und Azubis gibt es wieder viel zu entdecken.

Florian Niethammer, Projektleiter der Moulding Expo, erklärt, wie das Thema Bildung auf der Messe dargestellt wird: »Unter dem Motto ›Bring Deine Zukunft in Form‹ werden wir gemeinsam mit unseren Partnerverbänden die wichtigsten Ausbildungsberufe des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus vorstellen. Schulklassen haben die Möglichkeit, sich mit Ausbildern und Auszubildenden auszutauschen.«

Um das Ganze praxisnah zu gestalten, wird es geführte Touren über die Messe geben. Ein Guide aus der Branche schnappt sich je eine Gruppe, um nach einer kurzen Einführung am Ausbildungsstand gemeinsam über die Messe zu gehen und zu zeigen, was die Branche zu bieten hat.

3D-Druck studieren

Wer sich auf der nächsten Moulding Expo nach interessanten Hochschulangeboten umsehen will, wird ebenfalls schnell fündig werden – zum Beispiel am Stand der Hochschule Schmalkalden. Ab dem Sommersemester 2017 können Ingenieure und Techniker berufsbegleitend in zwei Semestern den Studiengang für additive Fertigungsverfahren und Rapid-Technologien belegen. Er wird von der Hochschule in Kooperation mit dem VDWF, dem Institut für werkzeuglose Fertigung der Fachhochschule Aachen und dem Lehrstuhl für Fertigungstechnik der Universität Duisburg-Essen als Bildungspartner angeboten.

»Es gibt eine enorme Nachfrage der Industrie nach qualifizierten Mitarbeitern bei der 3D-Technik«, sagt Gerd Witt, Professor für Fertigungsverfahren und Werkzeugmaschinen der Uni Duisburg. »Doch bisher gab es weder Ausbildung noch Standards.« Der neue Studiengang bündelt die Erfahrungen aus der Lehre von drei Hochschulen mit dem Input aus der Wirtschaft. Fachlich ist er in die Materialien Metall und Kunststoff gegliedert.

»Der Werkzeug- und Formenbau und der Modellbau sind Vorreiter in dieser Technik«, betont Witt. »Daher ist es für uns wichtig, den neuen Studiengang auf der Moulding Expo darzustellen und unser Lehrangebot zu zeigen.« Auf der Messe sollen anhand von Bauteilen, an denen die Hochschule momentan arbeitet, die Schwerpunkte des Studiengangs aufgezeigt werden. »Auf der Moulding Expo finden wir vielleicht auch neue Ideen, die sich mit diesem Verfahren umsetzen lassen oder wie es sich mit anderen Werkstoffen verhält«, freut sich Witt.

  • Zur Premiere 2015 reisten rund 14.000 Besucher nach Stuttgart.

    Zur Premiere 2015 reisten rund 14.000 Besucher nach Stuttgart.

  • Die Besucher dürfen wieder neue Entwicklungen der Werkzeug-, Modell- und Formenbaubranche erwarten.

    2017 können sich die Besucher wieder auf neue Entwicklungen der Werkzeug-, Modell- und Formenbaubranche freuen.

  • Die Vorfreude auf die Moulding Expo ist groß bei (von links) Ulrich Kromer von Baerle (Messe Stuttgart), Markus Heseding (Fachverband Präzisionswerkzeuge und Messtechnik VDMA), Peter Gärtner (Bundesverband Modell- und Formenbau), Ralf Dürrwächter (Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer) und Gunnar Mey (Messe Stuttgart).

    Die Vorfreude auf die Moulding Expo ist groß bei (von links) Ulrich Kromer von Baerle (Messe Stuttgart), Markus Heseding (Fachverband Präzisionswerkzeuge und Messtechnik VDMA), Peter Gärtner (Bundesverband Modell- und Formenbau), Ralf Dürrwächter (Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer) und Gunnar Mey (Messe Stuttgart).

  • Ein beherrschendes Thema auf der Moulding Expo 2017 ist unter anderem die additive Fertigung.

    Ein vorherrschendes Thema auf der Moulding Expo 2017 ist unter anderem die additive Fertigung.

  • Automation und Digitalisierung wird auch im Werkzeug- und Formenbau immer wichtiger.

    Auch Automation und Digitalisierung wird im Werkzeug- und Formenbau immer wichtiger.

  • Talk-Runde (von links): Markus Heseding (Fachverband Präzisionswerkzeuge und Messtechnik VDMA), Ulrich Kromer von Baerle (Messe Stuttgart), Peter Gärtner (Bundesverband Modell- und Formenbau), Ralf Dürrwächter (Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer) und Gunnar Mey (Messe Stuttgart) diskutieren über die Trends der Moulding Expo 2017.

    Talk-Runde (von links): Markus Heseding (Fachverband Präzisionswerkzeuge und Messtechnik VDMA), Ulrich Kromer von Baerle (Messe Stuttgart), Peter Gärtner (Bundesverband Modell- und Formenbau), Ralf Dürrwächter (Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer) und Gunnar Mey (Messe Stuttgart) diskutieren über die Trends der Moulding Expo 2017.

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