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14.01.2016 Anzeige

Die gesamte Bandbreite des elektroerosiven Bohrens

Materialschonend, schnell, schlank und tief

Für das Einbringen von Bohrungen in Metallbauteile kommen überwiegend mechanische Werkzeuge wie Spiralbohrer oder Fräser zum Einsatz. Bei besonders tiefen Bohrungen mit kleinen Durchmessern, schräg angesetzten Bohrungen oder bei besonders harten bzw. schwer zerspanbaren Werkstoffen stoßen diese jedoch an ihre Grenzen. Hier bewährt sich das elektroerosive Bohren, bei dem der Materialabtrag durch kurze elektrische Lichtbögen zwischen einer Elektrode und dem Werkstück erfolgt. Das Verfahren zeichnet sich durch geringe mechanische Belastung des Werkstücks, hohe Abtragsraten selbst bei besonders schwer bearbeitbaren Werkstoffen und geradezu extremen Verhältnissen von Durchmesser zu Tiefe der Bohrungen aus.

„Das Know-how, das wir mit besonders diffizilen Aufgabenstellungen sammeln, kommt letztlich auch den Anwendern unserer ganz normalen Systeme zugute“, verrät Rüdiger Heun, Seniorchef der Heun Funkenerosion GmbH in Kahl am Main. Das von ihm auf der Grundlage seiner langjährigen Erfahrung als Servicetechniker 1988 gegründete Unternehmen hat sich zu einem Spezialisten mit weltweitem Renommee und Vertretungen in den wichtigsten Industrieregionen der Welt entwickelt. Die Bandbreite der Systeme reicht vom simplen und transportablen Gerät zum Ausbohren von abgebrochenen Werkzeugen über „klassische“ Startlochbohrsysteme für den Formen- und Werkzeugbau sowie Mikroerodierbohranlagen und Hochgeschwindigkeits-Erodierbohrmaschinen mit Roboteranbindung bis zu komplexen multiaxialen Anlagen für extreme Anforderungen z.B. in der Luft- und Raumfahrt. Ergänzt wird das Vertriebsprogramm durch einen schlagkräftigen Service sowie den Handel mit Ersatz- und Verschleißteilen, Zubehör und Verbrauchsmaterial.

Besonderheiten des Erodierbohrens

„Beim Elektroerodieren überträgt die Elektrode keine mechanischen Kräfte auf das Werkstück. Deshalb können wir mit extrem langen und schlanken Werkzeugen arbeiten“, ergänzt Dipl.-Ing. Christian Heun, der zusammen mit seinem Vater das Familienunternehmen in zweiter Generation leitet. Die Bohrelektroden bestehen aus langen dünnen Röhrchen mit Durchmessern bis herab zu 0,08 mm. Sie werden durch eine Elektronik mit kurzen Spannungspulsen beaufschlagt, was zu den bereits erwähnten Funkenüberschlägen führt. Dadurch werden sowohl das Elektrodenmaterial als auch das Werkstück kurz lokal geschmolzen. Da die Funkenüberschläge in einer durch das Elektrodenrohr strömenden isolierenden Flüssigkeit – meist entionisiertem Wasser – erfolgen, verstärkt die durch explosionsartige Verdampfungsvorgänge ausgelöste Kavitation den Materialabtrag noch zusätzlich. So lassen sich je nach Werkstoff und sonstigen Anlagenparametern Bohrfortschritte von bis zu 200 mm/ min erzielen. Weitere Besonderheit des Erodierbohrens sind geradezu extreme Bohrtiefen sowie die hohe Genauigkeit des Bohrverlaufs: So ist es beispielsweise gelungen, Bohrungen mit Durchmessern im Bereich von weniger als 1 mm in sehr schlanke Auswerferstifte einzubringen. Weiteres Beispiel sind Sacklochbohrungen mit Bohrtiefen bis zu 2.600 mm und Durchmessern zwischen 2 und 6 mm, die in eine 3.000 mm lange Welle aus Werkzeugstahl mit einem Durchmesser von 300 mm eingebracht werden mussten. Die Anlage für die hochpräzise Bearbeitung dieser gewichtigen Werkstücke wurde von Heun konstruiert und gebaut. Erwähnenswert ist auch die Vermeidung von Gratbildung durch geeignete Parametrisierung des Bohrprozesses.

  • Blick ins Kompetenzzentrum: Rechts eine APos 800 CNC, links eine APos 600 CNC sowie weitere Systeme (Foto: Klaus Vollrath)

    Blick ins Kompetenzzentrum: Rechts eine APos 800 CNC, links eine APos 600 CNC sowie weitere Systeme (Foto: Klaus Vollrath)

  • „Unser Ruf als Spezialist auf dem Gebiet des Erodierbohrens hat zur Folge, dass immer mehr Kunden mit Sonderaufgaben zu uns kommen“ Rüdiger Heun (Foto: Klaus Vollrath)

    „Unser Ruf als Spezialist auf dem Gebiet des Erodierbohrens hat zur Folge, dass immer mehr Kunden mit Sonderaufgaben zu uns kommen“ Rüdiger Heun (Foto: Klaus Vollrath)

  • Beim Erodierbohren erfolgt der Materialabtrag berührungslos durch kurze Spannungsimpulse, die zu Funkenüberschlägen führen (Foto: Klaus Vollrath)

    Beim Erodierbohren erfolgt der Materialabtrag berührungslos durch kurze Spannungsimpulse, die zu Funkenüberschlägen führen (Foto: Klaus Vollrath)

  • „Die von uns kontinuierlich betriebene Innovation kommt allen unseren Anwendern zugute, weil selbst vordergründig einfache Systeme mit zahlreichen Optionen und Zusatzsystemen um- und nachgerüstet werden können“ Dipl.-Ing. Christian Heun (Foto: Klaus Vollrath)

    „Die von uns kontinuierlich betriebene Innovation kommt allen unseren Anwendern zugute, weil selbst vordergründig einfache Systeme mit zahlreichen Optionen und Zusatzsystemen um- und nachgerüstet werden können“ Dipl.-Ing. Christian Heun (Foto: Klaus Vollrath)

  • Der Länge nach durchbohrte Stifte mit eingesetzten Röhrchen (Pfeile) ermöglichen die effiziente Kühlung kritischer Formpartien (Foto: Klaus Vollrath)

    Der Länge nach durchbohrte Stifte mit eingesetzten Röhrchen (Pfeile) ermöglichen die effiziente Kühlung kritischer Formpartien (Foto: Klaus Vollrath)

  • Beispiele für geeignete (oben links) und ungeeignete (Bildmitte) Technologie beim elektroerosiven Bohren in Hartmetall (Foto: Klaus Vollrath)

    Beispiele für geeignete (oben links) und ungeeignete (Bildmitte) Technologie beim elektroerosiven Bohren in Hartmetall (Foto: Klaus Vollrath)

  • Hohl ausgeführte Turbinenschaufel. Dank der feinen, in präzise definierten Winkeln angeordneten Bohrungen bildet sich im Betrieb eine dünne Schutzhülle aus Gas mit niedrigerer Temperatur direkt auf der Schaufeloberfläche (Foto: Klaus Vollrath)

    Hohl ausgeführte Turbinenschaufel. Dank der feinen, in präzise definierten Winkeln angeordneten Bohrungen bildet sich im Betrieb eine dünne Schutzhülle aus Gas mit niedrigerer Temperatur direkt auf der Schaufeloberfläche (Foto: Klaus Vollrath)

  • Der Y-Generator verfügt über programmierbare, extrem schnelle Pulsgeber sowie über Sensorik, die den Prozessablauf mit sehr hoher Taktfolge überwacht und optimiert (Foto: Klaus Vollrath)

    Der Y-Generator verfügt über programmierbare, extrem schnelle Pulsgeber sowie über Sensorik, die den Prozessablauf mit sehr hoher Taktfolge überwacht und optimiert (Foto: Klaus Vollrath)

  • Dank des Y-Generators lassen sich auch besondere Aufgaben wie das Anbohren in steilem Winkel problemlos meistern (Foto: Klaus Vollrath)

    Dank des Y-Generators lassen sich auch besondere Aufgaben wie das Anbohren in steilem Winkel problemlos meistern (Foto: Klaus Vollrath)

  • Nach gründlicher Überholung und Aufrüstung ist auch diese APos 350 Baujahr 1998 weiterhin im Dauereinsatz für Serien- und Sonderbearbeitungen (Foto: Klaus Vollrath)

    Nach gründlicher Überholung und Aufrüstung ist auch diese APos 350 Baujahr 1998 weiterhin im Dauereinsatz für Serien- und Sonderbearbeitungen (Foto: Klaus Vollrath)

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Unternehmensinformation

Heun Funkenerosion GmbH

Lange Hecke 4
DE 63796 Kahl a Main
Tel.: 06188-910-510
Fax: 06188-910-540

Internet:www.heun-gmbh.de
E-Mail: info <AT> heun-gmbh.de



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