nach oben
maschine+werkzeug 10/2019

Das Richtige für fast jedes Material

Emuge-Franken

Die Erwartungen des Kunden an eine Pumpe präzise umzusetzen – darauf ist Speck in Roth spezialisiert. Basis ist die enge Zusammenarbeit mit dem Anwender – eine Partnerschaft, die man in gleicher Weise mit Lieferanten von Fertigungsmitteln praktiziert. Seit dreißig Jahren arbeitet Speck so auch mit Emuge-Franken zusammen. Jüngstes Ergebnis ist der Einsatz der Gewindebohrer Enorm Multi und Enorm-Z-X-PM, kombiniert mit dem Gewindeschneidfutter Softsynchro.

Pumpengehäuse aus Edelstahl 1.4581 mit Gewinde G3/4’’ – bearbeitet mit einem Gewindebohrer Emuge-Z-X-PM 3/4’’. Bild: Emuge-Franken

Pumpengehäuse aus Edelstahl 1.4581 mit Gewinde G3/4’’ – bearbeitet mit einem Gewindebohrer Emuge-Z-X-PM 3/4’’. Bild: Emuge-Franken

Wer gerade im ICE sitzt oder per Smartphone eine SMS schreibt, profitiert von ihnen in gleicher Weise, wie jemand, der gemütlich durch die Berge fährt: Pumpen und Antriebe von Speck aus Roth. »Bei der Deutschen Bahn sind es Handwaschbecken sowie Spülmaschinen im Restaurantwagen, für die wir Pumpen liefern«, so Wolfgang Krüger, geschäftsführender Gesellschafter von Speck. »Mit der Traktionskühlung kümmern wir uns aber auch um den Triebkopf der Züge.«

Beim Smartphone wiederum sind es die Chips, für deren Herstellung der Spezialist Pumpen liefert: zur Kühlung mit sogenannten Chillern. Neben den Bereichen Schiene und Temperiertechnik finden die Produkte aus Roth aber auch in der Industriekühlung, Wärme- und Kältetechnik, Kunststoffindustrie, Chemie und Pharmatechnik bis hin zur Lebensmittel- und Getränkeindustrie Anwendung.

Pumpengehäuse aus Edelstahl mit M5-, M8- und M10-Gewinden, Softsynchro-Quick-Lock und Multi-Gewindebohrer M5, M8 und M10. Bild: Emuge-Franken

Pumpengehäuse aus Edelstahl mit M5-, M8- und M10-Gewinden, Softsynchro-Quick-Lock und Multi-Gewindebohrer M5, M8 und M10. Bild: Emuge-Franken

Zugleich ist Speck in der Medizintechnik vertreten – beim Bau von Computertomografen etwa – oder in der Energietechnik, wo der verantwortliche Pumpenspezialist die Kühlung von Ladestationen verantwortet. Obwohl sich Speck bei all diesen Applikationen als Nischenanbieter sieht – die Anwendungsspezifik bedingt es –, sei man »im Vergleich mit anderen Pumpenanbietern deutlich vielseitiger«, so Krüger. »Nicht zuletzt, weil wir auch Antriebe herstellen.«

32.000 Pumpenvarianten

So bunt wie das Produktspektrum in Form und Gewicht – die kleinste Pumpe bringt 750 g, die größte 1,5 t auf die Waage –, so bunt sind die von Speck eingesetzten Materialien: Neben Messing, Aluminium und Grauguss wird vor allem Edelstahl bearbeitet, zunehmend aber auch Hastelloy, Keramik oder Siliziumcarbid. Mitunter machen diese Materialien bestimmte Anwendungen überhaupt erst möglich. In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie etwa, in der Flüssigkeits- und Vakuumpumpen für Abfüllanlagen notwendig in Edelstahl zu fertigen sind.

Rund 200.000 Pumpen produziert Speck im Jahr, von denen 80.000 bis 90.000 mit eigenen Antrieben ausgerüstet werden. »Wir verstehen kleine Pumpen und Antriebe als Einheit«, betont Krüger. Designt werden die in Roth produzierten Peripheral-, Radialrad-, Seitenkanal-, Verdränger-, Flüssigkeitsringvakuumpumpen und Vakuumsysteme dabei immer entsprechend der Anwendung. Um die jeweilige Applikation zu beherrschen, hat das Unternehmen 32.000 Pumpenvarianten im Angebot, von denen aktuell 7.000 bis 8.000 in der Produktion aktiv sind.

Gefertigt wird in Roth ausschließlich auftragsbezogen. Die Montage, in der man vor sechs Jahren den One-Piece-Flow eingeführt hat, drückt folglich auf die Fertigung. In der mechanischen Fertigung selbst wird derzeit vor allem mit definierten Losgrößen und Mindestbeständen gearbeitet. Künftig soll aber auch hier weitgehend auftragsbezogen gefertigt werden: mit modernsten CNC-Maschinen – die Mehrzahl davon standardmäßige Fräs-, Dreh- und Drehfräszentren – in Inselfertigung. Bei zunehmendem Automatisierungsgrad ist der Maschinenpark auf eher kleine Lose und deren flexible Umsetzung ausgerichtet. Eine Ausrichtung, mit der rund 1,5 Millionen Einzelteile produziert werden.

Gewinde werden in der mechanischen Fertigung über das gesamte Teilspektrum hinweg gebohrt, gefräst oder geformt. Dabei sind Gehäuse und Gehäusedeckel ebenso Teil dieses Spektrums wie Flansche oder Wellen. Etwa fünfzig Prozent der Gewinde führt man in Roth metrisch aus, die andere Hälfte zöllig. Immer wieder werden auch konische oder Feingewinde hergestellt. Während die Größen grundsätzlich von M4 bis 1,5 Zoll reichen, finden Gewindebohrer in der Regel bis M12 und ein Zoll Anwendung. Zu 90 Prozent wird dabei in Edelstahl 1.4122 und 1.4581 gearbeitet, aber eben auch in Messing, Aluminium, Grauguss oder Hastelloy. Die etwa 80 CNC-Maschinen, die hier Einsatz finden, werden vorranging mit Emulsion gekühlt.


Inhaltsverzeichnis
Unternehmensinformation

EMUGE-Werk Richard Glimpel GmbH & CO.KG

Nürnberger Straße 96-100
DE 91207 Lauf a.d. Pegnitz
Tel.: 09123-186-259
Fax: -14313

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
Aktuelle Videos

Heraeus: Amorphe Metalle - hochelastisch, hart, leicht und bruchfest


Zu den Videos

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Aktuellen Newsletter ansehen

Basics
Zur Übersicht aller Basics