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02.09.2019

Werkzeugmaschinen vor Cyberattacken schützen

Die Datensicherheit wird im Zuge von Industrie 4.0 immer wichtiger. Automation, Cloud-Applikationen sowie global vernetzte Maschinen und Komponenten spielen dabei mit Blick auf die Sicherheit vor externen Zugriffen eine wichtige Rolle. Lösungen gibt es auf der EMO.

n Zeiten von Industrie 4.0 steigen die Anforderungen an die Datensicherheit bei komplexen, vernetzen Anlagen. Foto: Balluff

Mit der Digitalisierung, die sich in allen Branchen durchsetzt, nimmt auch die Notwendigkeit zu, sich vor Cyberrisiken zu schützen. Denn die deutsche Industrie steht immer häufiger im Fadenkreuz von Cyberkriminellen: Für gut acht von zehn Industrieunternehmen (84 Prozent) hat die Anzahl der Cyberattacken in den vergangenen zwei Jahren zugenommen, für mehr als ein Drittel (37 Prozent) sogar stark. Das ist das Ergebnis einer Studie des Digitalverbands Bitkom von 2018, für die 503 Geschäftsführer und Sicherheitsverantwortliche quer durch alle Industriebranchen repräsentativ befragt wurden. „Die deutsche Industrie steht unter digitalem Dauerbeschuss – von digitalen Kleinkriminellen über die organisierte Kriminalität bis zu Hackern im Staatsauftrag“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Qualität und Umfang der Cyberangriffe werden weiter zunehmen.“ Fest steht: Cyberkriminalität ist ein weltweites Phänomen, das weder an Landesgrenzen noch vor verschlossenen Industrietoren Halt macht. Sie kann überall dort stattfinden, wo Menschen Computer, Smartphones und andere IT-Geräte benutzen.

Reagieren auf Sicherheitslücken und Softwarefehler

Einer der Global Player im Bereich Automation ist die Balluff Gruppe. Mit 4.000 Mitarbeitern weltweit bietet das Unternehmen ein umfassendes Portfolio an Sensor-, Identifikations-, Netzwerk- und Softwarelösungen für alle Bereiche der Automation. Der Schutz vor Cyberkriminalität ist bei der Entwicklung und Konzeption der Kundenlösungen eine wichtige Säule.

„Cyberkriminelle verwenden regelmäßig bekannte Sicherheitslücken oder Fehler in veralteter Software, um sich Zugriff auf ein System zu verschaffen. Das zeitnahe Einspielen angebotener Updates und Sicherheitspatches verringert das Risiko von Cyberangriffen ganz erheblich“, sagt Philipp Echteler, IIoT Strategy Manager bei Balluff. Mehr Transparenz schaffe hier auch die Nutzung von versionierten Soft- und Firmwareständen sowie das Überwachen dieser. „Vermeidbare Gefahren gehen auch von Geräten aus, die ursprünglich nicht für eine Anbindung an das Internet ausgelegt waren, sondern nur für die Kommunikation mit der Steuerung isolierter Netze. Viele dieser Ethernet-fähigen Automatisierungsgeräte bieten keinerlei Schutzmechanismen und öffnen Angreifern Tür und Tor“, so Echteler weiter.

Anlagen vor Manipulationen und Cyberkriminalität schützen

Doch auf was kommt es bei komplexen vernetzten Anlagen an, wenn diese sicher vor Manipulationen und Cyberkriminalität geschützt sein sollen? „Grundsätzlich stellt jede vernetze Anlage einen möglichen Angriffspunkt dar. Zum Schutz vor Manipulationen und Cyberkriminalität ist daher ein gut aufgesetztes Sicherheitskonzept unerlässlich“, sagt Juliane Schneider, Junior Productmanager bei symmedia. Seit 1997 entwickelt die symmedia GmbH aus Bielefeld Servicelösungen für den Maschinenbau. Die Digitalisierungskompetenz des Unternehmens wird durch die Allianz mit dem Maschinenbauer Georg Fischer, dem symmedia seit 2017 angehört, insbesondere mit Blick auf den Maschinen- und Anlagenbau gestärkt.


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