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maschine+werkzeug 07/2019

Intuitiv und fix zum Ziel

CAD/CAM

Die Tebit-Unternehmensgruppe fertigt hochpräzise Teile für die Medizintechnik. Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit des Herstellers ist ein modernes CAD/CAM-System wie ›Mastercam‹ des Vertriebspartners NSI.

Blick ins Programmierbüro: Otto Hetzl (links) und Rico Deuschle arbeiten mit dem CAD/CAM-System ›Mastercam‹. Bild: Intercam

Blick ins Programmierbüro: Otto Hetzl (links) und Rico Deuschle arbeiten mit dem CAD/CAM-System ›Mastercam‹. Bild: Intercam

Wer glaubt, dass Tradition und Innovation nicht zusammenpassen, der sollte die Tebit-Unternehmensgruppe kennenlernen: Idyllisch in Meinerzhagen gelegen, hat sich das Familienunternehmen seit seiner Gründung 1988 von einem Beratungs- und Handelsunternehmen zu einem führenden Hersteller präziser Teile mit Schwerpunkt im medizintechnischen Bereich entwickelt. 2006 fiel die Entscheidung, sich bewusst auf den Medizinbereich zu konzentrieren, da der Fokus auf den Bereich mit der größten Kompetenz liegen sollte.

Schrauben für Zahnprothesen fertigt Tebit ebenso wie Komponenten für den Einsatz bei Dialyse, Chirurgie, Endoskopie oder Traumabehandlung. Bild: Tebit

Schrauben für Zahnprothesen fertigt Tebit ebenso wie Komponenten für den Einsatz bei Dialyse, Chirurgie, Endoskopie oder Traumabehandlung. Bild: Tebit

Das Produktportfolio umfasst heute Produkte für die Zahnprothetik ebenso wie Komponenten für den Einsatz bei Dialyse, Chirurgie, Endoskopie und Traumabehandlung. Aktuell arbeiten 140 Mitarbeiter im Drei-Schicht-Betrieb im Unternehmen.

Unbestritten hat die Medizintechnik besondere Ansprüche an Qualität, Material, Prozesssicherheit und Reproduzierbarkeit. Anfang des Jahres wurden deswegen in Workshops mit den Mitarbeitern gemeinsam neue Qualitätsleitlinien erarbeitet, die nun täglich umgesetzt werden.

Tebit versteht sich als Partner der Kunden und ist durch eine enge Zusammenarbeit an kontinuierlichen Verbesserungen beteiligt. Aufgrund der jahrzehntelangen Erfahrung steht das Unternehmen beratend zur Seite und liefert den nötigen Input. Die Kunden schätzen das Fachwissen bezüglich Materialauswahl, Toleranzen oder auch der Oberflächenbeschaffenheit.

Wie innovativ das Unternehmen ist, wird beim Gang durch die Fertigung deutlich: Ein sich autonom bewegender Roboter liefert eigenständig Teile von der Maschine zur Waschanlage, wo eine automatische Übergabe stattfindet. Selbst älteren Maschinen wurde durch das Zusammenspiel mit Robotern ›neues Leben eingehaucht‹ wie Hubertus Siepe, Abteilungsleiter BAZ, es formuliert.

Moderne Fertigung

Monitore liefern eine digitale Unterstützung: So ist auf einen Blick ersichtlich, was beispielsweise über Nacht abgearbeitet wurde, der Status der Maschine zeigt, wo Handlungsbedarf besteht, weil es zu viele Fehlteile gab oder warum sie wie lange in welcher Schicht gestanden hat. Anhand der Kennzahlen können Maßnahmen ergriffen werden, um rechtzeitig gegenzusteuern.

Ebenso wie beim Einsatz der Roboter geht es jedoch nicht darum, Überwachung und Konkurrenz zum Arbeiter zu schaffen, sondern das Ganze als Mittel zur Arbeitserleichterung zu verstehen. Der Roboter übernimmt beispielsweise schwere körperliche Tätigkeiten, was den Arbeitsalltag ungemein vereinfacht.

Durch ein »entspannteres Arbeiten«, wie Hubertus Siepe es nennt, können sich die Mitarbeiter auf wichtige Dinge fokussieren, zum Beispiel die Steigerung der Qualität oder die Optimierung von Programmen. Das ist ein Teil des Verständnisses von Industrie 4.0 bei Tebit.

Im Fokus der kommenden Investitionen stehen die Bereiche Prozessoptimierung, Digitalisierung sowie Automatisierung. Auch hier soll es nicht zulasten der Belegschaft gehen. »Wir haben großes Interesse daran, unsere Mitarbeiter bei diesem Prozess mitzunehmen. Also gemeinsam mit unseren Mitarbeitern mehr zu bewegen, zum Beispiel bei der Programmierung von Robotern«, betont Geschäftsführer Meinolf Skudlarek. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist eine mannlose Fertigung Voraussetzung. Bereits jetzt werden fertige Teile automatisch in den nächsten Prozess transferiert.

Die Teile für die Medizintechnik haben eins gemeinsam: Es herrschen besonders hohe Ansprüche an Qualität, Material, Prozesssicherheit und Reproduzierbarkeit. Bild: Tebit

Die Teile für die Medizintechnik haben eins gemeinsam: Es herrschen besonders hohe Ansprüche an Qualität, Material, Prozesssicherheit und Reproduzierbarkeit. Bild: Tebit

Verarbeitet werden pro Jahr mehrere 100 Tonnen rostfreier Edelstähle und einige Tausend Kilogramm Titan. Im Fräsen liegt der Anteil von Aluminium mit 90 Prozent am höchsten, bei den Langdrehern ist es Edelstahl mit 85 Prozent. Gemäß dem Motto ›first in – first out‹ geht es im Lager zu. Hier werden sowohl vorkonfektionierte Abschnitte auftragsbezogen disponiert, als auch ein Stangenlager verwaltet.

Selbstverständlich ist eine umfassende Dokumentation Pflicht. So wird genau validiert, welches Material von welchem Lieferanten auf welcher Maschine mit welchem Kühlmittel, welchen Werkzeugen und welchem Programm gefertigt wurde. Prozesssicherheit und Reproduzierbarkeit sind bedeutende Faktoren.

 Blick in die Fertigungshalle: Zum Maschinenpark von Tebit gehören Maschinen von Chiron, Star, Tornos, und Mori Seiki. Bild: Tebit

Blick in die Fertigungshalle: Zum Maschinenpark von Tebit gehören Maschinen von Chiron, Star, Tornos, und Mori Seiki. Bild: Tebit

Auch in dieser Region ist der Fachkräftemangel ein großes Problem, daher legt Tebit viel Wert auf die Ausbildung junger Nachwuchskräfte. Das erste Ausbildungsjahr verbringen die Auszubildenden in der Lehrwerkstatt, anschließend durchlaufen sie alle Bereiche der Zerspanung. Die Unternehmensgruppe reagiert flexibel auf die Interessen und Fähigkeiten der Auszubildenden: Wem das Drehen mehr liegt, der muss nicht Fräser werden. Eine geringe Fluktuationsrate bestätigt die Verantwortlichen in ihrem Handeln.


Inhaltsverzeichnis
Unternehmensinformation

InterCAM-Deutschland GmbH

Am Vörderflöß 24a
DE 33175 Bad Lippspringe
Tel.: 05252-98999-0
Fax: -201

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