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maschine+werkzeug 01/2020

Rundlauf in Perfektion

Spanntechnik

Bei der Herstellung von Inspektionsanlagen für Rohrleitungen und Systemen für die Kanalrohrbranche setzt IBAK auf Qualitätsprodukte des Spannmittelherstellers Rego-Fix.

Die automatische Spanneinheit PGU von Rego-Fix garantiert das einfache und sichere Handling. Bild: Rego-Fix

Das Unternehmen IBAK ist ein weltweit agierendes Unternehmen für Inspektionsanlagen zur Untersuchung von Rohrleitungen. Es bietet zudem Systeme zur Überprüfung der Dichtheit von Rohren sowie elektrisch betriebene Fräs- und Reparaturroboter für die Kanalrohrsanierung an. Zugehörige Inhouse-entwickelte Softwaresysteme runden das Produktportfolio ab.

Hergestellt werden die Produkte zur Inspektion und Sanierung in Kiel. Die Fertigung ist hier durch eine hohe Tiefe bis hin zur Erstellung elektronischer Bauteile oder den kompletten Ausbau von Inspektionsfahrzeugen gekennzeichnet. Die mechanische Fertigung in Kiel ist auf die Fertigung von kubischen Teilen und Drehteilen ausgerichtet.

Schlanke Linie

Ein wichtiger Baustein in der Fertigung von IBAK sind seit vielen Jahren die Powrgrip-Werkzeugaufnahmen von Rego-Fix. »Bis dahin hatten wir vor allem mit klassischen Spannzangen gearbeitet. Mit einer Alternative wollten wir nun schlanker werden und die Rundlaufgenauigkeiten erhöhen«, berichtet Fertigungsleiter Carsten Büll. »Schrumpfen war mit Rücksicht auf unsere Mitarbeiter keine Option. Wir wollten die Temperatur nicht und auch nicht die induktive Strahlung. Die ist immerhin bis zu 80-mal höher als bei einer Mikrowelle. Und wenn es schnell gehen muss, lässt man schon mal Schürze und Handschuhe weg.«

Die Strebe für den Fräsroboter Microgator, bearbeitet mit einer PG15-Aufnahme und einem Flankenfräser. Bild: Rego-Fix

Also habe man angefangen, sich über Powrgrip zu informieren, in einem anderen Unternehmen zum Beispiel, das das System schon anwendete. »Auf der Suche nach einem Händler in unserer Nähe kam dann die Firma Meyer + Münster ins Spiel«, erzählt Büll weiter. Ein Mitarbeiter des Zulieferers von Werkzeug- und Werkstückspanntechnik, Werkzeugmaschinen und Werkzeugen sei sofort mit einer mobilen Werkzeugspanneinheit vorbeigekommen und habe die ersten Versuche initiiert. Für weitere Versuche blieben dann Werkzeugaufnahmen noch für Wochen im Haus. »Schnell hat sich gezeigt: Powrgrip ist genau das, was wir brauchten«, erinnert sich der Fertigungsleiter. »Schließlich bekommen wir hochwertige Teile nur dann von der Maschine, wenn die Prozesskette aus Spindel, Werkzeugaufnahme, Spannzange und Werkzeug stimmt. Mit Powrgrip hatten wir nun genau die Rundlaufgenauigkeit, aber auch den schlanken Aufbau, die wir bei einer Aufnahme gesucht hatten.«

Absolut prozesssicher

Heute wird Powrgrip beim Fräsen, Bohren, Drehen, Spindeln, Gewinden oder Reiben in Kiel breit eingesetzt. Die Entscheidung, ob eine Powrgrip-Aufnahme zu verwenden ist, fällt immer dann, wenn es um hohe Genauigkeit und Qualität geht. Das zeigt sich bei der 3D-Geosense-Rohrverlaufsmessung, die einen 3D-Plan der Leitungen liefert und so das Auffinden von Sanierungsbedarf und die Ergänzung zusätzlicher Leitungen erleichtert. Auch bei diesem System ist der untere Teil des Fahrwagens aus Messing gefertigt. Zerspant wird das komplexe Teil in zwei Spannungen, wobei die erste Spannung 1,5 Stunden dauert. »Benötigt werden dabei 68 Werkzeuge, von denen durchschnittlich jede Minute ein neues zum Einsatz kommt«, berichtet Hauke Schlotfeldt, Arbeitsvorbereiter und Gruppenleiter CNC-Fräserei. »Denkt man an die Dichtigkeit des Fahrwagens, ist Präzision oberstes Gebot.« Weil an dem Fahrwagen auch Taschen gefertigt und Gewindebohrungen gesetzt werden müssen, sei zudem eine möglichst kleine Störkontur sehr wichtig. »Zu der Fertigung solch qualitativ hochwertiger Teile trägt Powrgrip als integrales Glied der Prozesskette entscheidend bei«, schätzt Hermann Meyer ein, Geschäftsführer von Meyer + Münster.

»Mit Differenzlisten wird die Standzeit der Werkzeuge künftig zum abrechenbaren Thema.«
Carsten Büll, Fertigungsleiter bei der IBAK Helmut Hunger GmbH & Co. KG, Kiel. Bild: Rego-Fix

IBAK hat mit der Integration neuer Maschinengenerationen in den letzten Jahren systematisch von SK 40 auf HSK 63 umgestellt. Damit verbunden war auch eine entsprechende Investition in Werkzeugaufnahmen. Heute bringt das Unternehmen von der kleinsten bis zur größten Powrgrip-Aufnahme nicht nur das gesamte Spektrum aus Techniken zum Einsatz, man nimmt auch Neuentwicklungen, die Rego-Fix regelmäßig auf den Markt bringt, mit großer Selbstverständlichkeit ins Portfolio auf. »Wir können heute alles abdecken«, beschreibt Büll die resultierende Situation. »Zum Beispiel, wenn wir beim Schruppen von Aluminium richtig Gas geben oder nicht rostende Stähle bearbeiten«, geht Schlotfeldt darauf ein. »In solchen Fällen setzen wir die Securgrip-Spannzangenhalter und -Spannzangen ein. Bei großer Schnitttiefe garantiert uns das die nötige Prozesssicherheit.« Bei Losgrößen bis 1.000 hat die Zerspanung bei IBAK in Teilen Seriencharakter. Eine detaillierte Auswertung der Standzeiten gibt es bislang aber nicht. »Sie wird jedoch kommen«, steht für Büll fest. »Schon jetzt können wir mit unserer neu aufgebauten Werkzeugverwaltung eine Differenzbildung vornehmen und Aufträge direkt an der Maschine planen. Mit den Differenzlisten, die in die Werkzeugvoreinstellung gehen, wird künftig die Standzeit zum abrechenbaren Thema.« Die höhere Rundlaufgenauigkeit sorgt schon jetzt für eine längere Standzeit.

www.rego-fix.com

Unternehmensinformation

REGO-FIX AG

Obermattweg 60
CH 4456 TENNIKEN
Tel.: 004161-97614-66
Fax: -14

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