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maschine+werkzeug 10/2018

Präzision für die Windkraft

Extra Großteilebearbeitung

Messtechnik - Am Rande der rumänischen Stadt Brașov produziert Schaeffler unter anderem Lager für Drehbewegungen. Deren Qualität sichern die Mitarbeiter mit Zeiss-Koordinatenmessgeräten. Das größte unter ihnen ist eine Zeiss MMZ G.


High-End-Messtechnik

Schaeffler musste also modernste Messtechnik anschaffen, mit der große Teile präziser gemessen werden können als mit konventionellen Verfahren. Man entschied sich für ein Koordinatenmessgerät von Zeiss. Nach ausführlicher Planung, Benchmarkanalyse und anschließender Beratung mit Zeiss fiel die Entscheidung auf eine Zeiss MMZ G. Mit einem Messvolumen von 5 x 6 x 1,2 Meter. Mit dem größten Messvolumen aller Zeiss Messgeräte eignet sie sich für sehr große und schwere Teile – allein das Fundament begrenzt das maximal zulässige Gewicht des Werkstücks. 

Die Investition in eine Maschine dieser Größenordnung lohnt sich aus mehreren Gründen. Aufgrund ihrer Robustheit, stellt sie keine zu hohen Anforderungen an den Messraum und liefert dabei trotzdem hoch präzise Messergebnisse. Zur hohen Leistung kommen niedrige Folgekosten, da das Koordinatenmessgerät auf geringen Verschleiß und hohe Stabilität ausgelegt ist. 

Der Einsatz des Messgerätes erforderte Umbaumaßnahmen in der Produktionshalle. Denn um die Vibrationen aus der Hallenumgebung, die das Messergebnis verfälschen könnten zu vermeiden, steht das Koordinatenmessgerät auf einem Fundament mit einem niveauregulierten Luftfederdämpfungssystem. Dafür wurde die bestehende Bodenplatte der Produktionshalle auf über 80 Quadratmetern ausgeschnitten und das darunter befindliche Erdreich bis in drei Meter Tiefe ausgehoben. Für Pricop wurden »damit perfekte Bedingungen geschaffen, um Teile bis zu 10 Tonnen Gesamtgewicht messen zu können«. 

Die großen Lagerringe kommen direkt aus der Produktion in das Koordinatenmessgerät. Um Zeit zu sparen und die Teile ohne Beschädigungen zu positionieren, haben Schaeffler und Zeiss gemeinsam mit einem System-Partner ein besonderes Beschickungssystem entwickelt. Auf der schienengeführten, 5 x 5 Meter großen Palette sind geschliffene Auflagen sternförmig angeordnet. So können sowohl kleinere als auch ganz große Teile transportiert und gemessen werden. Durch die durchgängig stabile Basis wird zudem verhindert, dass sich die schweren Lagerringe durchbiegen.

Die Palette wird mit Hlfe eines Krans bestückt und fährt automatisiert von einer Seite in den Messraum. Ab hier übernehmen dann die Messtechniker. Ist das Teil geprüft, fährt die Palette auf der anderen Seite wieder hinaus und geht in die Montage und Verpackung. Das passiert natürlich erst, wenn die Qualitätsprüfung bestanden ist. »Die mit Zeiss Calypso dokumentierten Messergebnisse sind absolut präzise und nachvollziehbar«, stellt der Qualitätsleiter fest. Dank der dokumentierten Messergebnisse sei es deutlich einfacher, Prozesse anzupassen und Fehler in der Produktion frühzeitig zu erkennen und zu korrigieren. »Wir speichern die einzelnen Messpunkte ab, um sie gegebenenfalls wiederzuverwenden und Herstellprozesse weiterzuentwickeln«, erklärt Pricop. In einem nächsten Schritt sollen alle Reports und Daten komplett miteinander vernetzt werden, um sie mit Tools auszuwerten. 

Dass in Sachen Qualität hier alles richtig läuft, bezeugen die zahlreichen Urkunden, die im Eingangsbereich des Werkes hängen. Besonders stolz sind Pricop und seine Kollegen dabei auf Auszeichnungen jener Kunden, die wie Siemens besonders hohe Qualitätsstandards setzen. 

www.zeiss.de/industrial-metrology  

  • Mit dem eigens für Schaeffler Rumänien entwickelten Beschickungssystem können sowohl kleinere als auch ganz große Teile transportiert und gemessen werden. Bild: Zeiss

    Mit dem eigens für Schaeffler Rumänien entwickelten Beschickungssystem können sowohl kleinere als auch ganz große Teile transportiert und gemessen werden. Bild: Zeiss

  • Die Zeiss MMZ G kann zur Analyse am Werkstück begangen und mit einer mobilen Datenstation programmiert werden. Bild: Zeiss

    Die Zeiss MMZ G kann zur Analyse am Werkstück begangen und mit einer mobilen Datenstation programmiert werden. Bild: Zeiss

  • (v. l.) Werkleiter Sorin Poteras und Marius-Nicolae Pricop, Qualitätsleiter bei Schaeffler. Bild: Zeiss

    (v. l.) Werkleiter Sorin Poteras und Marius-Nicolae Pricop, Qualitätsleiter bei Schaeffler. Bild: Zeiss

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Unternehmensinformation

Carl Zeiss Industrielle Messtechnik GmbH

Carl-Zeiss-Straße 22
DE 73447 Oberkochen
Tel.: 07364-20-0
Fax: 07364-20-6808

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