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19.11.2019

Plastik durch Edelstahl Rostfrei ersetzen

Jedes Jahr werden weltweit über 400 Millionen Tonnen Plastik produziert, 30 Prozent davon zu kurzlebigen Wegwerfprodukten verarbeitet. Aus Sicht von Experten kann aber nur ein weitgehender Ersatz von Kunststoffprodukten durch nachhaltige Alternativen die Gesamtsituation verbessern. Hier spielt Edelstahl Rostfrei mit Qualitätssiegel seine werkstoffbedingten Trümpfe voll aus. Ob in der Gastronomie, im Haushalt, im Bauwesen oder in der Industrie: Nichtrostender Stahl ist Kunststoff in Sachen Haltbarkeit, Umweltverträglichkeit und Hygiene um Längen voraus.

Die Erfindung von aus Zellulose abgeleitetem Kunststoff liegt 160 Jahre zurück, doch spürbare Erfolge verzeichnete erst einige Jahre später ein solches Thermoplast unter dem Markennamen Zelluloid. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Bakelit als Material für Gehäuse und Gebrauchsgegenstände wie Schalter entdeckt. Bis Mitte der 1950er-Jahre kamen die bis heute weltweit am meisten verarbeiteten Kunststoffe Polyvinylchlorid (PVC), Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) auf den Markt. Sie lösten in allen Lebensbereichen einen Kunststoff-Boom aus, durch den immer mehr herkömmliche Werkstoffe verdrängt wurden. Der günstige Preis, Unzerbrechlichkeit sowie das geringe Gewicht waren dabei die Haupttreiber.

  • Der Ersatz von Kunststoffrohren durch Rohre aus Edelstahl Rostfrei ist bei Modernisierung oder Renovierung der Hausinstallation die nachhaltig bessere Lösung. Bild: WZV / Weecon PipeSystems

    Der Ersatz von Kunststoffrohren durch Rohre aus Edelstahl Rostfrei ist bei Modernisierung oder Renovierung der Hausinstallation die nachhaltig bessere Lösung. Bild: WZV / Weecon PipeSystems

  • Die glatte Oberfläche von Edelstahl Rostfrei verhindert Schmutzanhaftung und damit die Bildung von Biofilmen als Nährboden für Keime. Bild: WZV / Weecon PipeSystems

    Die glatte Oberfläche von Edelstahl Rostfrei verhindert Schmutzanhaftung und damit die Bildung von Biofilmen als Nährboden für Keime. Bild: WZV / Weecon PipeSystems

  • Rohre, Fittings und Übergangsstücke aus Edelstahl Rostfrei verweisen mit ihrer durchschnittlichen Lebensdauer von 50 Jahren Kunststoffrohre auf die Plätze. Bild: WZV / Weecon PipeSystems

    Rohre, Fittings und Übergangsstücke aus Edelstahl Rostfrei verweisen mit ihrer durchschnittlichen Lebensdauer von 50 Jahren Kunststoffrohre auf die Plätze. Bild: WZV / Weecon PipeSystems

  • Ob als Partikelfilter oder Einstiegsleiste: In der Automobilindustrie gewinnt Edelstahl Rostfrei durch sein außergewöhnliches Eigenschaftsspektrum wieder stark an Bedeutung. Bild: WZV / tuning-art.com

    Ob als Partikelfilter oder Einstiegsleiste: In der Automobilindustrie gewinnt Edelstahl Rostfrei durch sein außergewöhnliches Eigenschaftsspektrum wieder stark an Bedeutung. Bild: WZV / tuning-art.com

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Zwischen 1950 und 2015 wurden weltweit 8,3 Milliarden Tonnen Plastik produziert und zunehmend mit Additiven wie Weichmachern oder Farbstoffen angereichert. Schon früh zeigte sich die klima- und gesundheitsschädliche Wirkung von Plastik entlang seines gesamten Lebenszyklus' - beginnend bei der Produktion, die zu 99 Prozent aus fossilen Brennstoffen erfolgt, über die Freisetzung von Schadstoffen wie Weichmachern bei der Nutzung bis hin zur Entsorgung. Ein Drittel des produzierten Plastiks landet in der Umwelt. 2016 betrug das Plastikmüllaufkommen allein in Deutschland 38 Kilogramm pro Kopf. Vier Kilo davon waren Mikroplastik - feste, wasserunlösliche Kunststoffpartikel, die bis zu fünf Millimeter groß sind. Über Abwasser, Luft und Regenspülung gelangen die winzigen Plastikteilchen über kurz oder lang in Flüsse und von dort in die Weltmeere. Fische und andere Meeresbewohner nehmen die Partikel mit der Nahrung auf. Beim Verzehr von Fisch, Garnelen oder Muscheln essen anschließend auch die Menschen das Plastik mit.

Das wachsende Bewusstsein dieser negativen Auswirkungen führte zur Entwicklung neuer Kunststoffarten: Sogenannte biobasierte Kunststoffe bestehen zu einem bestimmten Prozentsatz aus nachwachsenden Rohstoffen - die restliche Zusammensetzung ist beliebig. Vermeintlich biologisch abbaubare Kunststoffe halten nach umfangreichen Tests der Deutschen Umwelthilfe nicht, was der Name verspricht. In den meisten konventionellen Aufbereitungsanlagen werden sie nicht ordnungsgemäß abgebaut und müssen deshalb aufwendig aussortiert und entsorgt werden. Weder das Umweltbundesamt noch die Deutsche Umwelthilfe befürworten folglich den Einsatz dieser neuartigen Kunststoffe.


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