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27.03.2017

Organisationstalent für die Auftragsfertigung

Die Jörg Schneider Edelstahlverarbeitung fertigt hygienesensible Betriebseinrichtungen. Die hohe Variantenvielfalt ist eine Mammutaufgabe für die interne Logistik: 4.000 bis 6.000 Teile sind in der Produktion gleichzeitig im Umlauf. Um die komplexen Abläufe in der Rohmaterialversorgung und Kommissionierung zu vereinfachen und zu vereinheitlichen, investierte das Unternehmen in ein automatisches Lagersystem des Typs Uniline von Kasto.

Von der Großküche über die Lebensmittel- und Pharmaindustrie bis zur Mikroelektronik und dem Maschinenbau: Die Produkte der Jörg Schneider Edelstahlverarbeitung e.K. kommen in den verschiedensten Branchen zum Einsatz. Das 1991 gegründete inhabergeführte Unternehmen ist auf hygienesensible Betriebseinrichtungen aus Edelstahl spezialisiert. Der Werkstoff ist für zahlreiche Anwendungen unverzichtbar: Er ist äußerst langlebig und verschleißfest, beständig gegen extreme Temperaturen und aggressive Chemikalien, lässt sich gut verarbeiten – und er rostet nicht. „Indem wir uns auf die Verarbeitung hochwertiger Edelstähle mit innovativen und besonders präzisen Verfahren fokussiert haben, konnten wir uns einen treuen und stetig wachsenden Kundenstamm aufbauen“, berichtet Inhaber und Geschäftsführer Jörg Schneider.

  • Das Kasto-Längslagersystem Uniline bietet auf einer kompakten und schmalen Grundfläche bis zu 750 Lagerplätze für Langgut, flächige und voluminöse Waren mit Längen bis zu sechs Metern und maximal einem Meter Höhe. Bild: Kasto

    Das Kasto-Längslagersystem Uniline bietet auf einer kompakten und schmalen Grundfläche bis zu 750 Lagerplätze für Langgut, flächige und voluminöse Waren mit Längen bis zu sechs Metern und maximal einem Meter Höhe. Bild: Kasto

  • Herzstück des Lagers ist ein dynamisches RBG mit einer Hubgeschwindigkeit von bis zu 24 Metern pro Minute und einer Längsfahrgeschwindigkeit bis zu 60 Metern pro Minute. Bild: Kasto

    Herzstück des Lagers ist ein dynamisches RBG mit einer Hubgeschwindigkeit von bis zu 24 Metern pro Minute und einer Längsfahrgeschwindigkeit bis zu 60 Metern pro Minute. Bild: Kasto

  • Das Längslager in Silobauweise verfügt über zwei Einlagerstationen im Außenbereich. Bild: Kasto

    Das Längslager in Silobauweise verfügt über zwei Einlagerstationen im Außenbereich. Bild: Kasto

  • An der Innenseite des Lagers sind drei Auslagerstationen für die unterschiedlichen Systempaletten vorhanden. Bild: Kasto

    An der Innenseite des Lagers sind drei Auslagerstationen für die unterschiedlichen Systempaletten vorhanden. Bild: Kasto

  • Das Langgut wird über einen Kettenförderer ausgelagert. Für flächige Güter stehen Querwagen bereit. Bild: Kasto

    Das Langgut wird über einen Kettenförderer ausgelagert. Für flächige Güter stehen Querwagen bereit. Bild: Kasto

  • Auf Ablagegestellen können die Mitarbeiter von einer Palette aus Artikel kommissionieren, während parallel ein weiterer Ein- oder Auslagervorgang abläuft. Bild: Kasto

    Auf Ablagegestellen können die Mitarbeiter von einer Palette aus Artikel kommissionieren, während parallel ein weiterer Ein- oder Auslagervorgang abläuft. Bild: Kasto

  • Die Mitarbeiter entnehmen das benötigte Material von Hand oder per Gabelstapler. Bild: Kasto

    Die Mitarbeiter entnehmen das benötigte Material von Hand oder per Gabelstapler. Bild: Kasto

  • Jede Übergabestation verfügt über ein Computer-Terminal, über das der Benutzer Ein- und Auslagerbefehle eingeben kann. Bild: Kasto

    Jede Übergabestation verfügt über ein Computer-Terminal, über das der Benutzer Ein- und Auslagerbefehle eingeben kann. Bild: Kasto

  • Die Systempaletten sind mit Barcodes ausgestattet, mit denen sich jeder Artikel lückenlos rückverfolgen lässt. Das sorgt für maximale Bestandstransparenz. Bild: Kasto

    Die Systempaletten sind mit Barcodes ausgestattet, mit denen sich jeder Artikel lückenlos rückverfolgen lässt. Das sorgt für maximale Bestandstransparenz. Bild: Kasto

  • Inhaber und Geschäftsführer Jörg Schneider: „Wir konnten unsere Kapazitäten deutlich erhöhen, die Wege in unserer Produktion kürzer und effizienter gestalten und die Bestandstransparenz merklich steigern.“ Bild: Kasto

    Inhaber und Geschäftsführer Jörg Schneider: „Wir konnten unsere Kapazitäten deutlich erhöhen, die Wege in unserer Produktion kürzer und effizienter gestalten und die Bestandstransparenz merklich steigern.“ Bild: Kasto

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Großes Leistungsspektrum, enorme Variantenvielfalt

Mittlerweile beschäftigt das Weimarer Unternehmen 40 Mitarbeiter und verfügt über eine Produktionsfläche von rund 4.000 Quadratmetern. Schneider versteht sich als Systempartner seiner Kunden: Das Leistungsspektrum reicht von der Konstruktion und Produktentwicklung über sämtliche Fertigungsschritte wie Laserschneiden, Biegen, Schweißen und Oberflächenbearbeitung bis zur termingerechten Auslieferung mit dem eigenen Fuhrpark. Eine große Herausforderung ist dabei die enorme Variantenvielfalt: „Wir produzieren im Monat etwa 800 Baugruppen, die meisten davon auf Kundenauftrag in Losgröße Eins“, beschreibt Jörg Schneider. „Je nach Auftragslage sind in unserer Fertigung 4.000 bis 6.000 verschiedene Blechteile im Umlauf.“

Effiziente und transparente Abläufe im internen Materialfluss sind für den Edelstahl-Spezialisten daher von zentraler Bedeutung – zumal die komplette Fertigung just-in-time auf die Auslieferung hin getaktet ist. „Das bedeutet, dass jedes Teil genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein muss“, erklärt Schneider. Doch damit nicht genug: „Wir arbeiten meistens projektbezogen, dabei kommt es in etwa 20 bis 30 Prozent der Fälle zu Terminverschiebungen seitens der Kunden. Das macht die Kommissionierung für uns noch schwieriger.“ In der Vergangenheit kam es zum Beispiel regelmäßig vor, dass Rohwaren oder Halbfertigteile an einen Arbeitsplatz geliefert, dort aber tagelang nicht gebraucht wurden. „Das verschlang wertvollen Platz und erschwerte es uns, den Überblick zu behalten“, erinnert sich Schneider.

Manuelle Kragarmlagerung stieß an ihre Grenzen

Zur Lagerung des Rohmaterials war das Unternehmen früher auf ein manuell bedientes Kragarmregal angewiesen, in dem die Waren chaotisch eingelagert waren. Ein zweites manuelles Lager stand für die Kommissionierung der vorgefertigten Einzelteile für die Baugruppenmontage zur Verfügung. Dieses System war jedoch der zunehmenden Komplexität und dem steigenden Fertigungsdurchsatz nicht mehr gewachsen. „Wir entschlossen uns deshalb dazu, die Rohmaterialversorgung und die Kommissionierung in einem gemeinsamen, modernen Lagersystem zu vereinen“, erzählt Schneider. „Auf diese Weise wollten wir zum einen unsere Kapazitäten erweitern und zum anderen die Abläufe in unserer internen Logistik optimieren.“


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Unternehmensinformation

KASTO Maschinenbau GmbH & Co.KG

Industriestraße 14
DE 77855 Achern
Tel.: 07841-61-0
Fax: -388

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