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maschine+werkzeug 01/2018

Maschinenbau 4.0

Maschinen

Industrie 4.0 - Die Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH (SW) setzt auf digitale Transformation; denn mit den Möglichkeiten der Digitalisierung kann der Maschinenbauer seine Produkte und Services weiterentwickeln. Bei der IT-technischen Umsetzung hilft der Dienstleister Adesso.

Technische Lösungen zu finden, darin sind wir richtig gut.« Es schwingt schon ein bisschen Stolz mit, wenn Johannes Zuckschwerdt, Leiter Organisationsentwicklung/Projekt-Portfoliomanagement bei SW, die Stärken seines Unternehmens auf den Punkt bringt.

Seit mehr als 25 Jahren fertigt das Unternehmen anspruchsvolle, werkstückspezifische Fertigungssysteme zur Metallbearbeitung. Und genauso lange machen sich die Ingenieure vor Ort Gedanken darüber, wie sie effiziente Maschinen bauen können.

Dieser Geist prägt SW: Stets geht es darum, neue Technologien aufzugreifen und zu prüfen, ob und wie sie die bestehenden Angebote verbessern können. Eine Einstellung, die dem Unternehmen auch in Zeiten der digitalen Transformation weiterhilft.

»Themen wie Remote Service und Condition Monitoring gehören für uns schon lange zum Standard«, so Johannes Zuckschwerdt. »Aber jetzt kommen neue Technologien hinzu, insbesondere die tiefe Integration von IT in die Maschinen.« So ist es denkbar, dass die SW-Ingenieure nicht nur die Leistungsfähigkeit der eigenen Maschine im Blick haben, sondern die der gesamten Fertigungsprozesse eines SW-Kunden. Das sind häufig Prozesse, bei denen sich die Systeme aus Schramberg in einen komplexen Gesamtablauf einfügen. Dieses Denken bringt für Anwender eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich.

Dank der Transparenz in der Fertigung können sie die Zeiten für Wartungs- und Reparaturarbeiten minimieren, Ausfallwahrscheinlichkeiten berechnen oder den Materialfluss exakter steuern. Das Ziel ist eine Produktion, die optimal läuft. Die Voraussetzung dafür ist, dass die SW-Experten gemeinsam mit ihren Kunden die notwendigen Daten erfassen und auswerten – und das nicht nur für die eigenen Maschinen. Eine Weiterentwicklung, die auf Seiten von SW eine neue Aufstellung und neue Prozesse notwendig macht.

Für Johannes Zuckschwerdt ist die Situation seines Unternehmens mit einem IT-Anbieter vergleichbar, der sein Angebot bisher On-Premises zur Verfügung stellte und jetzt auf Cloud-Computing-Modelle umstellt: Die neue Angebotsform hat Auswirkungen auf den Entwicklungsprozess, die Update-Politik, die Kundenerwartungen oder den Cashflow des Softwareentwicklers.

Ähnlich weitreichende Konsequenzen können neue Angebote für SW haben; denn auch hier sind neue Modelle für den Kauf und den Einsatz von Maschinen denkbar. »Zuvor haben wir Maschinen gebaut, jetzt geht es auch um Cloud-Technologien oder um das Verteilen von Software«, bringt es der Programmverantwortliche auf den Punkt. Ziel ist es, selbst zur Digital Factory zu werden und Kunden zu ermöglichen, mithilfe von SW von den Vorteilen solch eines Konzeptes zu profitieren. Ein umfassendes Thema, das die Entscheider bei SW Schritt für Schritt angegangen sind.

Auch wenn SW ein technisch orientiertes Unternehmen ist, standen technische Themen bei der Auseinandersetzung mit der digitalen Transformation nicht im Vordergrund. Zunächst ging es um die Analyse der internen Prozesse und der Unternehmenskultur. Denn den Beteiligten war von Beginn an klar, dass eine einfache Eins-zu-eins-Übertragung der Abläufe in eine digitale Welt nicht sinnvoll ist. SW hat sich bei Prozessen und Strukturen immer an den Anforderungen des Marktes und am technisch Sinnvollen orientiert. Entsprechend galt es jetzt, das bisherige Herangehen genau zu beleuchten.

Ein Ziel war es, offene Strukturen aufzubauen und den Austausch zwischen unterschiedlichen Abteilungen zu fördern. Eine unabdingbare Voraussetzung für den Erfolg solch einer Initiative: Das Management von SW trägt das Thema und lebt den Willen zur Veränderung vor. So stießen die Verantwortlichen eine interne Diskussion an, die sich mit der Weiterentwicklung der Organisa-tionsstruktur befasste.

Je konkreter die Planungen wurden, desto häufiger kreisten die Gespräche um IT-Themen. Denn auch wenn die Technik zunächst nicht im Fokus stand, war klar, dass eine passende IT-Strategie, -Governance und -Infrastruktur eine Grundlage für einen erfolgreichen digitalen Wandel ist. Um zunächst die vorhandene IT-Aufstellung zu analysieren und zu optimieren, suchte SW einen versierten Partner. Gegen vier Dienstleister setzte sich Adesso durch.

  • Bild: SW

    Bild: SW

  • »Remote Service und Condition Monitoring gehören für uns schon lange zum Standard.« Johannes Zuckschwerdt, SW. Bild: SW

    »Remote Service und Condition Monitoring gehören für uns schon lange zum Standard.« Johannes Zuckschwerdt, SW. Bild: SW

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Unternehmensinformation

SW Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH

Seedorfer Straße 91
DE 78713 Schramberg-Waldmössingen
Tel.: 07402-74-0
Fax: 07402-74-211

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