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16.07.2019

Mannlos fertigen bis Losgröße 1

Die Fertigung kleiner Stückzahlen gilt bislang nicht gerade als Domäne hoch automatisierter Anlagen – vor allem dann nicht, wenn die Produktion eine komplexe Zerspanung, anspruchsvolle Zusatzschritte und eine durchgängige Qualitätskontrolle umfassen soll. Dennoch hat SKF Aeroengine gemeinsam mit Fastems eine Lösung realisiert, die genau dazu in der Lage ist. Dabei werden die individuelle Handhabung von Werkstücken und das Handling auf Werkstückpaletten in einem flexiblen Fertigungssystem (FFS) kombiniert.

Als Teil von SKF Aerospace hat sich SKF Aeroengine France auf die Herstellung von Lagern für die Luftfahrt spezialisiert. Mit insgesamt 630 Mitarbeitern baut das „Center of Excellence“ in Valenciennes leistungsfähige Lösungen für Flugzeugtriebwerke oder auch Helikopterrotoren. Eine der dortigen Fertigungslinien hat SKF im Rahmen ihrer „World Class Manufacturing“-Initiative jüngst fürs Industrie 4.0-Zeitalter fit gemacht.

  • In Valenciennes fertigt SKF Aeroengine France u. a. spezielle Lager für die hochmodernen LEAP-Triebwerke. Bild: Safran

    In Valenciennes fertigt SKF Aeroengine France u. a. spezielle Lager für die hochmodernen LEAP-Triebwerke. Bild: Safran

  • Das RoboFMS von Fastems verkettet sämtliche für die Fertigung erforderlichen Prozessschritte in einem System und handhabt hierbei sowohl Werkstücke als auch Werkstückpaletten. Bild: Safran / Martinus Menne

    Das RoboFMS von Fastems verkettet sämtliche für die Fertigung erforderlichen Prozessschritte in einem System und handhabt hierbei sowohl Werkstücke als auch Werkstückpaletten. Bild: Safran / Martinus Menne

  • Unmittelbar nach der Erstbearbeitung der Werkstücke transportiert der Roboter die Halbfertigteile zur Waschmaschine. Bild: Safran / Martinus Menne

    Unmittelbar nach der Erstbearbeitung der Werkstücke transportiert der Roboter die Halbfertigteile zur Waschmaschine. Bild: Safran / Martinus Menne

  • An das RoboFMS sind u.a. zwei Dreh-/Fräszentren angebunden. Bild: Safran / Martinus Menne

    An das RoboFMS sind u.a. zwei Dreh-/Fräszentren angebunden. Bild: Safran / Martinus Menne

  • Die komplexe Werkstückgeometrie erfordert recht lange Bearbeitungszeiten. Deshalb werden in der Regel immer zwei Rohlinge auf beiden Dreh-/Fräszentren parallel zerspant. Bild: Safran / Martinus Menne

    Die komplexe Werkstückgeometrie erfordert recht lange Bearbeitungszeiten. Deshalb werden in der Regel immer zwei Rohlinge auf beiden Dreh-/Fräszentren parallel zerspant. Bild: Safran / Martinus Menne

  • Spezifische Bearbeitungsprozesse wie hier in der Schleifmaschine sind nur ohne Aufspannung möglich, daher muss das Werkstück an der Ladestation zuvor von der Palette entfernt werden, damit der Roboter die Maschine beladen kann. Bild: Safran / Martinus Menne

    Spezifische Bearbeitungsprozesse wie hier in der Schleifmaschine sind nur ohne Aufspannung möglich, daher muss das Werkstück an der Ladestation zuvor von der Palette entfernt werden, damit der Roboter die Maschine beladen kann. Bild: Safran / Martinus Menne

  • Integraler Bestandteil des RoboFMS ist ein Lager für Roh-, Halbfertig- und Fertigteile. Ist genügend Material vorhanden, kann das System über einen langen Zeitraum autonom produzieren. Bild: Safran / Martinus Menne

    Integraler Bestandteil des RoboFMS ist ein Lager für Roh-, Halbfertig- und Fertigteile. Ist genügend Material vorhanden, kann das System über einen langen Zeitraum autonom produzieren. Bild: Safran / Martinus Menne

  • Die Werkzeugkontrolle befindet sich unmittelbar neben dem RoboFMS. Bild: Safran / Martinus Menne

    Die Werkzeugkontrolle befindet sich unmittelbar neben dem RoboFMS. Bild: Safran / Martinus Menne

  • Marcus Jakob, Global Process Development Manager, SKF Aerospace: „Unser Ziel ist es, ein gesamtes Wochenende unbemannt produzieren zu können – und das auch bei ,Losgröße 1‘.“ Bild: Safran / Martinus Menne

    Marcus Jakob, Global Process Development Manager, SKF Aerospace: „Unser Ziel ist es, ein gesamtes Wochenende unbemannt produzieren zu können – und das auch bei ,Losgröße 1‘.“ Bild: Safran / Martinus Menne

  • Gilles Ofcard, Factory Manager von SKF Aeroengine France (links): „Wir können uns dem grundlegenden Wandel in unserer Branche nicht entziehen. Umso mehr kommt es darauf an, dass uns die Technologie dabei hilft, unser Qualitätsniveau weiter zu verbessern, unsere Flexibilität zu erhöhen, unsere Prozesse zu stabilisieren und unsere Produktion sicherer zu machen.“ Cédric Vandevoir, Engineering Manager von SKF Aeroengine France (rechts): „Das FFS ist ein essentieller Bestandteil unserer Produktion und damit unserer Wettbewerbsfähigkeit geworden – also ein echter Erfolg!“ Bild: Safran / Martinus Menne

    Gilles Ofcard, Factory Manager von SKF Aeroengine France (links): „Wir können uns dem grundlegenden Wandel in unserer Branche nicht entziehen. Umso mehr kommt es darauf an, dass uns die Technologie dabei hilft, unser Qualitätsniveau weiter zu verbessern, unsere Flexibilität zu erhöhen, unsere Prozesse zu stabilisieren und unsere Produktion sicherer zu machen.“ Cédric Vandevoir, Engineering Manager von SKF Aeroengine France (rechts): „Das FFS ist ein essentieller Bestandteil unserer Produktion und damit unserer Wettbewerbsfähigkeit geworden – also ein echter Erfolg!“ Bild: Safran / Martinus Menne

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Auftrag der nächsten Generation

„Vor rund zwei Jahren wurden wir damit beauftragt, spezielle Wälzlager-Komponenten für die neue LEAP-Triebwerksgeneration herzustellen. Der Auftrag war für uns bis dato einzigartig, weil er sich über einen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren erstreckt – wobei sich die einzelnen Losgrößen zwischen fünf und 30 Stück pro Job bewegen“, skizziert Cédric Vandevoir, Engineering Manager von SKF Aeroengine France, das entsprechende Volumen. „Bei LEAP handelt es sich um ein hochmodernes Mantelstrom-Triebwerk des Herstellers CFM International, für das neueste Herstellungsverfahren eingesetzt werden. Die Bearbeitung der komplexen, mittelgroßen Wälzlager-Teile ist sehr anspruchsvoll, erfordert neue Prozesse und höchste Präzision, um den Qualitätsansprüchen gerecht werden zu können“, ergänzt Marcus Jakob, Global Process Development Manager bei SKF Aerospace.

Investition in Leistung, Präzision und Produktivität

Angesicht der Anforderungen an eine qualitativ hochwertige, stets rückverfolgbare und vor allem wirtschaftliche Produktion von kleineren, aber immer wiederkehrenden Stückzahlen über eine sehr lange Zeit musste SKF Aero seine bisherige Fertigungsstrategie komplett überdenken. Denn bislang gehörte eine Reihe von halbautomatischen Tätigkeiten für spezifische Produktionsschritte zum Arbeitsalltag. Nun galt es, ebenso leistungsstarke wie präzise Maschinen für die aufwendige Bearbeitung der Lagerkomponenten zu finden und diese mit SKF Know-how zu „füttern“. Außerdem sollte die Bearbeitung – inklusive der hierzu notwendigen nachgeschalteten Prozesse – komplett in eine einzige hochproduktive Lösung integriert werden. „Wir wollten so viele Prozessschritte wie möglich automatisieren und manuelle Eingriffe drastisch minimieren. Daher haben wir uns auf die Suche nach Partnern gemacht – sowohl für die ,Industrie 4.0-Maschinen‘ als auch für die Automatisierung des ambitionierten Projekts“, so Jakob.


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Unternehmensinformation

SKF GmbH

Gunnar-Wester-Straße 12
DE 97419 Schweinfurt
Tel.: 09721-56-0
Fax: 09721-56-6000

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