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maschine+werkzeug 02/2019

Leichtbaufutter macht flexibel

Peripherie

Spanntechnik – Die Flexibilität und die maschinenschonenden Eigenschaften des Handspannfutters Rota-S flex von Schunk haben beim Hammerwerk Fridingen überzeugt und zur Entscheidung für das Leichtbaufutter geführt.


Einfach versetzen

Häufig werden die Spannbacken einfach nur per Raster verschoben. Liegen die Durchmessersprünge über 5 bis 10 Millimeter, lassen sich die Spannbacken mit wenigen Handgriffen versetzen. Die Führungsbahnverlängerungen werden in der Regel auch bei kleinen Durchmessern nicht entfernt, es sei denn, die Zugänglichkeit erfordert dies in Ausnahmefällen. Auf dem Fräs-Drehzentrum können Werkstücke bis maximal 4.000 Kilogramm mittels Fünf-Seitenbearbeitung in einer Aufspannung durch den Schwenkfräskopf (-10 Grad bis +187 Grad) bearbeitet werden. Zusätzlich wird mithilfe von Torque-Motoren und Glasmaßstäben eine hohe Dynamik und Genauigkeit erreicht.

Der Rundtisch mit einem Durchmesser von 1.320 Millimetern ermöglicht Drehoperationen mit bis zu 300 Umdrehungen pro Minute, sodass rotationssymmetrische Teile in zwei Aufspannungen komplett bearbeitet werden können. Das vom Hammerwerk Fridingen eingesetzte Rota-S flex eignet sich für Spanndurchmesser bis 700 Millimeter.
»Gäbe es kein Drehfutter in Art des Rota-S flex, müssten wir mehrere konventionelle Dreibackenfutter einsetzen und immer wieder umrüsten«, erläutert Rainer Keim. »So decken wir mit einem einzigen Futter eine große Bandbreite ab und verfügen mit bis zu 180 kN über eine ausreichend hohe Spannkraft.«

Krallenbacken

Um sicherzugehen, dass sich das Drehfutter auch für anspruchsvolle Bearbeitungen eignet und um den Rüstaufwand möglichst gering zu halten, nutzt das Team beim Hammerwerk Fridingen vor allem Krallenbacken aus dem weltweit größten Standardspannbackenprogramm von Schunk. Im Gegensatz zu konventionellen harten Backen graben sich die Krallenbacken tief in die Werkstückoberfläche und erzielen einen Formschluss. Selbst bei geringen Spannkräften sind sie daher in der Lage, hohe Drehmomente zu übertragen. Um den Verschleiß zu minimieren, sind Schunk-Krallenbacken einsatzgehärtet. Mithilfe standardisierter Auflagebolzen in unterschiedlichen Höhen lassen sich die Einspanntiefen individuell an das jeweilige Werkstück anpassen.

Vorabversuche

Bevor die Entscheidung zur Investition in das Leichtbaufutter getroffen wurde, hatten Rainer Keim und Dominik Hipp die Möglichkeit genutzt, sich bei einem Referenzanwender über Erfahrungen mit dem Drehfutter zu informieren und es im Echteinsatz zu erleben. Ganz bewusst wurden in diesen Entscheidungsprozess auch die Maschinenbediener miteinbezogen, schließlich sind sie es, die tagtäglich mit dem Futter umgehen. Bediener Philipp Epple ist überzeugt, dass sich die Investition gelohnt hat: »Das Leichtbaufutter hat den Vorteil, dass ich auf der Maschine drehen kann und über die Gewichtsersparnis die Maschine schone.« Zusätzlich zahle sich die gute Zugänglichkeit aus, wenn beispielsweise hohe Dorne bearbeitet werden, so Epple. Dass dank der gewichtserleichterten Konstruktion auch die Drehzahl schnell erreicht wird, spielt hingegen beim Hammerwerk Fridingen keine wesentliche Rolle, da keine taktzeitkritischen Anwendungen existieren. Anwender unter Taktzeitdruck hingegen könnten zusätzlich auch diesen Nutzen für sich verbuchen, ergänzt Dominik Hipp.

  • Für die Gesenke wird vergüteter Formarbeitsstahl mit einer Härte von 400 bis 480 HB bearbeitet. Dabei gewährleistet das Rota-S flex jederzeit eine zuverlässige Spannung. Bild: Schunk

    Für die Gesenke wird vergüteter Formarbeitsstahl mit einer Härte von 400 bis 480 HB bearbeitet. Dabei gewährleistet das Rota-S flex jederzeit eine zuverlässige Spannung. Bild: Schunk

  • Das Handspannfutter Rota-S flex wiegt bis zu 60 Prozent weniger als konventionelle Drehfutter und deckt einen besonders großen Spannbereich ab. Das Hammerwerk Fridingen nutzt das flexibel einsetzbare Leichtbaufutter zur Fertigung von rotationssymmetrischen Bauteilen mit Präzisionsanforderungen von bis zu 0,01 Millimetern. Bild: Schunk

    Das Handspannfutter Rota-S flex wiegt bis zu 60 Prozent weniger als konventionelle Drehfutter und deckt einen besonders großen Spannbereich ab. Das Hammerwerk Fridingen nutzt das flexibel einsetzbare Leichtbaufutter zur Fertigung von rotationssymmetrischen Bauteilen mit Präzisionsanforderungen von bis zu 0,01 Millimetern. Bild: Schunk

  • Rota-S flex kann mit zahlreichen Spannbacken aus dem mit 1.200 Typen weltweit größten Standardspannbackenprogramm von Schunk sowie mit individuell konstruierten Sonderbacken kombiniert werden. Beim Hammerwerk Fridingen kommen vor allem standardisierte Schunk-Krallenbacken zum Einsatz. Bild: Schunk

    Rota-S flex kann mit zahlreichen Spannbacken aus dem mit 1.200 Typen weltweit größten Standardspannbackenprogramm von Schunk sowie mit individuell konstruierten Sonderbacken kombiniert werden. Beim Hammerwerk Fridingen kommen vor allem standardisierte Schunk-Krallenbacken zum Einsatz. Bild: Schunk

  • Rota-S flex ermöglicht die Spannung unterschiedlichster Werkstückgrößen. Das wandlungsfähige Handspannfutter lässt sich im Handumdrehen umbauen. Bild: Schunk

    Rota-S flex ermöglicht die Spannung unterschiedlichster Werkstückgrößen. Das wandlungsfähige Handspannfutter lässt sich im Handumdrehen umbauen. Bild: Schunk

  • Rainer Keim (Mitte), Leiter Werkzeugbau, sein Stellvertreter Dominik Hipp (li.) sowie Schunk-Fachberater Ulrich Schneider (re.) schätzen die Flexibilität des Rota-S flex auf dem Fünf-Achs-Fräszentrum mit Drehoption. Auch Maschinenbediener Philipp Epple (rechts an der Steuerung) ist von den Möglichkeiten begeistert. Bild: Schunk

    Rainer Keim (Mitte), Leiter Werkzeugbau, sein Stellvertreter Dominik Hipp (li.) sowie Schunk-Fachberater Ulrich Schneider (re.) schätzen die Flexibilität des Rota-S flex auf dem Fünf-Achs-Fräszentrum mit Drehoption. Auch Maschinenbediener Philipp Epple (rechts an der Steuerung) ist von den Möglichkeiten begeistert. Bild: Schunk

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www.schunk.com


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Unternehmensinformation

Schunk GmbH & Co. KG Spann- und Greiftechnik

Bahnhofstraße 106-134
DE 74348 Lauffen A.N.
Tel.: 07133-103-0
Fax: 07133-103-2399

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