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maschine+werkzeug 02/2019

Leichtbaufutter macht flexibel

Peripherie

Spanntechnik – Die Flexibilität und die maschinenschonenden Eigenschaften des Handspannfutters Rota-S flex von Schunk haben beim Hammerwerk Fridingen überzeugt und zur Entscheidung für das Leichtbaufutter geführt.

Mit Hilfe von Fräs-Drehzentren kann die Produktivität im Werkzeugbau deutlich erhöht werden, vorausgesetzt die Spannmittel sind auf die Möglichkeiten der Komplettbearbeitung abgestimmt und decken ein breites Werkstückspektrum ab. So reduzieren die Gesenkspezialisten beim Hammerwerk Fridingen mit einem hochflexiblen Leichtbaufutter von Schunk ihre Rüstzeiten und verringern bei der Bearbeitung hochvergüteter Werkstoffe die Belastungen der Maschine. »Bei 300 Umdrehungen pro Minute wirken sich 500 Kilo mehr auf dem Maschinentisch spürbar auf die Belastungen der Maschine aus«, ist Dominik Hipp, stellvertretender Leiter Werkzeugbau bei der Hammerwerk Fridingen GmbH, überzeugt. »Da wirken enorme Kräfte, denn jedes Mal müssen die Bremsen auf- und zumachen. Solche Belastungen sind auf Dauer Gift für die Maschine«, betont der Meister für Werkzeugbau.

Im Rahmen der Investition in ein Fünf-Achs-Fräszentrum Multimill 1600 von Edel mit Drehoption habe man daher gezielt analysiert, welche Möglichkeiten Spannmittel bieten, um die Tischbelastung zu reduzieren und zugleich die Flexibilität auf der Maschine zu erhöhen. Dass der Maschinenhersteller das Leichtbaufutter Rota-S flex von Schunk in der eigenen Fertigung auf eben jener Maschine erfolgreich nutzt, reichte als Argument jedoch nicht aus.
»Wir fertigen Gesenke und nutzen als Werkstoff einen vergüteten Formarbeitsstahl mit einer Härte von 400 bis 480 HB«, erläutert Hipp. »Das ist schon eine Hausnummer. Bei derart zähem Material müssen wir unbedingt sicherstellen, dass die Spannkraft ausreicht und das Werkstück nicht anfängt zu vibrieren.« Mit Originalwerkstoffen wurden daher beim Maschinenhersteller Versuche gefahren, um die Prozesssicherheit des Schunk Leichtbaufutters auf Herz und Nieren zu prüfen: zunächst aus Sicherheitsgründen mit Unterstützung von Spannpratzen, schließlich ohne.

Das Ergebnis überzeugt. »Für uns ist dieses Material das alltägliche Brot und deshalb gar kein besonderes Thema. Beim Rota-S flex ist die Spannkraft mit 16 Tonnen angegeben. Das reicht definitiv«, unterstreicht Rainer Keim, Leiter Werkzeugbau beim Hammerwerk Fridingen. Weder beim Fräsen noch beim Drehen seien seither Vibrationen aufgetreten. »Dieses Leichtbaufutter von Schunk ist unserer Erfahrung nach ein wirklich ausgeklügeltes System«, so Keim.

Deutlich leichter

Das hochflexible Handspannfutter Rota-S flex wurde speziell für Betriebe entwickelt, bei denen auf Fräs-Drehmaschinen ein möglichst breites Werkstückspektrum bearbeitet wird. Es kombiniert bewährte Drehfutter der Baureihe Rota-S plus mit verlängerten Führungsbahnen und verwandelt diese in leichte und zugleich besonders flexibel einsetzbare Großfutter. Im Vergleich zu konventionellen Drehfuttern für große Spanndurchmesser sinkt das Gewicht mit Rota-S flex um bis zu 60 Prozent. Bei identischer Tischbelastung lassen sich deutlich schwerere Werkstücke bearbeiten. Zudem bleibt aufgrund der geringen Bauhöhe jede Menge Platz für das Werkstück und für die Werkzeuge. Zur Bearbeitung kleiner Teile wiederum können die verlängerten Führungsbahnen demontiert werden, wodurch die Zugänglichkeit der Werkstücke im Vergleich zur Spannung auf konventionellen Großfuttern deutlich verbessert wird. Ein spezielles Schmiersystem sorgt für dauerhaft hohe Spannkräfte. Schmutzabdichtungen verhindern das Eindringen von Spänen und Staub.

Rota-S flex lässt sich einfach auf dem Maschinentisch montieren und mit Hilfe des optimierten Backenschnellwechselsystems in Sekundenschnelle umrüsten. Es spannt kleine Teile ebenso zuverlässig wie große und gewährleistet dabei eine maximale Bediensicherheit. Genau diese Flexibilität ist es, verbunden mit den maschinenschonenden Eigenschaften, die das Leichtbaufutter für das Hammerwerk Fridingen interessant machen. »Wir bearbeiten Durchmesser von 200 Millimetern ebenso auf dem Drehfutter wie 600 Millimeter. Der Wechsel ist denkbar einfach und wirklich fix«, unterstreicht Rainer Keim.

  • Für die Gesenke wird vergüteter Formarbeitsstahl mit einer Härte von 400 bis 480 HB bearbeitet. Dabei gewährleistet das Rota-S flex jederzeit eine zuverlässige Spannung. Bild: Schunk

    Für die Gesenke wird vergüteter Formarbeitsstahl mit einer Härte von 400 bis 480 HB bearbeitet. Dabei gewährleistet das Rota-S flex jederzeit eine zuverlässige Spannung. Bild: Schunk

  • Das Handspannfutter Rota-S flex wiegt bis zu 60 Prozent weniger als konventionelle Drehfutter und deckt einen besonders großen Spannbereich ab. Das Hammerwerk Fridingen nutzt das flexibel einsetzbare Leichtbaufutter zur Fertigung von rotationssymmetrischen Bauteilen mit Präzisionsanforderungen von bis zu 0,01 Millimetern. Bild: Schunk

    Das Handspannfutter Rota-S flex wiegt bis zu 60 Prozent weniger als konventionelle Drehfutter und deckt einen besonders großen Spannbereich ab. Das Hammerwerk Fridingen nutzt das flexibel einsetzbare Leichtbaufutter zur Fertigung von rotationssymmetrischen Bauteilen mit Präzisionsanforderungen von bis zu 0,01 Millimetern. Bild: Schunk

  • Rota-S flex kann mit zahlreichen Spannbacken aus dem mit 1.200 Typen weltweit größten Standardspannbackenprogramm von Schunk sowie mit individuell konstruierten Sonderbacken kombiniert werden. Beim Hammerwerk Fridingen kommen vor allem standardisierte Schunk-Krallenbacken zum Einsatz. Bild: Schunk

    Rota-S flex kann mit zahlreichen Spannbacken aus dem mit 1.200 Typen weltweit größten Standardspannbackenprogramm von Schunk sowie mit individuell konstruierten Sonderbacken kombiniert werden. Beim Hammerwerk Fridingen kommen vor allem standardisierte Schunk-Krallenbacken zum Einsatz. Bild: Schunk

  • Rota-S flex ermöglicht die Spannung unterschiedlichster Werkstückgrößen. Das wandlungsfähige Handspannfutter lässt sich im Handumdrehen umbauen. Bild: Schunk

    Rota-S flex ermöglicht die Spannung unterschiedlichster Werkstückgrößen. Das wandlungsfähige Handspannfutter lässt sich im Handumdrehen umbauen. Bild: Schunk

  • Rainer Keim (Mitte), Leiter Werkzeugbau, sein Stellvertreter Dominik Hipp (li.) sowie Schunk-Fachberater Ulrich Schneider (re.) schätzen die Flexibilität des Rota-S flex auf dem Fünf-Achs-Fräszentrum mit Drehoption. Auch Maschinenbediener Philipp Epple (rechts an der Steuerung) ist von den Möglichkeiten begeistert. Bild: Schunk

    Rainer Keim (Mitte), Leiter Werkzeugbau, sein Stellvertreter Dominik Hipp (li.) sowie Schunk-Fachberater Ulrich Schneider (re.) schätzen die Flexibilität des Rota-S flex auf dem Fünf-Achs-Fräszentrum mit Drehoption. Auch Maschinenbediener Philipp Epple (rechts an der Steuerung) ist von den Möglichkeiten begeistert. Bild: Schunk

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Unternehmensinformation

Schunk GmbH & Co. KG Spann- und Greiftechnik

Bahnhofstraße 106-134
DE 74348 Lauffen A.N.
Tel.: 07133-103-0
Fax: 07133-103-2399

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