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04.04.2018

KIT baut Roboter-Labor mit Online-Zugriff

Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein Robotik-Lehrlabor, auf das neben Studierenden und Forschenden des KIT auch Online-Nutzer Zugriff erhalten. Auf der Plattform Udacity können sie die Roboter aus der Hightech-Schmiede Kuka über ein Webinterface steuern und so ihre im Kurs entwickelten Programme und Algorithmen testen. Die Robotik-Lernenden können so an echten industriellen und wissenschaftlichen Fragen arbeiten. Im Gegenzug erhoffen sich die Forscher Unterstützung durch die Crowd beim Lösen dieser Fragen.

Im Robot Learning Lab des KIT können Studenten und Wissenschaftler über das Internet echte Industrieroboter steuern und so ihre Programme testen. Bild: Kuka

Im Robot Learning Lab des KIT können Studenten und Wissenschaftler über das Internet echte Industrieroboter steuern und so ihre Programme testen. Bild: Kuka

Online Praxiserfahrung sammeln – das klingt widersprüchlich, wird am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) aber bald möglich sein: Denn an der Bildungs- und Forschungseinrichtung entsteht ein einmaliges Robotik-Lehrlabor, auf das neben Studierenden, Forscherinnen und Forschern des KIT auch tausende Online-Nutzer aus aller Welt Zugriff erhalten. Auf der Weiterbildungsplattform Udacity können sie die Roboter aus der Hightech-Schmiede KUKA über ein Webinterface steuern und so ihre im Kurs entwickelten Programme und Algorithmen testen. Das KIT ermöglicht es den Robotik-Lernenden so, an echten industriellen und wissenschaftlichen Problemstellungen zu arbeiten. Im Gegenzug erhoffen sich die Forscher Unterstützung durch die Crowd bei der Lösung dieser Probleme.

„Unsere Roboter werden sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag laufen. Das ist ein riesiges Potenzial für Crowd-Experimente“, sagt Torsten Kröger, Leiter am Institut für Anthropomatik und Robotik am KIT, an dem das KUKA Udacity Robot Learning Lab eingerichtet wird, und verantwortlich für intelligente Prozessautomation und Robotik. Dort stehen für die Studierenden in Karlsruhe und diese, die sich aus dem Internet zuschalten, ab sofort Leichtbau-Roboterarme von KUKA mit Greifer zum Testen bereit – bis Ende des Jahres sollen es noch mehr werden. Sie können online angesteuert werden. Im Livestream können die Studentinnen und Studenten über Kameras verfolgen, wie die Industrieroboter ihre Anweisungen befolgen.

„Die Leichtbauroboter haben in ihren Gelenken Sensoren, die einwirkende Kräfte und damit auch Kollisionen erkennen können. So ist der Roboter geeignet für feinfühlige Montage-Applikationen ohne Schutzzaun auch auf engstem Raum mit dem Menschen“, sagt Rainer Bischoff, Leiter der KUKA Konzernforschung. „Die KUKA Roboter sind damit prädestiniert für die Ausbildung der Studenten vor Ort und online. Das Robot Learning Lab wird Ausbildung und Forschung in der Robotik und AI auf ein neues Niveau heben.“


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Unternehmensinformation

Karlsruher Institut für Technologie

Kaiserstraße
DE 76131 Karlsruhe
Tel.: 0721/608-0
Fax: -44290

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