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07.11.2017

Automationslösung für beengte Platzverhältnisse

In der Pumpenfertigung setzt der Feuerwehrgeräte-Hersteller Rosenbauer auf eine Automationslösung von Liebherr. Seit rund zwei Jahren tut das Rotationsladesystem RLS 800 der Kemptener Automationsexperten nun seinen Dienst in Leonding bei Linz.

Helles Licht strömt durch die großen Fenster des Hallendachs. Das große Rotationsladesystem von Liebherr ist schon von Weitem zu erkennen. Es ist einem Bearbeitungszentrum vorgelagert, in dem bis zu 63 unterschiedliche Komponenten für die verschiedenen Wasserpumpen gefräst werden können. Michael Wizany spannt gerade ein neues Rohteil am Rüstplatz des RLS 800 auf. Vollautomatisiert wird es dann mittels eines Rotationsshuttles millimetergenau an einen der 21 Lagerplätze im Rundspeicher oder aber direkt zur Bearbeitung an die Maschine gefahren.

  • Der „Panther“ wird auf seinen Einsatz vorbereitet und bei Rosenbauer auf Herz und Nieren geprüft. Bild: Liebherr-Verzahntechnik

    Der „Panther“ wird auf seinen Einsatz vorbereitet und bei Rosenbauer auf Herz und Nieren geprüft. Bild: Liebherr-Verzahntechnik

  • Mit Hilfe des RLS 800 können bis zu 63 unterschiedliche Teile bearbeitet werden. Bild: Liebherr-Verzahntechnik

    Mit Hilfe des RLS 800 können bis zu 63 unterschiedliche Teile bearbeitet werden. Bild: Liebherr-Verzahntechnik

  • Fertigungsleiter Michael Schöftner (links) und sein Mitarbeiter Michael Wizany sind die Hüter des RLS 800 in der mechanischen Pumpenfertigung. Bild: Liebherr-Verzahntechnik

    Fertigungsleiter Michael Schöftner (links) und sein Mitarbeiter Michael Wizany sind die Hüter des RLS 800 in der mechanischen Pumpenfertigung. Bild: Liebherr-Verzahntechnik

  • Bis zu 21 Paletten können im Liebherr-Rundspeicher gelagert werden. Bild: Liebherr-Verzahntechnik

    Bis zu 21 Paletten können im Liebherr-Rundspeicher gelagert werden. Bild: Liebherr-Verzahntechnik

  • Die Aufspannung eines neuen Teils erfolgt am Rüstplatz.Bild: Liebherr-Verzahntechnik

    Die Aufspannung eines neuen Teils erfolgt am Rüstplatz.Bild: Liebherr-Verzahntechnik

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In der mechanischen Pumpenfertigung bei Rosenbauer entstehen Wasserpumpen für vielfältige Einsätze. Neben Löschwasserpumpen, die in den Feuerwehrautos verbaut werden, gehören auch Tauchpumpen oder stationäre Motorpumpen, die besonders zum Schutz von Industriebetrieben oder im Hochwasserschutz eingesetzt werden, zum Produktprogramm des Leondinger Traditionsbetriebs. Die Pumpenteile, die mit Hilfe der Liebherr-Automation gefertigt werden, kommen später in den Fahrzeugen der AT-Linie zum Einsatz. AT steht hier für Aluminium Technologie, da der ebenfalls von Rosenbauer selbst entwickelte Rahmen, der später mit dem Fahrgestell verheiratet wird, aus Aluminium besteht. In den Wassertank dieser Fahrzeuge passen bis zu 4.000 Liter Löschwasser. Sie sind als konventionelle Löschfahrzeuge bei unzähligen Wehren im Einsatz und machen rund 55 Prozent des Jahresumsatzes aus.

Enorme Produktivitätssteigerung

Ein Bearbeitungszentrum reiht sich in der Halle an das nächste. Viel Platz für Lagerflächen gibt es nicht. Gerade für beengte Platzverhältnisse ist die Automationslösung von Liebherr prädestiniert. „Wir können im RLS auf engstem Raum bis zu 21 Paletten lagern. Das gesamte System berücksichtigt auch die individuellen Liefertermine und kann dynamisch angepasst werden – je nach Priorisierung“, erläutert der Maschinenbediener Michael Wizany die Vorteile des Liebherr-Systems. Ist ein neues Teil im System programmiert, so erkennt die Automationslösung wiederkehrende Komponenten automatisch. „Durch den Einsatz des Rotationsladesystems erzielen wir eine Zeitersparnis von bis zu 50 Prozent“, freut sich der 28-jährige über die enorme Effizienzsteigerung in der Produktion.

Dank des Rundspeichers kann das Bearbeitungszentrum auch mannlos mit Teilen versorgt werden, was insbesondere nach Schichtende von Vorteil ist. „Wir arbeiten im Zwei-Schicht-Betrieb, können aber dank dieser Automation noch bis vier Stunden nach Schichtende weiter produzieren. Am nächsten Morgen spannt der Mitarbeiter die über Nacht bearbeiteten Teile einfach ab und kann neue Aufspannungen vornehmen“, erklärt Michael Schöftner, Leiter der mechanischen Fertigung bei der Rosenbauer International AG. Die stabile, robuste und doch hochgenaue Funktionalität der Liebherr-Automation schätzen Schöftner und sein Team ebenso, wie die von Beginn an störungsfreie und sehr zuverlässige Einsatzfähigkeit des RLS. „Wir achten bei der Auswahl einer solchen Anlage sehr genau auf die Herstellerfirma. Mit der Liebherr-Lösung erhielten wir ein perfekt ausgereiftes Konzept“, so Schöftner.

Doch bei Rosenbauer ist der einzelne Mitarbeiter immer der entscheidende Faktor – trotz Automatisierung. „Unsere Mitarbeiter sind Profis im Bereich der mechanischen Fertigung. Die Maschine sowie das RLS müssen programmiert und überwacht werden. Dies ist ein sehr verantwortungsvoller Job“, stellt der 39-jährige fest. Und sein Mitarbeiter Michael Wizany ergänzt: „Automation braucht Profis.“ Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind selbst aktive Feuerwehrleute und bringen ihre Erfahrungen in die tägliche Arbeit ein. Das Herzblut für die Feuerwehr ist hier förmlich zu spüren.


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Unternehmensinformation

Liebherr-Verzahntechnik GmbH

Kaufbeurer Straße 141
DE 87437 Kempten
Tel.: 0831-786-0
Fax: 0831-786-360

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