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21.12.2017

Absichtlich falsch schmieren

Statistisch gesehen sind 36 Prozent aller vorzeitigen Wälzlager-Ausfälle auf falsche Schmierung zurückzuführen. Manche Quellen sprechen sogar von 50 Prozent. Was jeder Industriebetrieb deshalb tunlichst vermeiden sollte, wird SKF im „Sven Wingquist Test Center“ mit voller Absicht machen: Ein speziell angefertigtes System aus der firmeneigenen Schmiede in Hockenheim soll an Großlagern alle nur erdenklichen Schmierungs-Fehler durchexerzieren. Aus diesen Fehlern wollen die SKF Experten mehr über die internen Abläufe im Lager lernen und daraus Optimierungspotenziale für künftige Großlager-Generationen ableiten.

Gegenwärtig sind selbst die modernsten Computer-Simulationsprogramme kaum im Stande, sämtliche Prozesse in Großlagern wirklichkeitsgetreu abzubilden. Eindeutiges Indiz: Noch immer kommt es in der betrieblichen Praxis vereinzelt zu vorzeitigen Ausfällen von Großlagern, obwohl diese nicht nur mit äußerster Akribie berechnet worden waren, sondern oft sogar über „konstruktive Sicherheitsreserven“ verfügten. „Unter realen Bedingungen müssen also gewisse Phänomene auftreten, die von den derzeitigen ,Ursache-Wirkung-Algorithmen‘ aktueller Simulationsmodelle einfach noch nicht berücksichtigt werden“, erläutert Dr. Martin Göbel, Manager Global Testing bei SKF.

  • Der neue SKF Prüfstand für Großlager in Anwendungsbereichen wie dem Schiffbau, dem Bergbau, der Zement- und Stahlbranche oder auch der Papierindustrie entwickelt Kräfte von gut einem halben Dutzend Meganewton und kann dabei Rotationsgeschwindigkeiten von über 200 min-1 erzielen. Bild: SKF

    Der neue SKF Prüfstand für Großlager in Anwendungsbereichen wie dem Schiffbau, dem Bergbau, der Zement- und Stahlbranche oder auch der Papierindustrie entwickelt Kräfte von gut einem halben Dutzend Meganewton und kann dabei Rotationsgeschwindigkeiten von über 200 min-1 erzielen. Bild: SKF

  • Der neue SKF Prüfstand für Großlager in Anwendungsbereichen wie dem Schiffbau, dem Bergbau, der Zement- und Stahlbranche oder auch der Papierindustrie entwickelt Kräfte von gut einem halben Dutzend Meganewton und kann dabei Rotationsgeschwindigkeiten von über 200 min-1 erzielen. Bild SKF

    Der neue SKF Prüfstand für Großlager in Anwendungsbereichen wie dem Schiffbau, dem Bergbau, der Zement- und Stahlbranche oder auch der Papierindustrie entwickelt Kräfte von gut einem halben Dutzend Meganewton und kann dabei Rotationsgeschwindigkeiten von über 200 min-1 erzielen. Bild SKF

  • Das Schmieraggregat für den Prüfstand versorgt dessen „steifigkeits-variable“ Lageranordnung mit der optimalen Schmierung. Bild: SKF

    Das Schmieraggregat für den Prüfstand versorgt dessen „steifigkeits-variable“ Lageranordnung mit der optimalen Schmierung. Bild: SKF

  • Das Schmieraggregat für den Prüfstand versorgt dessen „steifigkeits-variable“ Lageranordnung mit der optimalen Schmierung. Bild: SKF

    Das Schmieraggregat für den Prüfstand versorgt dessen „steifigkeits-variable“ Lageranordnung mit der optimalen Schmierung. Bild: SKF

  • Das auf extreme Betriebstemperaturen ausgelegte Schmiersystem für den Prüfling verursacht darin genau diejenigen „Schmierungs-Fehler“, aus deren Analyse sich die SKF Experten wertvolle Hinweise zur Optimierung künftiger Großlager-Generationen erhoffen. Bild: SKF

    Das auf extreme Betriebstemperaturen ausgelegte Schmiersystem für den Prüfling verursacht darin genau diejenigen „Schmierungs-Fehler“, aus deren Analyse sich die SKF Experten wertvolle Hinweise zur Optimierung künftiger Großlager-Generationen erhoffen. Bild: SKF

  • Das auf extreme Betriebstemperaturen ausgelegte Schmiersystem für den Prüfling verursacht darin genau diejenigen „Schmierungs-Fehler“, aus deren Analyse sich die SKF Experten wertvolle Hinweise zur Optimierung künftiger Großlager-Generationen erhoffen. Bild: SKF

    Das auf extreme Betriebstemperaturen ausgelegte Schmiersystem für den Prüfling verursacht darin genau diejenigen „Schmierungs-Fehler“, aus deren Analyse sich die SKF Experten wertvolle Hinweise zur Optimierung künftiger Großlager-Generationen erhoffen. Bild: SKF

  • Das auf extreme Betriebstemperaturen ausgelegte Schmiersystem für den Prüfling verursacht darin genau diejenigen „Schmierungs-Fehler“, aus deren Analyse sich die SKF Experten wertvolle Hinweise zur Optimierung künftiger Großlager-Generationen erhoffen. Bild: SKF

    Das auf extreme Betriebstemperaturen ausgelegte Schmiersystem für den Prüfling verursacht darin genau diejenigen „Schmierungs-Fehler“, aus deren Analyse sich die SKF Experten wertvolle Hinweise zur Optimierung künftiger Großlager-Generationen erhoffen. Bild: SKF

  • Das weltweit einzigartige „Sven Wingquist Test Center“ von SKF ist im Sommer offiziell eingeweiht worden.

    Das weltweit einzigartige „Sven Wingquist Test Center“ von SKF ist im Sommer offiziell eingeweiht worden. Bild: SKF

  • Das weltweit einzigartige „Sven Wingquist Test Center“ von SKF ist im Sommer offiziell eingeweiht worden. Bild: SKF

    Das weltweit einzigartige „Sven Wingquist Test Center“ von SKF ist im Sommer offiziell eingeweiht worden. Bild: SKF

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Software zu weich für die Wirklichkeit

Um solchen bislang rätselhaften Schadensursachen auf die Schliche zu kommen, hat SKF am Standort Schweinfurt rund 40 Millionen Euro in das leistungsfähigste Großlager-Prüfzentrum der Welt investiert. Darin befindet sich auch ein neuartiger Teststand, der das dynamische Zusammenspiel verschiedener Wälzlager-Bestandteile gnadenlos an deren Grenzen treibt. „Wertvolle tribologische Erkenntnisse erhoffen wir uns insbesondere aus der Analyse der Wechselwirkungen zwischen unterschiedlichen Schmierungsbedingungen und verschiedenen Lager-Designs bzw. -Materialien“, erklärt Göbel, „denn daraus lassen sich Optimierungspotenziale für künftige Großlager-Generationen ableiten.“


Zu diesem Zweck hat die SKF Lubrication Systems Germany GmbH den kleineren der beiden neuen „Großlager-Folterknechte“ im Sven Wingquist Test Center mit zwei speziellen Schmiersystemen ausgestattet.
Der von der Augsburger Renk Test System GmbH entwickelte Prüfstand für Großlager in Industriezweigen wie der Papierproduktion, dem Schiffbau, dem Bergbau oder auch der Zement- und Stahlbranche entwickelt Kräfte von gut einem halben Dutzend Meganewton (etwa so viel wie ein einzelnes Triebwerk der Saturn V-Mondrakete) und kann dabei Rotationsgeschwindigkeiten von weit über 200 min-1 erzielen.

Diejenigen Lager, die im Prüfstand selbst stecken, sollen ihren Job natürlich möglichst anstandslos verrichten – und dazu trägt u. a. ein transportables SKF Schmiersystem bei. Das rund 6 m breite und etwa 1,6 m tiefe Aggregat fasst 2.500 Liter Schmieröl. In gefülltem Zustand liegt sein Gesamtgewicht bei ca. 6 Tonnen. Dieses System versorgt im Prüfstand eine einzigartige Lageranordnung, deren Steifigkeit dank einer ausgeklügelten Konstruktion gleichsam variabel ist, mit der optimalen Schmierung.


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Unternehmensinformation

SKF GmbH

Gunnar-Wester-Straße 12
DE 97419 Schweinfurt
Tel.: 09721-56-0
Fax: -6000

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