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maschine+werkzeug 07/2019

Kapazitäten voll ausnutzen

Werkstückspannung

Um die Kapazitäten einer neuen automatisierten Anlage aus drei Vier-Achs-Bearbeitungszentren optimal nutzen zu können, setzt Mayer Feintechnik auf die passenden Lösungen von SMW-Autoblok.

Der RT-Spannturm von SMW-Autoblok bietet auf allen Seiten Platz für mehrere ST5-2G-Fünf-Achs-Spanner. Bild: maschine+werkzeug

Der RT-Spannturm von SMW-Autoblok bietet auf allen Seiten Platz für mehrere ST5-2G-Fünf-Achs-Spanner. Bild: maschine+werkzeug

Frank Neuschulz, CEO der Mayer Feintechnik GmbH aus Göttingen, erklärt die Ausrichtung seines Unternehmens: »Als Systemlieferant können wir kein kleines Unternehmen mehr sein, denn es geht um Baugruppen und Systeme, die werthaltig und teuer sind.« Als Neuschulz 2004 ins Unternehmen einstieg und zunächst 50 Prozent der Anteile kaufte, waren dort gerade einmal 15 Mitarbeiter beschäftig. Ende 2014 übernahm er alle Anteile und forcierte die Neuausrichtung – weg vom reinen Teilefertiger und hin zum Systemlieferanten.

Mayer Feintechnik nutzt die Spanner mit Premium-Aufsatzbacken mit Sintergrip-Spanneinsätzen. Bild: maschine+werkzeug

Mayer Feintechnik nutzt die Spanner mit Premium-Aufsatzbacken mit Sintergrip-Spanneinsätzen. Bild: maschine+werkzeug

Der Ursprung von Mayer Feintechnik geht zurück auf das Jahr 1951, als Willy Mayer nebenberuflich die Firma Miniatur-Möbel-Mayer gründete, die sich mit der Herstellung von Modellspielwaren für elektrische Eisenbahnen aus Holz und Stahl befasste. 1959 gab Willy Mayer seine Position in einem bekannten Göttinger Messtechnikunternehmen auf und wurde Unternehmer. »Mit zwei fest angestellten Mitarbeitern und etwa 30 Heimarbeitern ging es bergauf. 1962 wurden die ersten drei Traub-Drehautomaten angeschafft – damit beschritten wir den Weg als Zulieferer. Der Firmenname wurde in Mayer Feintechnik umgewandelt«, erklärt Frank Neuschulz. Unter Willy Mayers Sohn Klaus Mayer wurde später begonnen, als Zulieferer feinmechanische Teile zu fertigen, hauptsächlich im Drehbereich.

Für Mayer Feintechnik hat SMW-Autoblok die Bohrungen am ST5–2G-Zentrischspanner individuell angepasst. Bild: maschine+werkzeug

Für Mayer Feintechnik hat SMW-Autoblok die Bohrungen am ST5–2G-Zentrischspanner individuell angepasst. Bild: maschine+werkzeug

»Will ein Unternehmen auch zukünftig am technischen Fortschritt teilhaben, müssen entsprechende Investitionen gestemmt werden«, stellt CEO Neuschulz sicher. »Ich habe immer auf Wachstum gesetzt.« Anstatt – wie manch anderes Unternehmen – die Produktion wegen niedrigerer Personalkosten nach Osteuropa zu verlegen, hat Neuschulz früh auf Automation in der Fertigung gesetzt. Für ihn war es der Weg, um konkurrenzfähig bleiben zu können. Ziel war es, von einem Personalkostenanteil von 40 bis 50 Prozent auf 25 Prozent zu kommen, was sich nur mit Automation realisieren lässt. Auch dem Fachkräftemangel lässt sich zu einem gewissen Grad mit Automatisierung begegnen.

Starkes Wachstum

Aufgrund von Automatisierung konnte Mayer Feintechnik die Produktivität im Vergleich zum Wettbewerb überdurchschnittlich steigern. »Wir sind schon überproportional gewachsen pro Jahr. Wachstumsraten zwischen 20 und 40 Prozent waren bei uns normal, dabei sind wir nicht die Billigsten. Wir konzentrieren uns auf unsere Kernkompetenz und das ist die Herstellung hochpräziser, feinmechanischer Bauteile, Systeme oder Baugruppen. Drehen und fräsen sind die Säulen unserer Geschäftstätigkeit«, verdeutlicht Frank Neuschulz.

Die Spannmittel werden auf drei verketteten CNC-Bearbeitungszentren von DMG Mori eingesetzt. Bild: maschine+werkzeug

Die Spannmittel werden auf drei verketteten CNC-Bearbeitungszentren von DMG Mori eingesetzt. Bild: maschine+werkzeug

Aktuell beschäftigt Mayer Feintechnik etwa 100 Mitarbeiter. 2018 machte das Unternehmen einen Umsatz von rund 14 Millionen Euro. Zwei der früheren drei Standorte in Göttingen wurden durch einen Neubau 2018 mit einer Produktionshalle mit 5.000 Quadratmetern Fläche zusammengefasst. Im Zuge des Neubaus investierte Mayer Feintechnik auch 2,1 Millionen Euro in eine Anlage aus drei verketteten CNC-Horizontal-Bearbeitungszentren NH4000DCG von DMG Mori mit jeweils 240 Werkzeugen. Vorgeschaltet ist ein sogenanntes LPP-System (Linear Paletten Pool) von DMG Mori mit einem Speicher für 48 Paletten und zwei Beladestationen für die Spanntürme mit den Werkstücken. Für dieses automatisierte Systeme benötigte Mayer Feintechnik dann noch die passende Spanntechniklösung.

on links: Frank Roseland, Frank Neuschulz, Maschineneinrichter Vitali Aul und Gunter Lembke.Bild: maschine+werkzeug

on links: Frank Roseland, Frank Neuschulz, Maschineneinrichter Vitali Aul und Gunter Lembke.Bild: maschine+werkzeug

Gunter Lembke, Leiter der Fräserei bei Mayer Feintechnik, verdeutlicht: »Da wir kein eigenes Produkt anbieten, müssen wir bei der Fertigung sehr flexibel sein. Das gilt auch für die Möglichkeiten, Werkstücke auf den Maschinen aufzuspannen.« Durch einen Besuch von Frank Roseland, bei SMW-Autoblok zuständig für technische Beratung und Vertrieb im Gebiet Niedersachen-Süd, merkte Gunter Lembke, dass SMW-Autoblok nicht nur Spannmittel verkauft, sondern rasch auf individuelle Kundenwünsche eingeht. »Es war eine völlig neue Erfahrung, dass wir die Möglichkeit hatten, den Spanner, den wir haben wollten, mitzugestalten.« Da Lembke SMW-Autoblok hauptsächlich als großen Anbieter von Drehfuttern kannte, hatte er bei seiner Anfrage nicht mit so viel Flexibilität gerechnet.

»Innerhalb kürzester Zeit haben wir es mit mehrfachen Treffen geschafft, den Spanner zu bauen, den wir uns vorgestellt hatten. Bei anderen Spannmittelherstellern können Sie in der Regel nur Produkte aus dem Katalog auswählen«, so der Leiter der Fräserei. Bei SMW-Autoblok konnten Gunter Lembke und seine Kollegen direkt mit in den Entwicklungs- und Konstruktionsprozess eingreifen. Er sah darin ein gegenseitiges Geben und Nehmen, das letztendlich zum Erfolg geführt hat.


Inhaltsverzeichnis
Unternehmensinformation

SMW-AUTOBLOK Spannsysteme GmbH

Wiesentalstrasse 28
DE 88074 Meckenbeuren
Tel.: 07542-405-0
Fax: -181

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