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21.08.2019

Zinkbauteile aus dem 3D-Drucker

Protiq hat einen Prozess zur additiven Verarbeitung des Serienmaterials Zamak 5 entwickelt, der das zeit- und kostenintensive Zinkdruckgießen ersetzen kann.

Mit dem selektiven Laserschmelzen oder dem Lasersintern können inzwischen Prototypen und Serienbauteile aus vielen verschiedenen Materialien gefertigt werden. Ab sofort stellt Protiq hierfür auch den Werkstoff Zamak 5 zur Verfügung. Bild: Protiq

Zamak 5, eine Zink-Legierung mit Anteilen von Aluminium, Kupfer und geringen Mengen Magnesium, wurde bisher primär im Zinkdruckguss verarbeitet. Dabei wird geschmolzenes Metall mit großer Geschwindigkeit und unter hohem Druck in ein zuvor angefertigtes Werkzeug gepresst, das die Geometrie des Bauteils nach seiner Abkühlung definiert. Die oftmals händische Herstellung des Werkzeugs ist sehr aufwendig, weshalb der Zinkdruckguss in der Regel erst spät im Produktentwicklungsprozess eingesetzt wird, denn: Jede Geometrieanpassung an einem Bauteil erfordert die Herstellung eines neuen Werkzeugs. Je komplexer die Geometrie des Bauteils ist, desto höher ist entsprechend der Aufwand. Doch das gehört nun der Vergangenheit an. PROTIQ hat einen weltweit einzigartigen Prozesses zur additiven Verarbeitung des Serienmaterials Zamak 5 entwickelt, mit dessen Hilfe der für den Zinkdruckguss typische hohe Zeit- und Kostenaufwand ab sofort überwunden werden kann.

Enorme Zeit- und Kostenersparnis durch additive Fertigung

Während beim Zinkdruckguss Wochen verstreichen, bis das finale Bauteil fertig ist, steht das von Protiq durch selektives Laserschmelzen gefertigte Produkt dem Kunden innerhalb weniger Tage zur Verfügung. Ein teures Werkzeug ist nicht erforderlich, da das Bauteil aus formlosem Material Schicht für Schicht aufgebaut wird. Bei Änderungswünschen ist im 3D-Druck lediglich eine Anpassung des 3D-Modells notwendig. Der Produktionsaufwand bleibt stets derselbe. Funktionsprototypen können so direkt zu Beginn der Bauteilentwicklung wirtschaftlich angefertigt werden und bis zur finalen Form jederzeit durch Anpassung der CAD-Daten mit sehr geringem Aufwand verändert werden. So können nicht nur der Entwicklungsprozess und die Time-to-Market erheblich verkürzt, sondern auch die Flexibilität deutlich gesteigert werden.

Neben der Herstellung von Prototypen birgt die additive Verarbeitung von Zamak 5 das Potenzial, Bauteile direkt in Serie zu drucken. Auch für Ersatzteile aus Zink lohnt sich das 3D-Druckverfahren. Früher wurden für deren Herstellung Werkzeuge benötigt, die kostspielig eingelagert und im Beschädigungsfall repariert oder neu angefertigt werden mussten. Für die additive Fertigung wird nur ein entsprechender 3D-Satensatz benötigt, die Produktion kann ohne Verzögerung starten.

Auch kleine und mittelgroße Serien möglich

Protiq kann neben Prototypen auch kleine und mittelgroße Serien unter hohen Qualitätsstandards innerhalb weniger Werktage produzieren. Die Zertifizierungen nach DIN-ISO 9001und zur industriellen additiven Fertigungsstätte durch den TÜV SÜD stellen dies sicher. Die Oberflächen der additiv gefertigten Zamak-Bauteile lassen sich wie gewohnt galvanisch beschichten – zum Beispiel für eine edle, hochglänzende Chromoptik.

Unternehmensinformation

PROTIQ GmbH

Flachsmarktstraße 54
DE 32825 Blomberg
Tel.: +49 - 5235 - 3 43800
Fax: +49 - 5235 - 3 441154

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