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maschine+werkzeug 05/2015

Zerspanung unter Druck

EXTRA Luft- und Raumfahrt

Tagung - Künftig sollen in Flugzeugen nur noch ›grüne‹ Antriebe zum Einsatz kommen. Doch wie entstehen sie? Auf der International Conference on Turbomachinery Manufacturing in Aachen gab es Antworten.

Auf der ›International Conference on Turbomachinery Manufacturing‹ (ICTM) in Aachen gaben Ende Februar hochkarätige Referenten aus der Industrie Einblicke in die Herausforderungen der modernen Turbinenherstellung.

Mit der Reproduzierbarkeit und der guten Maßhaltigkeit von Bauteil zu Bauteil haben Anwender von additiven Verfahren selbst bei hochwertigen Produkten aus Metall und Kunststoff immer noch zu kämpfen. Das ergab ein aktueller Statusreport des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI). Dr. Erik Marquardt von der VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik aus Düsseldorf: »Nur wenn es komplexe Geometrien gibt, die sich anders nicht herstellen lassen, beißen die Luft- und Raumfahrer in den sauren Apfel und fertigen dann halt additiv.« Doch für Bauteile, die sich anders herstellen lassen, würden die bisherigen Fertigungsverfahren weiterhin eine große Rolle spielen, denn bei einer großen Fünf-Achs-Maschine gleicht ein Teil dem anderen.

Der 3D-Druck zählt also sicherlich zu den kommenden Verfahren, um die es auch auf dem Aachener Insiderkongress ICTM der Fraunhofer-Institute für Lasertechnik und Produktion (ILT/IPT) ging. Doch auch die ›Machining Technologies‹ kamen in der Kaiserstadt nicht zu kurz: Die unterschiedlichsten Verfahren zum Bearbeiten und Herstellen von Profilnuten nahm Dr. Gregor Kappmeyer, Associate Fellow (Machining) bei der Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG in Oberursel, unter die Lupe: Auch diese Technologien sind von den aktuellen Trends bei den Luftfahrtturbinen betroffen.

Zu schaffen machen den Herstellern warmfeste und hochfeste Werkstoffe wie Titan und Nickelbasislegierungen, die zu höheren Schnittkräften und steigendem Werkzeugverschleiß führen. Besonders betroffen sind die Unternehmen von den extrem steigenden Flugzeugbestellungen, die neue Fertigungsstrategien wie höhere Prozess-Stabilität, kompaktere Maschinen und eine Verbesserung der Lebenszykluskosten erfordern. Erschwerend kommen die engeren Toleranzen vor allem bei den neuen Leichtbaukomponenten hinzu.

  • Die ›International Conference on Turbomachinery Manufacturing‹ (ICTM) in Aachen hat sich zum Pflichttermin für Hersteller von Turbinen entwickelt.

    Die ›International Conference on Turbomachinery Manufacturing‹ (ICTM) in Aachen hat sich zum Pflichttermin für Hersteller von Turbinen entwickelt.

  • Die waagrechte Räummaschine von Forst Technologie eignet sich für das Räumen von Turbinenscheiben.

    Die waagrechte Räummaschine von Forst Technologie eignet sich für das Räumen von Turbinenscheiben.

  • Die ›Blade Integrated Disk‹ (Blisk) als wichtiges Turbinenbauteil erfordert höchste Zerspanungskunst.

    Die ›Blade Integrated Disk‹ (Blisk) als wichtiges Turbinenbauteil erfordert höchste Zerspanungskunst.

  • »Dank Automatisierung können wir Maschinen vollautonom 20 bis 37 Stunden betreiben.« Dr. Claus Eppler, Entwicklungsleiter der Chiron-Werke GmbH & Co. KG in Tuttlingen

    »Dank Automatisierung können wir Maschinen vollautonom 20 bis 37 Stunden betreiben.« Dr. Claus Eppler, Entwicklungsleiter der Chiron-Werke GmbH & Co. KG in Tuttlingen

  • »Für PECM spricht die prozesssichere und verschleißarme Serienproduktion.« Richard Keller, Geschäftsleitung der Emag ECM GmbH aus Gaildorf

    »Für PECM spricht die prozesssichere und verschleißarme Serienproduktion.« Richard Keller, Geschäftsleitung der Emag ECM GmbH aus Gaildorf

  • »Heutzutage befindet sich das Räumen, auch angesichts der Nickelbasislegierungen, in einer guten Position.« Dr. Gregor Kappmeyer, Associate Fellow (Machining) bei der Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG in Oberursel

    »Heutzutage befindet sich das Räumen, auch angesichts der Nickelbasislegierungen, in einer guten Position.« Dr. Gregor Kappmeyer, Associate Fellow (Machining) bei der Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG in Oberursel

  • Mit 3D-Messtechniken ist die direkte Kontrolle an Ort und Stelle möglich.

    Mit 3D-Messtechniken ist die direkte Kontrolle an Ort und Stelle möglich.

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