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maschine+werkzeug 06/2017

Zentrum für den Werkzeugbau

Maschinen

Bearbeitungszentren - Bei der Herstellung von Spritzgusswerkzeugen setzt LWM Werkzeug- und Maschinenbau seit 15 Jahren Hedelius-Maschinen ein. Die neuste Investition: ein Bearbeitungszentrum der Acura-Baureihe.

Es ist die vierte Hedelius, die Alwin Lamping, Inhaber und Geschäftsführer von LWM Werkzeug- und Maschinenbau, hat. Der Werkzeugbauer aus Vechta hatte bei seiner jüngsten Investition nicht lange gezögert. Auf der vergangenen AMB in Stuttgart hatte er die ›Acura 65‹ unter Span erlebt und war sofort von der kompakten Maschine überzeugt.

In den vergangenen Monaten hat sich das neue Bearbeitungszentrum bei LWM schon bezahlt gemacht. Auf der Acura 65 werden viele Einzelteile gefertigt, zum Beispiel Mundstücke für Extrusionswerkzeuge und Köpfe für Schmelzrohre. Das Besondere: Einige der Werkstücke werden vor dem Wochenende eingespannt und laufen dann mannlos über das Wochenende durch. Das Bearbeiten von Werkstücken ohne Eingreifen eines Bedieners ist grundsätzlich ein Thema bei LWM.

  • Auf den ›Hedelius C80 2300‹ und ›BC 125 3500‹ werden bei LWM Spritzgusswerkzeuge hergestellt.

    Auf den ›Hedelius C80 2300‹ und ›BC 125 3500‹ werden bei LWM Spritzgusswerkzeuge hergestellt.

  • Ein Elastomere-Leitstück zur Herstellung von Schläuchen, gefräst auf einer ›Tiltenta 7‹ 2600 von Hedelius.

    Ein Elastomere-Leitstück zur Herstellung von Schläuchen, gefräst auf einer ›Tiltenta 7‹ 2600 von Hedelius.

  • Inhaber und Geschäftsführer Alwin Lamping (links) zusammen mit seinem Sohn Michael Lamping (rechts) und Hedelius-Geschäftsführer Dennis Hempelmann vor der neuen ›Acura 65‹.

    Inhaber und Geschäftsführer Alwin Lamping (links) zusammen mit seinem Sohn Michael Lamping (rechts) und Hedelius-Geschäftsführer Dennis Hempelmann vor der neuen ›Acura 65‹.

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»Einige Werkzeuge haben Laufzeiten von zwei bis drei Wochen, da laufen die Maschinen rund um die Uhr«, erzählt Lamping. LWM hat sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem mittelständischen Werkzeugbauer entwickelt, der sich speziell bei Werkzeugen für Thermoplaste und Elastomere einen Namen gemacht hat.

Aus einem Nebengewerbe nach Feierabend hat Lamping über zwei Jahrzehnte ein erfolgreiches Unternehmen im Werkzeug- und Maschinenbau mit 25 Mitarbeitern aufgebaut. In den Anfängen fertigte der gelernte Schlosser auf gerade einmal 150 Quadratmetern Werkzeuge für einen Partner aus der Kunststoffindustrie. Heute wird in drei Hallen für Kunden weltweit, unter anderem aus der Baubranche und dem Automotive-Bereich, produziert.

Mit den Werkzeugen von LWM lassen sich Bau- und Fassadendichtungen und Profile herstellen. »Mit unseren Werkzeugen werden beispielsweise Dichtungen für Türen in Hotels, Museen oder Flughäfen hergestellt«, erzählt Lamping. Sein Unternehmen hat sich aber nicht auf einige wenige Branchen fokussiert, sondern arbeitet äußert flexibel.

»Wenn einer ein Problem hat, dann lösen wir das. Wir müssen uns einfach etwas einfallen lassen«, sagt der Unternehmer. »Die Ansprüche unserer Kunden sind sehr unterschiedlich, aber immer hoch.« Dabei arbeitet LWM oft nur nach Projektionszeichnungen, ohne detaillierte Vorgaben. Neben dem Werkzeugbau werden bei LWM auch Sondermaschinen für die Kunststoffbearbeitung, insbesondere zur Herstellung von Elastomeren, gebaut.

Die hohe Flexibilität des Mittelständlers spiegelt sich in der Fertigung wider. Hier werden fast ausschließlich Einzelteile gefertigt. Das Produktspektrum reicht von Extrusionsköpfen und Leitstücken für Extrusionswerkzeuge bis zu kompletten Spritzgusswerkzeugen mit einem Gewicht von vier Tonnen. Die Vielfalt und Komplexität der Produkte ist ein Teil des Erfolgsrezeptes von LWM.

»Wo unser Know-how gefragt ist, ist der Wettbewerb geringer«, so Lamping. Dabei stellt er selbst höchste Ansprüche an die Qualität der Produkte. »Wir testen unsere Produkte gründlich, bevor die zum Kunden gehen.« Um die hohen Kundenerwartungen und die eigenen Ansprüche zu erfüllen, setzt LWM unter anderem vier Bearbeitungszentren von Hedelius ein.

Die Geschäftsbeziehung von LWM und Hedelius begann vor 15 Jahren. »Ich brauchte eine Maschine für die Herstellung von Werkzeugen für Dichtungsringe«, erinnert sich Lamping. »Hedelius war der einzige, der die Maschine so bauen konnte, wie ich sie brauchte.« Seitdem ist das Bearbeitungszentrum im Dauereinsatz. »Es hat noch nicht ein Weihnachten gegeben, an dem die ›BC 125‹ nicht gelaufen ist«, sagt Lamping.


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