nach oben
maschine+werkzeug 07/2013

Wirtschaftliches Einstiegsmodell

Technik - Maschinen

Fräsen/Bohren - Mit der Fräs- und Bohrmaschine Picomax 56 Top von Fehlmann ist sowohl der manuelle wie ein CNC-Einsatz möglich. Für Heine Optotechnik ist das Konzept nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht vorteilhaft.

»Hier geht es zur Präzisions-Fräs- und Bohrmaschine Picomax 56 Top von Fehlmann.

Eigentlich wollte Fehlmann die acht Maschinen umfassende Erstserie der Picomax 56 Top (touch or program) – erstmals vorgestellt auf der Euromold 2011 – nur bei Firmen im nahen Umfeld platzieren, um im Servicefall schnell reagieren zu können. Diese geplante räumliche Nähe zum schweizerischen Seon trifft auf Heine Optotechnik in Herrsching jedoch nicht mehr zu. Einerseits hatte Heine gerade Bedarf für einen Ersatz. Andererseits war die Maschine nahezu ideal auf die eignen Vorstellung zugeschnitten. Die Maschine sollte kompakt gebaut sein, einfach zu bedienen und wenn möglich sogar mit einer Heidenhain-Steuerung ausgerüstet sein.

Mit einer Picomax 60 hatte Heine bereits über 13 Jahre positive Erfahrungen und so bestand das Optotechnik-Unternehmen darauf, eine Picomax 56 Top aus der Erstserie zu bekommen. Ein entscheidender Grund war, dass Heine die Bereiche des Prototypen- und Werkzeugbaus vereinen wollte, im Prototypenbau jedoch einige Mitarbeiter ohne jegliche CNC-Kenntnisse beschäftigt waren. Da es zu dem Zeitpunkt kein vergleichbares Maschinenkonzept auf dem Markt gab, favorisierte Heine die Picomax 56 Top.

Dass Heine Optotechnik im Frühjahr dieses Jahres dann in eine zweite Maschine gleichen Typs investierte, hat für Josef Schmid, Leiter Produktion, nicht nur Bedarfsgründe: »Wir haben ein sehr häufig wechselndes Produktspektrum zu fertigen, und hier hat sich gezeigt, dass einerseits die manuelle Bedienung der Maschine sehr wirtschaftlich sein kann, anderseits mit der Heidenhain-Steuerung viel mehr möglich ist. Besonders interessant war für uns, zu sehen, wie schnell die Mitarbeiter ohne CNC-Kenntnisse die Scheu vor der Maschine abgelegt haben.«

Die Picomax 56 Top ist ein vertikales Drei-Achs-CNC-Zentrum, mit Teilapparat zum vierachsigen Positionieren oder Simultanfräsen, dessen Einsatz auch manuell über Bohrhebel und Handräder möglich ist. So können Fräs-, Bohr- und Gewindebearbeitungen ohne zeitaufwendiges Programmieren schnell, sicher und effizient ausgeführt werden.

Der manuelle Einsatz erweist sich bei Einzelteilen oder Kleinstserien als besonders wirtschaftlich, bei denen beispielsweise zwei Bohrungen oder eine Tasche gefräst werden müssen. Dabei entfällt jeglicher Programmieraufwand. Eine Tatsache, die den Verantwortlichen bei Heine sehr entgegenkommt. Denn neben den Werkzeugen werden auch meist einfache Vorrichtungen für die circa 70 Montageplätze fertigt.

Georg Pfaffenbauer, Leiter Werkzeugbau, sieht diese Flexibilität aber ohnehin als dringend erforderlich: »Für solche einfachen Bauteile, mit Losgrößen zwischen 10 bis 20 Stück, wäre der Einsatz einer Fünf-Achs-Maschine wie mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Wir suchen nicht die Zehntelsekunde oder das große Drehmoment.«

Wichtiger war eine hochwertige Maschine mit Präzision und Reproduzierbarkeit. »Entscheidend waren in erster Linie aber die Handhabung, Zugänglichkeit und die Kompaktheit. Deshalb ist dieses Maschinenkonzept für uns fast schon maßgeschneidert«, unterstreicht Pfaffenbauer.

Die Hartnäckigkeit, eine Maschine bereits aus der Erstserie zu bekommen, hat sich für Heine ausgezahlt. Kenntnisse über die Heidenhain-Steuerung waren bereits vorhanden. Mitarbeiter, die ohne CNC-Kenntnisse kamen, bedienen die Maschine heute wie im Schlaf, und speziell für die Auszubildenden bietet die Maschine eine moderne Basis, um darauf aufzubauen.

Fehlmann ist mit der Picomax 56 Top der Spagat zwischen konventioneller und CNC-Maschine gelungen. Der Schweizer Maschinenhersteller setzt bei dem Konzept auf direkte Messsysteme, verbaut eine ölgekühlte Motorspindel mit Drehzahlen bis 12000 min-1 und bietet ein durchdachtes Bedienungskonzept. Roland Sandmeier, Verkaufsleiter Deutschland bei Fehlmann, erklärt: »Die Picomax 56 Top ist das Nachfolgemodell unserer Picomax 54, die wir aufrüsten und universeller einsetzbar machen mussten. Der Markt ist zweifelsohne dafür da, denn die Maschine wird zu 95 Prozent mit Bohrhebel und Handrad geordert.«

Josef Schmid ist mit der Picomax 56 Top absolut zufrieden: »Das Konzept hat uns überzeugt, deshalb haben wir auch relativ schnell in eine zweite Maschine investiert. Zu Beginn war die Maschine von früh bis abends belegt, selbst von den Mitarbeitern, die von den konventionellen Maschinen kamen, und es ist damit ein sehr viel größerer Bereich abzudecken, als wir das ursprünglich dachten.«

  • Mit dem vertikalen Drei-Achs-CNC-Zentrum Picomax 56 Top ist der Einsatz manuell über Bohrhebel und Handräder möglich.

    Mit dem vertikalen Drei-Achs-CNC-Zentrum Picomax 56 Top ist der Einsatz manuell über Bohrhebel und Handräder möglich.

  • Georg Pfaffenbauer, Roland Sandmeier und Josef Schmid (von links).

    Georg Pfaffenbauer, Roland Sandmeier und Josef Schmid (von links).

1 | 0

Anzeige - das nächste Bild wird in Sekunden angezeigt - überspringen

Anzeige - das nächste Bild wird in Sekunden angezeigt - überspringen

Unternehmensinformation

Fehlmann AG Maschinenfabrik

Birren 1
CH 5703 SEON
Tel.: 004162-7691111
Fax: -7691192

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren
keine Kommentare
Diesen Artikel kommentieren





Über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zweck der Kommentierung von Inhalten informiert Sie unsere Datenschutzerklärung.
Aktuelle Videos

Design-Tipps für Direktes Metall-Lasersintern (DMLS)


Zu den Videos

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Aktuellen Newsletter ansehen

Basics
Zur Übersicht aller Basics
Suchalert speichern
© Fotolia.com/Zerbor

Wir benachrichtigen Sie per E-Mail über neue Suchergebnisse zu Ihrer Suchanfrage. Speichern Sie hierzu einfach Ihre aktuelle Suchanfrage in Ihrem persönlichen Profil.


So geht's