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maschine+werkzeug 07/2018

"Vor 20 Jahren hätte kein Werkzeug- und Formenbauer geglaubt, was heute geht."

Markt

Interview - Seit einem Jahr ist Christian Jung Geschäftsführer bei GF Machining Solutions in Deutschland. Er hat den Markt im Blick, aber auch ein Portfolio an sehr vielfältigen Technologien, für die das Unternehmen steht.

Herr Jung, Welche Ziele hat GF Machining Solutions für die Zukunft?

In Deutschland werden wir unsere Marktanteile weiter ausbauen. Wir kommen ursprünglich vom Erodieren, sind hier bereits sehr gut am Markt etabliert und sehen weitere Wachstumsmöglichkeiten. Mit unserer Marke Mikron Mill im Fräsen sind wir ebenfalls sehr stark unterwegs, ganz besonders im Werkzeug und Formenbau. Mit unseren Neuerungen im Fräsen bieten wir unseren Kunden neue Möglichkeiten und wollen auch in der Teilefertigung weiterwachsen. Gerade bei der Fertigung komplexer Teile müssen unsere Kunden immer besser und effektiver werden. Hier ergänzen wir unser Portfolio mit der eigenen Automation und gehen von zehn Prozent jährlichem Wachstum aus. Mit unseren Laser- und Microlution-Maschinen und unseren Tooling-Technologien ergänzen wir unsere Basis um weitere vielversprechende Wachstumschancen.

  • Christian Jung, Geschäftsführer bei GF Machining Solutions in Deutschland. Bild: maschine+werkzeug

    Christian Jung, Geschäftsführer bei GF Machining Solutions in Deutschland. Bild: maschine+werkzeug

  • »Unser Portfolio ist eine sehr komplexe Angelegenheit. Wir bedienen keine Massenproduktion. Das schafft ganz andere Voraussetzungen und Themen.« Christian Jung, Managing Director GF Machining Solutions GmbH. Bild: maschine+werkzeug

    »Unser Portfolio ist eine sehr komplexe Angelegenheit. Wir bedienen keine Massenproduktion. Das schafft ganz andere Voraussetzungen und Themen.« Christian Jung, Managing Director GF Machining Solutions GmbH. Bild: maschine+werkzeug

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Ist die Automation der Hauptwachstumsbereich?

Vom Umsatzverhältnis her kommt die Automation nicht an das Erodieren oder Fräsen heran, aber es ist eine sehr positive Ergänzung. Die Bereiche Automation und Fräsen bieten sicher mehr Möglichkeiten als das Erodieren. Die Kunden sind stets bestrebt, ihre Prozesse weiterzuoptimieren oder Fertigungszeiten auszudehnen. Wir stellen auch fest, dass nach guten Entwicklungen in den vergangenen Jahren das Geld für Investitionen vorhanden ist.

Welche Rolle spielt das Erodieren?

Das Erodieren ist nach wie vor unsere Basistechnologie, die stückzahlmäßig den größten Anteil im Vertrieb ausmacht. Aber eine große Fräsmaschine ist natürlich teurer. Umsatzmäßig baut sich der Fräsbereich daher weiter auf. Im Vergleich zum Fräsen gibt es allerdings im Erodieren deutlich weniger Anbieter. Wir sehen uns als die Nummer 1 im Markt mit der größten Verbreitung.

Beim Fräsen sehen Sie mehr Potenzial?

Wir haben noch nicht die Verbreitung wie unsere großen Marktbegleiter. Wir kamen über den Werkzeug- und Formenbau zum Fräsen. Unser Ziel, hier wie auch in der Automatisierung zweistellig zu wachsen, erreichen wir nicht jeden Monat, aber wir haben auch immer wieder mal große Projekte, die das dann ausgleichen. In der Summe haben wir mit allen Technologien ein positives Ergebnis. 2016 ist die Firma Microlution hinzugekommen, ein amerikanisches Unternehmen, das wir gekauft haben. Dieser Bereich stellt einen sehr interessanten Nischenmarkt dar.

Wie sieht diese Nische aus?

Wir erweitern damit die bislang schon vorhandenen Möglichkeiten in der Lasertechnologie. Was Sie mit dem Draht nicht mehr machen können, bekommen Sie per Laser auf einer Microlution hin. Sie ist eine geniale Ergänzung für unseren Erodierbereich, eben weil die Maschine auch kleinste, hochpräzise Bauteile bearbeiten kann. Das sind in der Regel Spezialanwendungen.

Wo liegen mögliche Einsatzbereiche?

Kleinste Löcher für Düsen können nicht nur erodiert, sondern auch gelasert werden. In der Medizintechnik geht es um sehr filigrane Feinstbauteile. In der Schweiz sind wir mit den Maschinen auch in der Uhrenindustrie vertreten. Der Kurzpulslaser der Microlution bringt keine Wärme in das Material ein. Somit ist die Bearbeitung sehr genau, gratfrei und ohne Veränderung des Bauteils.


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Unternehmensinformation

GF Machining Solutions GmbH

Steinbeisstraße 22 - 24
DE 73614 Schorndorf
Tel.: 07181-926-0
Fax: 07181-926-190

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