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maschine+werkzeug 06/2012

Viel mehr als Lohnfertigung

Technik - Maschinen

Bearbeitungszentren - Auf den ersten Blick wirkt Design-Werkes wie ein gewöhnlicher US-amerikanischer Lohnfertigungsbetrieb mit Haas-CNC-Maschinen. 95 Prozent der Erzeugnisse, die das Werk verlassen, hat das Unternehmen jedoch selbst konstruiert.

Steven M. Kille, Firmenchef (Präsident und CEO) von Design-Werkes aus Neuengland, begründete sein Geschäft als freiberuflicher Konstrukteur. Eines Tages begann er, Anlagen für die zerstörende Dauerfunktionsprüfung von Automobilteilen – aus eigener oder fremder Konstruktion – selbst zu fertigen.

Doch auch dabei ist es nicht geblieben: Heute konstruiert, fertigt und montiert Design-Werkes komplexe elektromechanische Teilsysteme, beispielsweise für öffentliche Verkehrsmittel mit Hybridantrieb. Kille schwört auf Prozessoptimierung – seiner Meinung nach der einzige Weg, auf längere Sicht noch gewinnbringend in den USA zu produzieren.

Entwürfe umsetzen

»Also, wir sind ganz sicher kein typischer Lohnfertiger«, betont Gründer und Eigentümer Steve Kille. »Vor dem Kauf der ersten Haas VF-3 im Jahr 2002 hatte ich rein gar nichts gefertigt. Ich entwarf mechanische Produkte auf Papier.« Genauer gesagt, Kille konstruierte elektromechanische Kfz-Baugruppen, wie zum Beispiel Schaltsysteme – Produkte, die gewöhnlich auf Herz und Nieren geprüft werden, da Rückrufaktionen wegen vorzeitiger Ausfälle die Automobilhersteller teuer zu stehen kämen. »Nicht selten musste ich als Konstrukteur Lohnbetriebe zur Fertigung der Prüfstände anleiten«, so Kille. »Eines Tages schlug ich mir dann an die Stirn: Da ich nun einmal Spezialist für mechanische Konstruktion bin, wäre es nicht sinnvoller, die Entwürfe auch gleich selbst umzusetzen?« Über die Konstruktion des eigentlichen Produkts hinaus, so erkannte er, konnte er einen beachtlichen Mehrwert bieten, indem er auch die Prüfstände konstruierte und fertigte und schließlich geprüfte Endprodukte auslieferte.

Als ehemaliger Verantwortlicher für größere CNC-Anlagen – nicht zuletzt im Rahmen einer längeren Tätigkeit bei GE – fehlte es Kille keineswegs an praktischer Erfahrung in der Metallbearbeitung. »Als erst einmal die Entscheidung gefallen war, machten wir uns auf die Suche nach Maschinen. Schnell wurde deutlich, dass Haas bei Weitem das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bot. Da wir uns auch Gebrauchtmodelle ansahen, erkannten wir zudem, dass der Wert der Maschinen über Jahre erhalten bleibt. Eines Abends nach der Arbeit fuhren wir mit dem ganzen Team in das Haas Factory Outlet in New Hampshire und ließen uns verschiedene Modelle vorführen. Die Wahl fiel auf das vertikale Bearbeitungszentrum VF-3.«

Rund ein Jahr später kamen ein VF-2 und ein Drehzentrum des Modells SL-10 hinzu. Doch damit nicht genug: »Vor dem Konjunktureinbruch kauften wir noch ein zweites VF 3, und als die Erholung einsetzte, ging es mit einem SL-20, einem VF-5 und einem dritten VF-3 weiter. Vor zwei Jahren folgten dann ein VF-6 und ein VF-5SS, denen wir schließlich im Dezember ein weiteres VF-5SS hinzufügten.« Den Kauf der beiden Super-Speed-Maschinen sieht Kille als Wendepunkt: »Ab sofort werden wir wohl der SS-Reihe treu bleiben. Den Produktivitätszuwachs gegenüber den Standardmodellen würde ich auf 20 Prozent schätzen. Hinzu kommt, dass wir zu rund 90 Prozent Aluminium zerspanen. Das macht die Spindeldrehzahl von 12.000 min-1 besonders wichtig.«

  • Design-Werkes setzt in der Fertigung vertikale Bearbeitungszentren, Super-Speed-Maschinen und Drehmaschinen von Haas ein.

    Design-Werkes setzt in der Fertigung vertikale Bearbeitungszentren, Super-Speed-Maschinen und Drehmaschinen von Haas ein.

  • Kleinere Werkstücke aus Aluminium.

    Kleinere Werkstücke aus Aluminium.

  • »Wir konstruieren nicht nur die Bauteile, sondern kennen auch sämtliche Fertigungsprozesse.« Steven M. Kille, Firmenchef (Präsident und CEO) von Design-Werkes

    »Wir konstruieren nicht nur die Bauteile, sondern kennen auch sämtliche Fertigungsprozesse.« Steven M. Kille, Firmenchef (Präsident und CEO) von Design-Werkes

  • Auf der VF-5SS High-Speed werden bei Design-Werkes großflächige Werkstücke bearbeitet.

    Auf der VF-5SS High-Speed werden bei Design-Werkes großflächige Werkstücke bearbeitet.

  • Die Haas-Maschinen sind bei Design-Werkes täglich in zwei Schichten insgesamt 20 Stunden lang im Einsatz.

    Die Haas-Maschinen sind bei Design-Werkes täglich in zwei Schichten insgesamt 20 Stunden lang im Einsatz.

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