nach oben
11.05.2018

Verkaufsstart für Hermles MPA-Maschinen weiter offen

Wann Werkzeugmaschinenhersteller Hermle erste Maschinen mit integrierter MPA-Technologie für Additive Manufacturing an Kunden ausliefern kann, bleibt weiter offen. Um mehr Bauteile für die Industrie fertigen zu können und die Technologie weiter zu erproben, werden die Kapazitäten bei der Hermle Maschinenbau GmbH (HMG) in Ottobrunn bei München erhöht, wo die Technologie angesiedelt ist.

Am Rande der Hausausstellung des Unternehmens in Gosheim erklärte Franz-Xaver Bernhard, Vorstand Vertrieb, Forschung und Entwicklung der Hermle AG, die Technologie solle mehr und mehr marktfähig gemacht werden. Ziel des Unternehmens sei es nach wie vor, solche Maschinen irgendwann auch zu verkaufen, damit der Kunde seine Teile darauf selber fertigen kann. „Davon sind wir im Moment aber noch ein Stück weit entfernt“, schränkte Bernhard ein. Wann es so weit ist, wisse man derzeit schlichtweg nicht.

  • Franz-Xaver Bernhard, Vorstand Vertrieb, Forschung und Entwicklung der Hermle AG.  Bild: maschine+werkzeug

    Franz-Xaver Bernhard, Vorstand Vertrieb, Forschung und Entwicklung der Hermle AG. Bild: maschine+werkzeug

  • Hermles MPA vereint Fräszentrum mit Additive Manufacturing in einer Maschine. Bild: Hermle

    Hermles MPA vereint Fräszentrum mit Additive Manufacturing in einer Maschine. Bild: Hermle

1 | 0

Anzeige - das nächste Bild wird in Sekunden angezeigt - überspringen

Anzeige - das nächste Bild wird in Sekunden angezeigt - überspringen

Hermle befasst sich seit mehr als zehn Jahren mit der Entwicklung neuer Technologien und Verfahrenstechniken auf dem Gebiet des Additive Manufacturing. Mit seinem Metallpulverauftragsverfahren (MPA) beschreitet der Maschinenhersteller dabei einen Sonderweg. Das Verfahren arbeitet weder mit Laser noch mit einer Elektronenstrahlquelle, sondern ist ein thermisches Spritzverfahren, bei dem ein Trägergas Pulverpartikel auf sehr hohe Geschwindigkeiten beschleunigt und durch eine Düse aufs Werkstück aufbringt. Weil das Verfahren die Wärme und die hohen Drücke nutzt, die aufgrund der Verformung der Pulverpartikel beim Aufprall entstehen, lassen sich auch Materialien wie Stahl und Kupfer prozesssicher und dauerhaft miteinander verbinden.

Die HMG in Ottobrunn tritt als Dienstleister auf und fertigt im Kundenauftrag Bauteile, in die beispielsweise Kühlkanäle oder wärmeleitende Elemente integriert sind. Gefragt sind solche Teile vor allem im Werkzeug- und Formenbau. „Derzeit sind wir hoffnungslos überlastet“, kommentierte Bernhard die enorm angestiegene Nachfrage nach den mit dem MPA hergestellten Teilen. Es braucht eine ganze Zeit, bis ein gewisses Vertrauen da ist. Nach den ersten Testbauteilen nehme der Bedarf aber in erstaunlichem Maße zu. Derzeit wird in Ottobrunn eine neue Hermle C42 MPA in Betrieb genommen. Auf ihr wird die Technologie weiter erprobt, damit sie auch auf diesem Maschinenmodell optimale Ergebnisse bringt. Mit insgesamt zehn dieser Maschinen soll die Kapazität der HMG bis zum kommenden Jahr erweitert werden. Die Umsätze durch diese Dienstleistungen decken laut Bernhard nur einen Teil der Kosten für Hermles Additive-Manufacturing-Projekt ab. Anhand ausgewählter Musterteile wird die HMG auf der Rapidtech demonstrieren, was mit ihrer Technologie alles machbar ist.


Inhaltsverzeichnis
Unternehmensinformation

Berthold Hermle AG Maschinenfabrik

Industriestraße 8-12
DE 78559 Gosheim
Tel.: 07426-95-0
Fax: -6109

Aktuelle Videos

Impressionen vom Technologietag bei Emag ECM im November 2018


Zu den Videos

Newsletter

Sie wollen immer top-aktuell informiert sein? Dann abonnieren Sie jetzt den kostenlosen Newsletter!

Hier kostenlos anmelden

Aktuellen Newsletter ansehen

Basics
Zur Übersicht aller Basics
Suchalert speichern
© Fotolia.com/Zerbor

Wir benachrichtigen Sie per E-Mail über neue Suchergebnisse zu Ihrer Suchanfrage. Speichern Sie hierzu einfach Ihre aktuelle Suchanfrage in Ihrem persönlichen Profil.


So geht's