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22.01.2020

VDMA-Einheitsblatt klärt Sicherheitsanforderungen für Spannvorrichtungen

Die Sicherheit im Umgang mit Maschinen spielt auf der Metav 2020 in verschiedenen Foren eine Hauptrolle: So geht es in Düsseldorf unter anderem um das neue VDMA-Einheitsblatt 34192, das die Zusammenarbeit zwischen den Herstellern von Werkzeugmaschinen und Spannvorrichtungen verbessern und so die Sicherheit erhöhen soll.

„Ich begrüße es sehr, dass der VDMA das Thema Spannvorrichtungen mit dem Einheitsblatt angegangen ist“, blickt Alfred Hillinger, Konstruktionsleiter der Hainbuch GmbH aus Marbach (bei Ludwigsburg) zurück. „Sowohl Maschinen- als auch Spannmittelhersteller haben nämlich immer die gleichen Probleme.“ Dazu zählen Grauzonen und Interpretationslücken.

  • Alfred Hillinger, Konstruktionsleiter Hainbuch GmbH: „Das VDMA-Einheitsblatt ist eine saubere, lückenlose Grundlage, die typische Schnittstellen-Probleme minimiert.“ Bild: Hainbuch

    Alfred Hillinger, Konstruktionsleiter Hainbuch GmbH: „Das VDMA-Einheitsblatt ist eine saubere, lückenlose Grundlage, die typische Schnittstellen-Probleme minimiert.“ Bild: Hainbuch

  • Bernt Ritz, Referent für Technik, Normung und Spannzeuge im VDMA-Fachverband Präzisionswerkzeuge: „Das Einheitsblatt dient dem Konstrukteur als Checkliste, mit der er überprüfen kann, welche sicherheitstechnischen Fragen er bei der Konstruktion beachten muss.“ Bild: VDMA

    Bernt Ritz, Referent für Technik, Normung und Spannzeuge im VDMA-Fachverband Präzisionswerkzeuge: „Das Einheitsblatt dient dem Konstrukteur als Checkliste, mit der er überprüfen kann, welche sicherheitstechnischen Fragen er bei der Konstruktion beachten muss.“ Bild: VDMA

  • Dr. Volker Wittstock, Professur für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik, TU Chemnitz: „Bei Tests mit unseren Auszubildenden stellte sich heraus, dass es Probleme beim Befestigen des Spannfutters an der Drehmaschine gibt, weil sie diesen Job nicht oft durchführen.“ Bild: Fecht

    Dr. Volker Wittstock, Professur für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik, TU Chemnitz: „Bei Tests mit unseren Auszubildenden stellte sich heraus, dass es Probleme beim Befestigen des Spannfutters an der Drehmaschine gibt, weil sie diesen Job nicht oft durchführen.“ Bild: Fecht

  • Der Maschinenhersteller kann sich künftig bei Spannmitteln (hier ein Hainbuch-Backenmodul) dank VDMA-Einheitsblatt auf das Einhalten von Standards verlassen. Bild: Hainbuch

    Der Maschinenhersteller kann sich künftig bei Spannmitteln (hier ein Hainbuch-Backenmodul) dank VDMA-Einheitsblatt auf das Einhalten von Standards verlassen. Bild: Hainbuch

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Fehlinterpretationen kursieren im Internet

Für Probleme würden die unterschiedlichsten Meinungen zur Interpretation der neuen Maschinenrichtlinie 2006/42/EG sorgen, die im Internet zu Spannvorrichtungen und -mitteln kursieren. „Darunter sind auch einige falsche Interpretationen – zum Beispiel, dass die Maschinenrichtlinie die Spannvorrichtungen vollumfänglich berücksichtigt“, berichtet Hillinger. „Doch sie hebt eben nicht explizit auf Spanntechnik ab.“ Im ersten Schritt entwickelte die Branche gemeinsam mit VDMA-Fachverbänden das VDMA-Positionspapier „Spannvorrichtungen zur Verwendung an Maschinen“, das seit dem Jahr 2017 den Gültigkeitsbereich absteckt und ein Verfahren zur Erfüllung der Anforderungen aus dem Produktsicherheitsgesetz vorschlägt. „Wir merkten bei der Arbeit am Positionspapier, dass immer noch viele Detailpunkte zu klären sind“, erinnert sich der Konstruktionsleiter. „Das Positionspapier diente daher als Startpunkt für einen Arbeitskreis, in dem bewusst sowohl Maschinenhersteller als auch unsere Kunden aktiv mitarbeiteten.“ Als deutlichen Vorteil empfindet Hillinger, dass er nicht mehr bei jedem Auftrag mit dem Maschinenhersteller und Endanwender über Grundlagen diskutieren muss, die dank des VDMA-Einheitsblattes nun feststehen. Vorbei sei die Gefahr, dass an Projektpartner Anforderungen gestellt werden, die sie nicht erfüllen können. „Wir stellten immer wieder Lücken fest, die wir im Detail besprechen“, erklärt Hillinger. „Jetzt haben wir mit dem VDMA-Einheitsblatt eine saubere, lückenlose Grundlage, die typische Schnittstellen-Probleme minimiert.“


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VDMA - Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

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Fax: 069-6603-1511

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