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maschine+werkzeug 06/2016

Turnkey-Lösung

EXTRA Automotive

Leichtbau - Finoba Automotive bearbeitet Gussteile aus Aluminium und Magnesium für die großen Automobilbauer. Mit dem boomenden Leichtbau floriert der Zulieferer. Für mehrere neue Produktionslinien investierte das Unternehmen wieder einmal. Diesmal in einen Neubau und vier weitere Bearbeitungszentren von Chiron.

Dass Finoba zu den innovativsten Automobilzulieferern Deutschlands gehört, wurde dem Unternehmen aus dem hessischen Baunatal erst kürzlich bestätigt, als es zu den Top 100 der innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstandes gewählt wurde. Als Tier-1- und Tier-2-Lieferant bearbeitet Finoba Gussteile aus Aluminium und Magnesium. Zu den Kunden gehören unter anderem Volkswagen, Audi, BMW und Porsche.

Das Unternehmen bietet seinen Kunden komplette Prozessketten an – von der Wärmebehandlung über die maschinelle Bearbeitung bis zum Waschen und Beizpassivieren – um nur einige Prozesse zu nennen. Und es orientiert seine Werks- und Produktionsplanung an den Bedürfnissen seiner Kunden.

In der Laudatio zur Top-100-Auszeichnung wird die Orientierung des Unternehmens am Kunden als wichtiges Charakteristikum genannt. »Wir zeichnen uns vor allem durch maßgeschneiderte Lösungen aus. Hierzu stimmen wir uns eng mit unseren Auftraggebern ab, gemeinsam entwickeln wir die beste Lösung. Innovative Ideen sind der Kern unserer Arbeitsweise«, erläutert Marketingleiter Thorsten Briele. Die Geschäftsführer Guido Barde und Rinze Dijkstra halten persönlich den Kontakt zu Schlüsselkunden. Unterstützt werden sie von einem Vertriebsteam, das nicht nur aus Verkäufern besteht, sondern auch aus qualifizierten Technikern, die mit den Entwicklungs- und Fertigungsleitern sowie mit den Einkäufern der Automobilkonzerne auf Augenhöhe kommunizieren können.

Gemeinsam mit den Kunden erstellen die Geschäftsführer und ihr Team dann ein maßgeschneidertes Bearbeitungskonzept und setzen es um. Das geht so weit, dass für konkrete Kundenprojekte sogar eigene Fertigungsstätten gebaut werden – etwa das Werk in Rottenburg an der Laaber, das für die Kooperation mit BMW eingerichtet worden ist. Dort hat Finoba eine komplett automatisierte Prozesskette aufgebaut. Bearbeitet werden Instrumententafelträger aus Magnesium-Gussteilen, die im BMW 7er verbaut werden. Eine weitere positive Standortentwicklung wird angestrebt, denn der Bedarf an Leichtmetallteilen für den Automobilbau wächst ungebrochen.

Der Name Finoba steht für Finishing, Oberflächenbehandlung und Produktbearbeitung und deutet auf die Ursprünge der Firma hin. Als Guido Barde 1996 das Unternehmen gründete, bearbeiteten er und sein Team in der Entwicklung zunächst Türen-Strukturbauteile aus Aluminium für den VW Phaeton. »Volkswagen suchte damals einen Partner für die Bearbeitung der Teile«, erzählt Thorsten Briele. Volkswagen, dessen Werk Baunatal gleich in der Nachbarschaft des Finoba-Stammsitzes liegt, ist auch heute noch der größte Kunde, wenngleich Finoba sich auf dem Weg der Diversifizierung befindet.

Seit den Anfängen hat sich der Zulieferer rasant entwickelt. Mitarbeiterzahl und Umsatz haben sich binnen weniger Jahre verzehnfacht. Aktuell arbeiten mehr als 500 Mitarbeiter an den drei Standorten in Baunatal, Kassel und Rottenburg an der Laaber.

Aus dem Dienstleister ist ein Komplettanbieter geworden. Briele: »Es gibt viele Dienstleister, die Teilprozesse beherrschen, aber kaum jemand übernimmt den gesamten Bearbeitungsprozess von der Wärme- und mechanischen Behandlung, über Richtprozesse und Dichtheitsprüfung bis zum Waschen, Beizen und Passivieren.« Mittlerweile bearbeitet Finoba Struktur- und Fahrwerkteile sowie Motor- und Antriebskomponenten für verschiedene Hersteller – im Jahr etwa drei Millionen Stück. Dazu gehören Stoßdämpferaufnahmen, Instrumententafelträger oder Längsträger.

Einen entscheidenden Schritt machte Finoba 2008 mit dem Einstieg in die spanende Fertigung: Um den Wasserkasten und die Sitzaufnahmen des Audi A8 zu bearbeiten, kaufte Finoba damals zwei ›Chiron Mill 2000‹. Nach und nach wurde der Maschinenpark größer. Derzeit stehen am Hauptsitz in Baunatal bereits 36 Chiron-Maschinen auf 12.000 Quadratmetern, in vier Hallen verteilt. Die vierte Halle wurde 2015 fertiggestellt, »weil die restlichen Hallen bereits bis unters Dach voll waren«, betont Briele.

  • Schon beim Einstieg in die Zerspanung setzte Finoba auf Chiron. Für die neue Fertigungslinie hat Chiron als Generalanbieter eine komplett verkettete, schlüsselfertige Anlage geliefert. Sie besteht aus vier Fräszentren, zwei Portalen mit je einem Roboter, einer Durchlaufwaschanlage und einer Helicoilanlage mit Kameraschnittstelle.

    Schon beim Einstieg in die Zerspanung setzte Finoba auf Chiron. Für die neue Fertigungslinie hat Chiron als Generalanbieter eine komplett verkettete, schlüsselfertige Anlage geliefert. Sie besteht aus vier Fräszentren, zwei Portalen mit je einem Roboter, einer Durchlaufwaschanlage und einer Helicoilanlage mit Kameraschnittstelle.

  • Der Arbeitsraum der ›Chiron Mill 2000‹ bietet ausreichend Raum auch für die Bearbeitung größerer Bauteile im Automobilbereich.

    Der Arbeitsraum der ›Chiron Mill 2000‹ bietet ausreichend Raum auch für die Bearbeitung größerer Bauteile im Automobilbereich.

  • Turnkey: Auch die neue ›Mill FX 1250‹ lieferte Chiron schlüsselfertig mit dem kompletten Prozess aus.

    Turnkey: Auch die neue ›Mill FX 1250‹ lieferte Chiron schlüsselfertig mit dem kompletten Prozess aus.

  • Montagezelle: Das automatisierte Assemblieren und Prüfen erfolgt beim Zulieferer Finoba in mehreren Schritten Hand in Hand.

    Montagezelle: Das automatisierte Assemblieren und Prüfen erfolgt beim Zulieferer Finoba in mehreren Schritten Hand in Hand.

  • Die passenden Vorrichtungen für die Werkstücke sind bei Chirons Turnkey-Maschinen bereits auf der Maschine, so wie bei dieser ›Mill 2000‹ in Finobas Fertigung.

    Die passenden Vorrichtungen für die Werkstücke sind bei Chirons Turnkey-Maschinen bereits auf der Maschine, so wie bei dieser ›Mill 2000‹ in Finobas Fertigung.

  • Benjamin Becker, Projektmanager bei Finoba Automotive, erklärt den Ablauf der neuen Produktionslinie.

    Benjamin Becker, Projektmanager bei Finoba Automotive, erklärt den Ablauf der neuen Produktionslinie.

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Unternehmensinformation

Chiron-Werke GmbH & Co. KG

Kreuzstr. 75
DE 78532 Tuttlingen
Tel.: 07461-940-0
Fax: -3159

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