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18.05.2010

Turbo fürs Drahterodieren

ERODIEREN – Der beschichtete Erodierdraht „megacut plus“ von Berkenhoff ist speziell für die Drahterosion mit Maschinen japanischer Hersteller konzipiert und gewährleistet eine Leistungssteigerung, die selbst kritische Profis der Branche staunen lässt.

Am Standort Driedorf entwickelt und produziert das bereits 1923 gegründete Unternehmen Selzer Fertigungstechnik GmbH & Co. KG Komponenten und Baugruppen aus Metall für die Bereiche Automotive und Industrie. Mit einem Anteil von 85 Prozent am Selzer Umsatz verlässt sich vor allem die Automobilindustrie mit Global Playern wie Audi, BMW, Daimler, Ford, Volvo oder Volkswagen auf die ausgezeichnete Entwicklungskompetenz und Präzision des hessischen Herstellers. Nach exakten Vorgaben und Lastenheften trägt das in vierter Generation inhabergeführte und heute anteilig zu der Indus Holding AG gehörende Unternehmen dazu bei, dass hochwertige Bauteile für Getriebe, Motoren und Bremsen im eigenen Haus entwickelt und hergestellt werden.

„Unsere Kunden fordern kontinuierlich höchste Qualität bei immer kürzer werdenden Entwicklungszeiten. Es versteht sich von selbst, dass auch wir bei Selzer die Kundenwünsche als Maßstab für unser eigenes Denken und Handeln sehen. Wir passen uns deshalb laufend den Marktanforderungen an und investieren in Technik und Know-how unserer Mitarbeiter, so Sascha Winkelmann, Leiter der Prototypen-Entwicklung bei Selzer. Wie Winkelmann weiter erklärt, kommt es gerade beim Faktor Zeit und den verkürzten Entwicklungszeiten darauf an, dass Partner und Lieferanten mit ihrem Wissen in die Optimierungsprozesse des Unternehmens maßgeblich einbezogen werden.

Ein beispielhafter Erfolg konnte hier vor einigen Wochen im Bereich Drahterosion der Prototypen-Fertigung zusammen mit der Berkenhoff GmbH erzielt werden. Der führende Hersteller im Segment beschichteter Erodierdrähte, die unter der Marke bedra in Deutschland gefertigt und weltweit vertrieben werden, empfahl der Firma Selzer den Einsatz des Hochleistungserodierdrahtes „megacut plus“ zur Verbesserung der Schneidzeiten. Das nur 10 km entfernt ansässige Unternehmen Berkenhoff arbeitet hier seit vielen Jahren mit Selzer zusammen. Den entscheidenden und sich als ausgesprochen erfolgreich herausstellenden Tipp gab Klaus Freudenberg, Anwendungsberater und Vertriebsmitarbeiter EDM bei Berkenhoff.

„Die Firma Selzer arbeitet im Prototypenbau mit einer japanischen Mitsubishi FA10V-Drahterodiermaschine und verwendete bisher zum Schneiden handelsüblichen Messingdraht. Dieser ist zwar relativ kostengünstig in der Anschaffung, hat aber gegenüber beschichteten Drähten maßgebliche Nachteile, die sich letztlich in vielen Fällen nicht rechnen. Häufig reißt der Draht bei schwierigen Konturschnitten, von den verlangsamten Schneidzeiten ganz zu schweigen. Maschinenstillstand, gerade beim mannlosen Betrieb in der Nacht, Zeit- und Geldverlust waren die Folge. Im Fall Selzer konnten wir mit unserem speziell für japanische Drahterodiermaschinen entwickelten, beschichteten Erodierdraht „megacut plus“ ein hohes Verbesserungspotenzial erkennen und schlugen einen Test vor“, so der erfahrene und selbst aus dem Anwendungsbereich stammende Vertriebsmann Freudenberg.

Getestet wurde der „megacut plus“ schließlich erstmals bei der Prototypen-Fertigung eines Getriebebauteils. Das Ergebnis überzeugte bereits bei den ersten Versuchen. Durch den Einsatz des neuen Drahtes und die Parameteranpassung der Maschine konnten Klaus Freudenberg und Maschinenführer René Haag eine Zeitersparnis von 30 bis 35 Prozent zum vorher verwendeten Messingdraht erzielen.

„Ein erfreuliches Ergebnis. Wir gewinnen Zeit und können unsere Kunden schneller beliefern, bedenkt man vor allem, dass sich dies heute bei bis zu 200 geforderten Vorserienteilen besonders bemerkbar macht“, erklärt Sascha Winkelmann und führt weiter aus: „Aber auch das Plus an Betriebssicherheit ist ein entscheidender Vorteil. Der Draht reißt nicht so schnell, was bei „Langläufern“ am Wochenende oder in der Nacht deutlich den Einsatz unserer Mitarbeiter zur Fehlerbehebung minimiert. Wir sind rundum zufrieden und der „megacut plus“ punktet in jeder Disziplin. Er arbeitet außerdem sehr genau, so dass wir nur einen Schruppschnitt ohne weitere Schlichtschnitte benötigen, um die geforderte Präzision der Prototypen-Teile zu erreichen.“

„Der Anspruch an höchste Qualität hat sich für Berkenhoff und Selzer bezahlt gemacht und zeigt, was sich durch Know-how und Innovationskraft bewirken lässt. Erreicht werden Zeitersparnis, Kundenzufriedenheit und letztlich ein maßgeblicher Kostenvorteil, denn bereits ab einer um 15 Prozent verkürzten Schneidzeit relativiert sich der höhere Preis unseres Hochleistungsdrahtes „megacut plus“ und der Kunde befindet sich in der Gewinnzone, so Klaus Freudenberg mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen.

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