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maschine+werkzeug 04/2014

Turbinenteile sicher schleifen

EXTRA

Schleifen - Galvanisch gebundene Schleifscheiben von Tyrolit eignen sich optimal für die komplexen Anforderungen in der Turbinenindustrie.

Rundlauffehler vermeiden

Komplexe Konturen werden fast ausschließlich im Tiefschleifverfahren mit Fünf- und Sechs- Achsen-Maschinen realisiert. Auch für solche Schleifanwendungen bieten sich galvanisch gebundene CBN-Schleifscheiben an, da wiederum ein sicherer und wirtschaftlicher Schleifprozess im Vordergrund steht. Zugleich werden Vorteile wie die Minimierung der Rüstzeit und Reduzierung der Werkzeugkosten wirksam. Letzteres wird durch das fehlende Abrichtwerkzeug begründet. Auch bei der Planung einer neuer Linie muss die fehlende Abrichteinheit berücksichtigt werden, da sich die Komplexität der Maschine reduziert und somit die Anschaffungskosten sinken.

Im Vergleich zu konventionellen Werkzeugen liegt das Zeitspanvolumen von galvanisch gebundenen Werkzeugen unter 5 mm³/mms und ein Konditionieren und Schärfen der galvanisch gebundenen CBN-Schleifscheiben ist nicht vorgesehen. Aufgrund der fehlenden Abrichtzyklen lassen sich Standzeiten nur schwer vorhersehen. Diese werden bei galvanischen Scheiben wesentlich von der Laufgüte beeinflusst, welche wiederum davon abhängt, wie genau die Scheibe auf die Spindel montiert wird. »Da schon ein minimaler Rundlauffehler die Standzeit beeinflusst, sollten Maschinen, die mit galvanisch gebundenen Scheiben bestückt werden, über ein automatisches Wuchtsystem verfügen. Dieses sollte in der Lage sein, minimale Rundlauffehler auszugleichen, die bei der Montage auf die Spindel erfahrungsgemäß entstehen«, empfiehlt Herzog.

Wie ein Großteil der Tyrolit-Produkte werden auch galvanische Schleifscheiben kundenspezifisch angepasst, um die maximal mögliche Wirtschaftlichkeit zu realisieren. Konkret lassen sich Parameter wie Kornform, Korngröße, Kornkonzentration oder Einbettungshöhe optimieren. Durch unterschiedliche Kornformen wird das Schleifergebnis merklich beeinflusst: In der Turbinenindustrie werden etwa splittrige Körnungen verwendet, da das zu bearbeitende Material sehr weich ist und ›schmiert‹. Bei den dünnwandigen Bauteilen ist auch von Belang, dass dadurch weniger Wärme erzeugt und auf die Bauteile übertragen wird.

Die Korngröße muss je nach Oberflächenanforderung und Mindestradien am Bauteil gewählt werden. Um die Zerspanungsleistung zu maximieren und die Schleifzeiten gering zu halten, werden möglichst grobe Korngrößen verwendet. Durch die Einbettungshöhe kann die Schichtstärke der Nickelbindung kontrolliert werden. Hohe Einbettungen führen zu einem stabilen Schleifbelag mit wenig Kornausbrüchen, niedrige Einbettungen erhöhen die Schnittigkeit der Scheibe. Die von Tyrolit entwickelte, extrem verschleißfeste Nickelmatrix ermöglicht vergleichbar hohe Standzeiten.

Zusätzlich lassen sich hoch beanspruchte Zonen durch gezielte Kornkonzentrationen verschleißfester produzieren. »Tyrolit hat intensiv in neue Technologien und Fertigungsanlagen investiert«, sagt Andreas Eckhardt, Produktentwickler für galvanisch gebundene Werkzeuge bei Tyrolit. »Dadurch können wir hochpräzise Trägerkörper fertigen, die exakt auf den Kundenprozess abgestimmt sind. Unsere galvanisch gebundenen Schleifscheiben weisen ein hohes Maß an Lauf- und Profilgenauigkeit während der gesamten Einsatzzeit auf. Und die ist durch die optimale Abstimmung von Schleifmittel und Einbettungshöhe der Körner entsprechend lang«, so Eckhardt weiter.


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Unternehmensinformation

TYROLIT Schleifmittelwerke Swarovski KG

Swarovskistr. 33
AT 6130 SCHWAZ
Tel.: 00435242-606-0
Fax: 00435848-63597

Internet:www.tyrolit.de



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